Nordöstlicher Westensee : SH–Tour: Versteckte Seen und stille Buchten

Die abwechslungsreiche Strecke durch das Naturschutzgebiet ist auch für Familien gut geeignet.
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Die abwechslungsreiche Strecke durch das Naturschutzgebiet ist auch für Familien gut geeignet.

Für alle Naturfreunde ein Muss: Das Naturschutzgebiet „Ahrensee und nordöstlicher Westensee“ bietet Wanderern eine vielfältige Landschaft.

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29. März 2018, 06:45 Uhr

Rendsburg | Naturschutzgebiet „Ahrensee und nordöstlicher Westensee“ – vor uns liegt eine Wanderung durch eine der schönsten Regionen Schleswig-Holsteins. Sie ist geprägt durch versteckte Seen und stille Buchten, auf denen See- und Teichrosen dümpeln. Für eine besondere Landschaft sorgen mäandrierende Flüsse, gesäumt von Schilf oder Erlengebüsch, und fischreiche Bäche, die sich durch schmale Täler winden – und immer wieder urige Wälder. In der vielgestaltigen Landschaft leben seltene Tiere und Pflanzen. Spannende Begegnungen mit der Natur sind garantiert.

Die Karte als Download zum Ausdrucken (pdf)

Vom Bahnhof Felde aus auf der Hauptstraße Richtung Achterwehr bis Klein-Nordsee gehen und dort auf der Hauptstraße rechts abbiegen nach Achterwehr.  Ca. 80 m hinter dem Bahnübergang in Achterwehr, an der Bushaltestelle, nach rechts auf einen kleinen Pfad/Durchgang abbiegen, der nach etwa 180 m auf die Poststraße mündet. Dieser folgen, sie führt östlich der Eider wieder auf den ursprünglichen Wanderweg.

Vorsicht Streckenänderung

Alternativroute für die Wanderung Ahrensee und Westensee

Vom Bahnhof Felde aus auf der Hauptstraße Richtung Achterwehr bis Klein-Nordsee gehen und dort auf der Hauptstraße rechts abbiegen nach Achterwehr.  Ca. 80 m hinter dem Bahnübergang in Achterwehr, an der Bushaltestelle, nach rechts auf einen kleinen Pfad/Durchgang abbiegen, der nach etwa 180 m auf die Poststraße mündet. Dieser folgen, sie führt östlich der Eider wieder auf den ursprünglichen Wanderweg.

Detailbeschreibung Teil I

Start:

Bahnhof von Felde, PKW-Parkplatz hinter (!) dem Bahnhof > Auf Asphaltweg unterhalb des Bahnhof den asphaltierten Weg vom Ort weg nehmen > Nach 140 m Asphaltweg verlassen und kleinem Pfad geradeaus folgen > Nach 180 m an der Eider nach rechts und gleich darauf nach links über die Brücke > 130 m dem Pfad entlang der Eider folgen, dann nach links abbiegen > Am Waldrand den Plattenweg nach rechts nehmen > Nach 310 m an der Infotafel nach links auf unbefestigten Waldweg abbiegen > Nach 350 m beginnt der Wiesenpfad zwischen Weidezäunen durch die offene Landenge zwischen Ahren- und Westensee. Er erreicht nach 750 m wieder den Wald.

Tipp: Herrliche Landschaft und gute Beobachtungsmöglichkeiten an Brücke über Bach zwischen Ahren- und Westensee.

Detailbeschreibung Teil II

2,1 km     Hinter Landenge zwischen Ahren- und Westensee:

Im Wald dem Weg nahe dem Ufer des Ahrensees nach links folgen > Nach 770 m direkt rechts neben dem Weg ein kleiner Waldsee > Nach 370 m verlässt der Weg das Ufer des Ahrensees und führt am Waldrand weiter > Nach 480 m rechts auf breiteren Wirtschaftsweg abbiegen und diesem 810 m weit bis zum Gut Marutendorf folgen > Gepflasterte Straße (rechts: Herrenhaus) überqueren und geradeaus weiter, rechts vorbei am Wirtschaftsgebäude (Wegweiser „Wanderweg nach Hohenhude“) > Eichenallee, rechts Eidertal > 460 m nach Gut Marutendorf von Eichenallee nach rechts abbiegen (Sperre, Durchgang nur für Fußgänger) und Wiesenpfad bis Eider folgen > An der Eider 70 m nach links, Brücke überqueren und bis zum Waldrand gehen > Nach links am Waldrand entlang, Weg biegt nach 100 m rechts bergauf ab > 420 m dem Weg entlang Knicks durch offene Flur folgen, dann Asphaltweg nach rechts folgen > Nach 150 m rechts auf Asphaltstraße abbiegen und dieser durch den Ort Hohenhude folgen.

Tipp: Schöne, alte Eichen und Buchen entlang des Wegs am Ahrensee.

Tipp: Herrenhaus und Eichenallee Gut Marutendorf, Eider und Eidertal.

Detailbeschreibung Teil III

6,8 km  Ortsausgang von Hohenhude:

Dem Asphaltsträßchen am Waldrand entlang weiter folgen > Nach 690 m Badestelle > Nach 500 m wird Asphaltsträßchen zu unbefestigtem Forstweg > Nach 210 m (Schilder „Naturschutzgebiet“ und „Reiten verboten“) links in schmalen Pfad abbiegen, der hinunter ins Tal des Unteren Schierenseebachs führt > Bach auf der Brücke überqueren und dem Weg durch das Tal oberhalb des Kleinen Schierensees folgen > 1,5 km nach der Brücke Kreuzung von 4 Wegen. Rechts abbiegen (Schild „Fahrradweg“) > Nach 550 m Asphaltstraße, nach links abbiegen > Nach 250 m rechts das Restaurant „Zum Fischmeister“ > Der Asphaltstraße 400 m weit folgen > An Kreuzung nach links gehen bis zur Bundesstraße > Auf der Landstraße nach rechts abbiegen, nach 60 m Bushaltestelle.

Tipp: Wildromatisches Tal des Unteren Schierenseebachs und schöner Weg oberhalb des Kleinen Schierensees.

11,2 km   Bushaltestelle Richtung Rendsburg bei Wrohe an L255

Tipp:  Busverbindung 5x täglich, nur an Werktagen (Fahrplan: http://www.nah.sh). An Feiertagen und Wochenenden Taxi (Kosten ca. 25 Euro).

Länge:  11,2 km

Anfangspunkt:

Bahnhof von Felde, Dorfstraße 1, 24242 Felde

Endpunkt:

Bushaltestelle Richtung Rendsburg bei Wrohe an L255

Busverbindung Linie 620, 5x täglich, nur an Werktagen (Fahrplan: http://www.nah.sh)

An Feiertagen und Wochenenden Taxi.

Vom Ausgangspunkt unserer Wanderung, dem Bahnhof in Felde zwischen Rendsburg und Kiel, gelangen wir an die Eider. Eine geschwungene Holzbrücke bringt uns ans andere Ufer. Auf schmalem Trampelpfad geht es weiter, immer an der Wasserkante entlang. Ein Eisvogel lauert auf kleine Fische, am Himmel rufen die Gänse. Bald darauf führt unser Weg hinein in weite offene Feuchtwiesen. Links, hinter dem breiten Schilfgürtel, ist der Ahrensee zu erkennen, nach rechts fällt der Blick auf den Westensee. Den Bach, der die beiden Gewässer verbindet, überqueren wir auf einem kleinen Holzsteg. Ein friedlicher Ort, fernab jeder Hektik. Von einem Koppelpfahl singt ein Braunkehlchen sein zartes Lied. Als eine Rohrweihe im gaukelnden Jagdflug vorbeizieht, sucht der Piepmatz erschreckt das Weite. Vom anderen Ufer des Westensees nähert sich ein mächtiger Greifvogel, mit breiten Flügeln und weißem Schwanz: ein Seeadler.

Wir lassen die Landenge hinter uns. Der Pfad windet sich jetzt durch lichten Laubwald, knapp oberhalb des Ahrensees. Ein weißer Teppich aus Buschwindröschen bedeckt den Boden unter den mächtigen Buchen. Uralte Eichen recken ihre knorrigen Äste zum Himmel. Am Wegrand blühen Schlüsselblumen und Leberblümchen, und aus einem sumpfigen Tümpel klingt das Quaken von Fröschen. Unser Weg führt hinaus in die Agrarlandschaft. Zwischen Knicks wandern wir durch offenes Grünland. Auf gepflastertem Weg erreichen wir das Gut Marutendorf. Vorbei am prachtvollen Herrenhaus, durch eine Allee aus alten Eichen, gelangen wir in ein idyllisches Tal. Wir queren erneut die Eider, die hier von Schilfgürteln eingerahmt ist, und erreichen nach kurzem Anstieg die Siedlung Hohenhude.

Am Ortsende geht es oberhalb des Westensees weiter, vorbei an einer Badestelle und zurück in den Wald. Ein schmaler Pfad bringt uns in das wildromantische Tal des Unteren Schierenseebachs. Zwischen Totholz und umgestürzten Bäumen windet sich der kleine Wasserlauf durch sumpfigen Grund, aus dem moosbewachsene Wurzeln emporragen. Nur 750 Meter lang ist der Bach, der den Kleinen Schierensee zum Westensee hin entwässert. Doch er zählt zu den ökologisch wertvollsten Fließgewässern Schleswig-Holsteins. 15 Fischarten wurden dort gezählt und 500 Arten von wirbellosen Tieren – darunter die seltene Bachmuschel und verschiedene gefährdete Eintagsfliegen. Zwischen den Steinen tummeln sich die Larven von Köcherfliegen. Sie tragen ihre Gehäuse, die aus Ästchen oder Steinchen zusammengeklebt sind, immer mit sich herum.

Sie besitzen ein mobiles Gerät mit GPS-Funktion ? Dann können Sie hier per Download die GPX-Daten abrufen:  Ahrensee_Westensee_GPS.gpx (rechte Maustaste -> Ziel speichern unter ...) oder hier als Zip-Archiv für Internet-Explorer. (Die Verwendung von GPX-Dateien setzt die Installation einer GPX-Tracking-Software voraus).

Die Alternativroute finden Sie hier zum Download:

Zwischen stattlichen Buchen und Eichen, bergauf und bergab, schlängelt sich der wunderschöne Weg entlang des Hangs. Immer wieder mal geben die Bäume den Blick auf den Kleinen Schierensee frei, der wie verwunschen unten im Tal liegt. Ein Schwarzspecht hämmert energisch Löcher in einen altersschwachen Baum, um an Insektenlarven zu gelangen. Am Seeufer sucht eine Schellente nach Nahrung. Ihr Nest befindet sich irgendwo im Wald, versteckt in einer Baumhöhle. Endlich erreichen wir Wrohe, das Ziel unserer Wanderung. Ein Schild „Fischverkauf“ weckt unsere Neugier. Und tatsächlich: Die Terrasse des Restaurants „Zum Fischmeister“, mit Panoramablick auf den See, ist der rechte Ort für einen würdigen Abschluss. Gemächlich gleitet ein Haubentaucher durchs Wasser, vorbei an den Netzkäfigen, in denen der Fischer seinen Fang hältert. In der Ferne, am nördlichen Seeufer, lässt sich der Bahnhof von Felde erahnen. Der Rückweg wird ein Katzensprung – mit dem Bus gerade mal eine halbe Stunde.

Höhepunkte auf der Tour und in der Region: Hier lohnt sich ein Besuch

1. Eisladen am Bahnhof in Felde

Vor der Wanderung ein Eis? Oder hinterher? In Felde ist das möglich. Der Bahnhof der Gemeinde hat den Vorteil, dass keine hundert Meter weiter ein gemütliches Bistro mit Eistheke liegt. In der „Eis Station“ gibt es auch Pizza und Kuchen – falls einen nach dem Marsch der Heißhunger überfällt. Dorfstraße 3, 24242 Felde, Tel.: 04340/499070.

2. Aufstieg zum Tüteberg

Der Aufstieg zum Tüteberg ist auch für ungeübte Wanderer machbar. Schließlich ist der Gipfel bereits nach 88 Metern erreicht. Der Weg lohnt sich auf jeden Fall – denn von hier oben reicht der Blick über den Westensee bis hin nach Kiel. 7,5 Kilometer lang ist der Rundwanderweg, der in Westensee beginnt und endet. Empfehlung: Die Wanderung an der Jugendherberge starten und die Wanderung im Uhrzeigersinn zurücklegen.

3. Restaurant „Zum Fischmeister“ in Wrohe

Mitten im Naturpark und direkt am Westensee liegt das Restaurant „Zum Fischmeister“. Der Name ist Programm, denn hier kommen regionale Köstlichkeiten rund um den Fisch auf den Teller. Spezialität des Hauses ist Aal in Gelee. Besucher können die zwei Kilometer entfernte hauseigene Fischzucht besichtigen. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, ruht sich an dem Strand der Badestelle aus. Seeweg 21, 24259 Westensee/Wrohe; Tel.: 04305/773, www.fischmeister-westensee.de

4. Gut Blockshagen, Mielkendorf

Selbstgemachte Torten warten auf hungrige Wanderer auf Gut Blockshagen bei Mielkendorf. Wer es deftiger mag, schaut donnerstags von April bis Oktober beim Flammkuchen-Abend vorbei. Während die Eltern im Strandkorb auf der Terrasse sitzen, können sich die Kinder auf einem Spielplatz und auf einer Strohburg austoben. Leckereien für zu Hause gibt es im Hofladen, in dem nur regionale Produkte verkauft werden. Blockshagener Weg 18, 24247 Mielkendorf, Tel.: 04347/8851, www.gut-blockshagen.de

5. Kajakverleih Achterwehr

Wer seinen müden Füßen nach der Wanderung etwas Erholung gönnen möchte, steigt einfach in ein Kajak um. Vom Bootsverleih in Achterwehr aus erreicht man zum Beispiel auf der Eider in 35 Minuten den Nord-Ostsee-Kanal. Bei einem Picknick am Kanalufer kann man die großen Pötte bestaunen. An heißen Sommertagen lohnt eine Paddel-Tour zur Badestelle am Flemhuder See. Am Speicher 1, 24239 Achterwehr, Tel: 04340/1089, www.kajakverleih-achterwehr.de.

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