zur Navigation springen

Schleswig-Holstein zu Fuss : Sylt von seiner schönsten Seite

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Unsere Wanderung auf der Nordsee-Insel führt durch großartige Dünen-, Watt- und Heide-Landschaften.

shz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 17:52 Uhr

Wenningstedt | Wandern auf Sylt – geht das denn? Na klar doch, und zwar hervorragend. Sylt ist nicht nur Whiskymeile, Halligalli und Promis. Es gibt viel zu entdecken auf Deutschlands nördlichster Insel: Faszinierende Landschaften, endlose Strände und eine großartige Natur. Unsere Wanderung führt durch hohe Dünen und blühende Heide, zu wilden Kliffs und alter Kultur. Sylt von seiner schönsten Seite – ein Erlebnis für alle Sinne.

Die Karte als Download zum Ausdrucken (pdf)

Detailbeschreibung Teil I

Parkplatz in Wenningstedt am Strandübergang Berthin-Bleeg-Straße > Über Holztreppe (Strandübergang) auf die Dünen > Gegenüber der kleinen Aussichtsplattform nach rechts Richtung Kampen auf den Steg (Holzbohlenweg) und diesem entlang der Kliffkante folgen > Nach 400 m endet der Holzsteg am Strandübergang und führt als Sandweg an der Kliffkante weiter > Nach 380 m Strandübergang (Strandrestaurant Wonnemeyer), weiter über kurzen Holzsteg und auf Sandweg an der Kliffkante > Nach 900 m Holzsteg zum Strand, weiter auf der Kliffkante > Nach 300 m rechts abbiegen auf breitem Holzsteg zur Uwe-Düne > Nach 240 m Holztreppe auf Uwe-Düne > Besteigung der Uwe-Düne > Gegenüber der Treppe auf die Düne dem Weg Richtung Kampen und Kliff folgen > Nach 800 m auf dem Parkplatz direkt hinter Restaurant Sturmhaube links Richtung Kliff  > Nach 125 m kleine Aussichtsplattform auf dem Kliff > Zurück und nach 100 m links abbiegen. Nach 40 m dem breitem Weg nach links zur großen Aussichtsplattform folgen > Nach 200 m Aussichtsplattform am Roten Kliff von Kampen.

Tipp:   Ausschau halten nach Schweinswalen vor dem Strand.

Tipp:   Aussichtsplattform Rotes Kliff Kampen ist schöner Rastplatz.

Detailbeschreibung Teil II

3,8 km: Aussichtsplattform Rotes Kliff Kampen. 220 m zurück zum Parkplatz und Kampener Findling (Infotafel) > Am Findling nach links, am Ende der Parkplätze weiter Richtung Haus Kliffende > Nach 400 m rechts abbiegen Richtung Leuchtturm Quermarkenfeuer > Nach 140 m: Quermarkenfeuer > Den Holztreppen nach unten folgen > Nach 70 m auf Schotterweg rechts abbiegen > Nach 200 m rechts auf asphaltierten Radweg abbiegen > Nach 180 m nach links abbiegen und Hauptstraße überqueren > Nach 80 m dem Radweg an Hauptstraße nach links folgen >  Nach 180 m rechts in den unbefestigten „Wattwanderweg“ Richtung „Grönning“ > Nach 400 m an der Holzschranke weiter Richtung „Grönning“ > Nach 900 m spitze Weggabelung, dem schmalen Pfad nach rechts folgen. Dem Schotterweg Richtung „Fennenweg“ weiter nach Süden folgen > Nach 190 m rechts abbiegen in schmalen Weg zwischen Natursteinmauern > Nach 50 m links abbiegen > Nach 150 m schmaler Asphaltstraße nach halb links folgen > Nach 260 m über Treppen nach rechts oben Richtung „Kupferkanne“ und „Ortsmitte“ > Nach 180 m Café Kupferkanne.

Tipp:   Nach Überquerung der Hauptstraße schöne Ausblicke aufs Wattenmeer.

Detailbeschreibung Teil III

7,4 km:  Café Kupferkanne. Unterhalb Garten des Cafés nach 60 m auf breiteren Weg nach rechts abbiegen > Nach 140 m links abbiegen und dem Wanderweg durch die Heide nach Süden folgen. Mehrere Täler werden auf Holzstegen und Treppen überquert > Nach 650 m breiteren Querweg kreuzen und gegenüber weiter beim Schild „NSG Braderuper Heide“. Direkt danach Weggabelung, den schmaleren Pfad nach halblinks nehmen und ihm in südlicher Richtung durch die Heide folgen, teils über Holzstege und Treppen > Nach 1,3 km verlassen wir die Heide. Rechts abbiegen auf breiteren Wirtschaftsweg > Nach 280 m auf Asphaltsträßchen rechts abbiegen > Nach 260 m hinter Rechtskurve der Hauptstraße links in Plattenweg abbiegen > Nach 290 m rechts abbiegen > Nach 180 m links abbiegen und weiter entlang Golfplatz nach Westen > Nach 700 m am Ende des Golfplatzes links in asphaltierten Wirtschaftsweg abbiegen > Nach 160 m rechts in Radweg abbiegen und durch Unterführung die Hauptstraße queren > Nach 220 m im Kampener Weg in Wenningstedt nach links gehen > Nach 320 m  nach rechts abbiegen (zuerst „Hauptstraße“, danach „Berthin-Bleeg-Straße“) > Nach 750 m am Ausgangspunkt Parkplatz am Strandübergang.

Tipp:   Alternative Strecke: Parallel zum beschriebenen Weg die Heide weiter unten am Wattenmeer durchwandern. Dazu im Tal beim ersten Holzsteg hinter dem Café Kupferkanne nach links abbiegen.

12,7 km   Parkplatz in Wenningstedt am Strandübergang Berthin-Bleeg-Straße.

Tipp: Fischrestaurant Gosch ca. 400 m südlich vom Parkplatz an der Strandpromenade (www.gosch.de; Dünenstraße 17a, 25996 Wenningstedt)

Länge:   12,7 km

Anfangs- und Endpunkt:

Parkplatz am Strandübergang Berthin-Bleeg-Straße in Wenningstedt

 

Wenningstedt. Die Treppen nach oben, auf die Düne, haben wir schnell geschafft. Geradeaus geht es zum Strand. Und dann? Durch den weichen Sand bis hinüber nach Kampen? Wir entscheiden uns für die Variante mit Aussicht. Auf der Kante, knapp oberhalb des Kliffs, führt ein Holzbohlenweg über die Dünen. Treppauf und treppab, über schmale Stege, geht es durch die geschwungenen Hügel aus Sand und Strandhafer. Hier oben, hoch über dem Meer, bleibt unseren neugierigen Blicken nichts verborgen. Draußen brechen sich die Wellen und rollen gezähmt auf den flachen Strand. Spaziergänger schlendern barfuß an der Wasserkante entlang. In den Strandkörben faulenzen die Sonnenanbeter und genießen den herrlichen Tag. Ein paar Mutige wagen sich gar in die Wellen.

Unser Holzsteg ist zu Ende, aber auf dem Sandweg lässt es sich auch gut laufen. Hauptsache, die Aussicht stimmt. An einem Pfad hinunter zum Strand weist ein Schild auf das „Restaurant Wonnemeyer“ hin. Allerdings ist es für uns für einen Imbiss noch zu früh ist. Weiter geht’s auf unserem Weg, der sich inzwischen zu einem tiefsandigen Trampelpfad gewandelt hat. An den Steigungen kommen wir gehörig ins Schwitzen. Tiefe Rillen im Boden zeugen davon, dass nicht nur die Sturmfluten am Roten Kliff nagen. Auch hier oben leistet die Erosion ganze Arbeit. Draußen, im Wasser, fällt uns ein dunkler Schatten auf. Dann schneidet eine dreieckige Rückenflosse durch die Wellen. Ein Hai? Entwarnung! Es ist ein Schweinswal, der dort draußen nach Nahrung sucht. Hier, am Weststrand von Sylt, in Deutschlands einzigem Walschutzgebiet, lassen sich die friedlichen Meeressäuger regelmäßig beobachten. Manchmal mischen sie sich gar zwischen die Badegäste.

Ein Blick über die Sylter Dünen vom Leuchtturm Quermarkenfeuer.
Ein Blick über die Sylter Dünen vom Leuchtturm Quermarkenfeuer. Foto: Melanie Steur-Fiener
 

Wir verlassen das Kliff und wandern landeinwärts. Vor uns ragt die Uwe-Düne empor, mit 52 Metern die höchste Erhebung von Sylt. Die 109 hölzernen Stufen bringen uns ganz schön ins Pusten. Aber der Aufstieg lohnt sich: Freier Blick bis zum Festland. Im Norden leuchtet die dänische Insel Römö aus dem Dunst, im Hafen von List legt gerade die Autofähre an. Weiter geht’s, trotz des grandiosen Panoramas. Vorbei am Restaurant Sturmhaube mit seinem kreisrunden Reetdach gelangen wir zur Aussichtsplattform bei Kampen. Nach kurzer Rast unter dem Roten Kliff sind wir unterwegs zum Quermarkenfeuer. Der kleine, achteckige Leuchtturm sorgte einst für die Sicherheit der Schiffe vor Kampen. Zwei Kilometer noch, und wir erreichen die andere Seite der Insel, wo uns das Wattenmeer begrüßt.

Sie besitzen ein mobiles Gerät mit GPS-Funktion ? Dann können Sie hier per Download die GPX-Daten abrufen:  Sylt_Duenen_Heide_und_Meer_GPS.gpx (rechte Maustaste -> Ziel speichern unter ...) oder hier als Zip-Archiv für Internet-Explorer. (Die Verwendung von GPX-Dateien setzt die Installation einer GPX-Tracking-Software voraus).

Die Landschaft wird sanfter. Keine hohen Dünen mehr, sondern feuchte Senken und flache Hügel. Auf schmalen Wegen kommen wir an wunderschönen Reetdachhäusern vorbei. Unser Weg führt zwischen urigen Kiefern in den Garten des Cafés Kupferkanne. Wir gönnen uns eine Stärkung, mit herrlichem Blick auf das Wattenmeer, und dann geht`s weiter in die Braderuper Heide. Die weithin offene Landschaft, dicht bewachsen von immergrünen Zwergsträuchern, fällt sanft zum Wattenmeer ab. Jetzt, im Mai, stehen nur die rosa Krähenbeeren in Blüte. Erst im Sommer werden Glocken- und Besenheide die Landschaft mit einem violetten Teppich überziehen. Mehrfach führt unser Weg über hölzerne Treppen und Stege. Eidechsen huschen erschreckt vorüber, Feldlerchen trillern am Himmel, und im Balzflug singt der unscheinbare Wiesenpieper sein Lied. Es wird Zeit, Abschied zu nehmen von der wunderschönen Landschaft. Über kleine Wege gelangen wir zurück nach Wenningstedt. Wandern auf Sylt? Wir sind uns sicher: Es lohnt sich.

Höhepunkte auf der Tour: Hier lohnt sich ein Besuch

1. Alternative Strecke: Wenningstedt - Kampen am Strand“

Wer die Nordsee in ihrer vollen Wucht erleben, auf dem Weg Muscheln sammeln und den feinen Sand an den Füßen spüren will, der kann am Strandübergang Berthin-Bleeg-Straße nicht nach rechts auf den Holzbuhnen gehen, sondern runter zum Strand laufen. Auf Höhe des Strandbistros Grande Plage kann dann zur Uwe-Düne und auf den Ursprungswanderweg zurückgekehrt werden. 

2. Strandrestaurant Wonnemeyer

Wen am Anfang der Wanderung schon der kleine oder große Hunger überkommt, der kann am Ende des Holzstegs Richtung Kampen im Strandrestaurant Wonnemeyer einkehren. Auf der Speisekarte findet sich von kleinen Snacks bis zum edlen Essen eine große Auswahl, bei schönem Wetter bietet die Terrasse einen unglaublichen Blick über Strand und Meer. Strandstraße 1, 25996 Wenningstedt-Braderup; Tel.: 04651/45299; www.wonnemeyer.de.

3. Schöne Aussicht von der Uwe-Düne

Wer die Stufen zur Uwe-Düne erklommen hat, kann je nach Fitness-Level schon ein bisschen außer Atem sein. Doch der Aufstieg lohnt sich: Je nach Sichtverhältnissen breiten sich große Teile der Insel vor dem Betrachter aus. Die Holzbänke bieten eine gute Möglichkeit, ein kleines Picknick zu veranstalten.

4. Klenderhof

Auf dem Weg „Grönning“ zur Kampener Wattseite ist rechter Hand ein eindrucksvolles weißes Friesenhaus zu sehen: Der 1933 erbaute Klenderhof. Im Volksmund ist er eher als „Springer-Burg“ bekannt, da das Gebäude lange dem Hamburger Verleger Axel Springer gehörte. Neben Willy Brandt, Ernst Rowohlt oder dem Schriftsteller Ernst Salomon hat die „Springer-Burg“ im Laufe ihres Bestehens so manchen berühmten Kampener Gast beherbergt.

5. Die Kupferkanne

Eines der beliebtesten Sylter Cafes findet sich in der Braderuper Heide: In der Kupferkanne können sich die Sylt-Wanderer mit den großen, selbst gebackenen Kuchenstücken stärken. Die Terrassen bieten bei gutem Wetter einen tollen Blick aufs Wattenmeer, im verwinkelten Inneren ist es bei schlechterer Witterung warm und gemütlich. Stapelhooger Wai, 25999 Kampen; Tel.: 04651/41010, www.kupferkanne-sylt.de.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen