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Rad-Tour : Auf den Spuren der Eiszeit

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Aus Skandinavien vordringende Gletscher haben während der Eiszeit im Hinterland von Eckernförde Moränen und Seen hinterlassen, die auf dieser knapp 50 Kilometer langen Radtour sichtbar sind.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 12:13 Uhr

Hüttener Berge | Die Eiszeittour gilt als einer der abwechslungsreichsten Rundwege durch die von Gletschern der letzten Eiszeit geformten Landschaft. Viele imposante Ausblicke und attraktive Wegabschnitte mitten durch die Hüttener Berge erwarten die Ausflügler. Die Hüttener Berge sind als so genannte Stauchen dmoränen Relikte der jüngsten Eiszeit. Die Spuren der Eiszeit, die die aus Skandinavien vordringenden Gletscher hinterlassen haben, sind auf dieser knapp 50 Kilometer langen Radtour zu sehen. Der Wittensee wurde vor 20.000 Jahren von einer Gletscherzunge gebildet. Hier können Sie gleich an drei Badestellen eine kleine Pause einlegen. Die Strecke führt überwiegend durch den Naturpark, der mit leichten Hügeln und tiefblauen Seen punkten kann.

 

Die Tour beginnt im Ostseebad Eckernförde. Von dort geht es in Richtung Süden über Haby in Richtung Wittensee. Der Radweg wird entlang der Kreisstraße geführt. Man passiert das Gut Marienthal, das zur Gemeinde Goosefeld gehört. Rund zehn Kilometer nach dem Start in Eckernförde erreichen Sie die kleine Gemeinde Haby. Im Krog, der selbst viele Ausflügler aus größerer Entfernung anzieht, würde sich schon die erste Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause bieten. Wenige Hundert Meter weiter führt eine Asphaltstraße entlang des Wittensees durch ein Wochenendhausgebiet im Schlaukweg. Durch die Grundstücke am See kann man immer wieder mal einen Blick auf den Wittensee erhaschen und auf der anderen Seite schaut man über Wiesen und Weiden hinüber zum Habyer Wald.

Die Tour in Kürze

Die Strecke ist mit mit knapp 50 Kilometern für Freizeitradler und Familien mit Kindern recht ambitioniert. Der Radweg ist ausgeschildert. Jede Themenroute hat sein eigenes Logo an den Schildern zur besseren Orientierung. Die hier aufgeführte Eiszeit-Tour  beispielsweise den Eiskristall (Foto). Für alle die es eilig haben die Stationen im Schnelldurchlauf:  Beginn am Bahnhof – Kieler Straße Süd - Am Exer - Berliner Straße - Domstag - Goosefeld (Marienthal) - Hoffnungsthal - Haby -  Wiehenredder - Dorfstraße - Groß Wittensee (Schlaukweg) - Habyer Straße - Dorfstraße - Kirchhorster Weg - Klein Wittensee (Schulweg) - Dorfstraße - Strandweg - Sande (Holzbunge) - Alte Schule - Dorfstraße (Bistensee)- Frenrade - Dörpstraat (Damendorf) - Krusenau - Worthbarg - Damm - Osterby (Suhrbrook) - Dorfstraße - Hasenwinkel - Windeby (Dorfstraße) - Schallund - Eckernförde (Gorch-Fock-Straße) - Mühlenberg - Am Exer. Ziel: Bahnhof.

 

In Groß Wittensee lohnt sich ein Zwischenstopp an der historischen Windmühle „Auguste“, mit der noch Korn gemahlen werden kann. Natürlich kann man ebenso am See eine Badepause einlegen (Badestelle Seegartengelände oder Habyer Straße). Die Tour führt weiter durch idyllische Dörfer mit reetgedeckten Häusern, entlang von endlosen Feldern und grünen Wiesen. Von hier aus geht es ein kleines Stückchen am Bistensee entlang und weiter nach Damendorf. Auf dem Weg dahin passiert man ein idyllisches Kleinod der Hüttener Berge, den Fresensee, der 1979 als Kiesgrube entstanden ist. Zwischen Groß Wittensee und Damendorf liegt der Moorwald und das Seemoor. Hier lässt es sich verweilen. Der Pfad führt vorbei an knorrigen Eichen und Tümpeln.

 

 

Sibirische Huskys hautnah. Foto: Ritterbusch
Sibirische Huskys hautnah. Foto: Ritterbusch

Die Eiszeit-Tour führt vorbei durch Osterby und Kochendorf zum Windebyer Noor. Das Noor war einst unmittelbar mit der Ostsee verbunden. Eine Brücke mit einem Durchlass für Schiffe diente als einzige Verbindung zum anderen Ufer. Als die Brücke baufällig wurde, wurde 1857 ein fester Verbindungsdamm gebaut. Der Weg am Noor mit seinem alten Baumbestand und dem Blick auf die glitzernde Wasserfläche ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss. Nach dem Verlassen des Noorwanderweges erreicht man wieder die Stadt Eckernförde. Noch schnell über den Mühlenberg und schon ist man wieder am Eckernförder Bahnhof.

1. Tipp für einen Zwischenstopp: Schwitzen mit Meeresblick

Das Meerwasserwellenbad mit Saunalandschaft mit Meeresblick ist ein Schmuckstück. In den vier Saunen  können die Besucher bei 90 Grad, in einem Saunarium bei milden 60 Grad  und in einer Dampfsauna schwitzen. Wer möchte, kann von der Sauna-Terrasse sogar ein Bad in der Ostsee nehmen. Eine besondere Attraktion ist die Salzgrotte.  Zehn Gäste werden dort 45 Minuten lang mit salzhaltiger Luft bedampft und können das Heilklima genießen, das gut für Haut und Bronchien ist.  Nur wenige Meter entfernt ist die Schneekabine.  Hier können sich die Gäste nach dem Saunagang stehend in einer nachgebauten Felsengrotte im  künstlichen Schneewirbel abkühlen und erfrischen. Info: www.meerwasser-wellenbad.de 

2. Tipp: Das Redderhus informiert

Das Redderhus ist das Informationszentrum für Umwelt und Natur im Herzen des Naturparks Hüttener Berge. Im Obergeschoss ist die Dauerausstellung über den typischen schleswig-holsteinischen "Knick" mit interaktiven und multimedialen Installationen und Modellen eingerichtet, die man individuell oder in Gruppen sowie, bei Voranmeldung mit Führung, besichtigen kann. Im Untergeschoss befindet sich ein großer Medien- und Vortragsraum. Die Mitarbeiter des Infozentrums vermitteln Übernachtungsmöglichkeiten in der Region, geben Auskünfte über Ausflugsziele, verleihen Fahrräder (auch E.Bikes) und verkaufen Souvenirs sowie Wander- und Radwanderkarten.

3. Tipp: Groß Wittenseer Mühle "Auguste"

139 Jahre alt und immer noch funktionstüchtig - die historische Windmühle "Auguste" in Groß Wittensee ist ein Wahrzeichen der Region. Die Kappe ist auf einem Zahnrad angebracht und dreht sich mit dem Wind. Auf diese Weise kann die Windkraft optimal genutzt und Weizen, Roggen und Dinkel zu Mehl verarbeitet werden. Müller Hans Lemke kümmert sich mit den Mitgliedern eines Mühlenvereins  um die seit 1972 unter Denkmalschutz stehende Mühle. Hans Lemke steigt regelmäßig mit Feriengästen und Einheimischen "Auguste" unters Dach und erklärt die Technik der Mühle, die nach seiner Großmutter benannt ist.

4. Tipp: Meer erleben im OIC

Im Zentrum des Ostsee Info-Centers (OIC) steht das Fühlbecken, ein drei mal vier Meter großes, 90 Zentimeter hohes Aquarium. Der seitliche Blick über den lebendigen Grund des Aquariums vermittelt einen unvergleichlichen Eindruck. Neben dem Beobachten besteht auch die Möglichkeit, die in dem Becken lebenden Pflanzen und Tiere zu fühlen So können die Gäste den Plattfischen über die Haut streichen, die Strandkrabben fassen und spüren, wie sich die Seesterne auf ihrer Hand festsaugen. Während der Sommermonate werden im OIC Kreativ-Programm für die ganze Familie abgeboten: Bernsteinschleifen oder auch Kunst aus Strandgut. www.ostseeinfocenter.de

5. Tipp: Der Wittensee – Relikt der Eiszeit

Der Wittensee ist zusammen mit dem Bistensee während der Weichsel-Eiszeit entstanden. Der See hat eine Wasserfläche von fast zehn Quadratkilometern qkm und einen mittleren Wasserstand von knapp vier Metern, die maximale Tiefe beträgt 20,5 Meter und er verfügt über eine Uferlänge von 14,9 Kilometer. Am Wittensee gibt es fünf offizielle Badestellen: Bünsdorf, Sande, Badestelle am Campingplatz in Groß Wittensee, Badestelle -Seegarten- in Groß Wittensee und die Gemeindebadestelle Habyer Straße. Im Sommer wie im Winter ist der Wittensee ein wichtiges Wassersportgebiet - für Schwimmer, Segler, Eissegler und Eisangler.

1. Tipp für einen Zwischenstopp: Schwitzen mit Meeresblick

Das Meerwasserwellenbad mit Saunalandschaft mit Meeresblick ist ein Schmuckstück. In den vier Saunen  können die Besucher bei 90 Grad, in einem Saunarium bei milden 60 Grad  und in einer Dampfsauna schwitzen. Wer möchte, kann von der Sauna-Terrasse sogar ein Bad in der Ostsee nehmen. Eine besondere Attraktion ist die Salzgrotte.  Zehn Gäste werden dort 45 Minuten lang mit salzhaltiger Luft bedampft und können das Heilklima genießen, das gut für Haut und Bronchien ist.  Nur wenige Meter entfernt ist die Schneekabine.  Hier können sich die Gäste nach dem Saunagang stehend in einer nachgebauten Felsengrotte im  künstlichen Schneewirbel abkühlen und erfrischen. Info: www.meerwasser-wellenbad.de 

2. Tipp: Das Redderhus informiert

Das Redderhus ist das Informationszentrum für Umwelt und Natur im Herzen des Naturparks Hüttener Berge. Im Obergeschoss ist die Dauerausstellung über den typischen schleswig-holsteinischen "Knick" mit interaktiven und multimedialen Installationen und Modellen eingerichtet, die man individuell oder in Gruppen sowie, bei Voranmeldung mit Führung, besichtigen kann. Im Untergeschoss befindet sich ein großer Medien- und Vortragsraum. Die Mitarbeiter des Infozentrums vermitteln Übernachtungsmöglichkeiten in der Region, geben Auskünfte über Ausflugsziele, verleihen Fahrräder (auch E.Bikes) und verkaufen Souvenirs sowie Wander- und Radwanderkarten.

3. Tipp: Groß Wittenseer Mühle "Auguste"

139 Jahre alt und immer noch funktionstüchtig - die historische Windmühle "Auguste" in Groß Wittensee ist ein Wahrzeichen der Region. Die Kappe ist auf einem Zahnrad angebracht und dreht sich mit dem Wind. Auf diese Weise kann die Windkraft optimal genutzt und Weizen, Roggen und Dinkel zu Mehl verarbeitet werden. Müller Hans Lemke kümmert sich mit den Mitgliedern eines Mühlenvereins  um die seit 1972 unter Denkmalschutz stehende Mühle. Hans Lemke steigt regelmäßig mit Feriengästen und Einheimischen "Auguste" unters Dach und erklärt die Technik der Mühle, die nach seiner Großmutter benannt ist.

4. Tipp: Meer erleben im OIC

Im Zentrum des Ostsee Info-Centers (OIC) steht das Fühlbecken, ein drei mal vier Meter großes, 90 Zentimeter hohes Aquarium. Der seitliche Blick über den lebendigen Grund des Aquariums vermittelt einen unvergleichlichen Eindruck. Neben dem Beobachten besteht auch die Möglichkeit, die in dem Becken lebenden Pflanzen und Tiere zu fühlen So können die Gäste den Plattfischen über die Haut streichen, die Strandkrabben fassen und spüren, wie sich die Seesterne auf ihrer Hand festsaugen. Während der Sommermonate werden im OIC Kreativ-Programm für die ganze Familie abgeboten: Bernsteinschleifen oder auch Kunst aus Strandgut. www.ostseeinfocenter.de

5. Tipp: Der Wittensee – Relikt der Eiszeit

Der Wittensee ist zusammen mit dem Bistensee während der Weichsel-Eiszeit entstanden. Der See hat eine Wasserfläche von fast zehn Quadratkilometern qkm und einen mittleren Wasserstand von knapp vier Metern, die maximale Tiefe beträgt 20,5 Meter und er verfügt über eine Uferlänge von 14,9 Kilometer. Am Wittensee gibt es fünf offizielle Badestellen: Bünsdorf, Sande, Badestelle am Campingplatz in Groß Wittensee, Badestelle -Seegarten- in Groß Wittensee und die Gemeindebadestelle Habyer Straße. Im Sommer wie im Winter ist der Wittensee ein wichtiges Wassersportgebiet - für Schwimmer, Segler, Eissegler und Eisangler.

6. Tipp: Süßes aus der Bonbonkocherei

Ein Besuch in Bonbonkocherei Eckernförde darf nicht fehlen. Die Geschäftsidee von Heike Herbst und Hermann Hinrichs hat sich nicht nur in Schleswig-Holstein einen Namen gemacht, sondern weltweit. 2006 haben die beiden ihre Manufaktur eröffnet. Mit ihrem Team stellen die beiden über 100 eigene Bonbon-Sorten her. Die Angestellten arbeiten im Verkauf, als Konditormeisterin, Bäckergeselle oder Techniker. Zum Erfolgsrezept gehört auch, dass die Kunden vom Verkaufsraum aus durch große Glasscheiben jeden Schritt der Bonbonherstellung verfolgen können.

Täglich strömen Hunderte Menschen in die Manufaktur, die nur wenige Meter vom Hafen entfernt in einem Hinterhof der Einkaufsstraße liegt. Viele kommen nur wegen der Bonbonkocherei nach Eckernförde. 15 Mal am Tag gießt das Ehepaar über 150 Grad Celsius heißen Zuckerteig auf die Arbeitsplatte, knetet ihn, vermengt ihn mit natürlichen Aroma- und Farbstoffen und schiebt ihn durch eine Walze, die ihn in die richtige Form presst. Ihre Bonbons liefern Heike Herbst und Hermann Hinrichs bis nach Japan und Australien. Der Erfolg hat sich herumgesprochen. Info: www.bonbobkocherei.de

7. Tipp: Eichhörnchenschutzstation

In der Eichhörnchen-Schutz-Station in Eckernförde im Umwelt-Info-Zentrum werden verletzte und junge Eichhörnchen aufgepeppelt, bis sie wieder ausgewildert werden können.. Die Schutz-Station im UIZ bietet aber auch gehandicapten, nicht auswilderungsfähigen Eichhörnchen die Möglichkeit, ihr Leben in einem naturnahen, aber geschützten Lebensraum artgerecht zu verbringen. Die Station ist täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Sie befindet sich auf dem Gelände des UmweltInfoZentrums am. Der Eintritt ist frei. Über eine Futter- oder Geldspende würden sich die Eichhörnchen jedoch sehr freuen.

8. Tipp: Husky Team Hüttener Berge

Wollten Sie schon immer einmal sibirische Huskies hautnah erleben? Britta Dunker vom Husky-Team Hüttener Berge aus Haby nimmt bietet Fahrten mit dem Hundegespann an. Die Begegnung mit den liebenswerten Fellgesichtern ist ein echtes Abenteuer für Groß und Klein. Regelmäßig bietet Britta Dunker auch Aktionen für Kinder an, bei denen die Kleinen die Schlittenhunde besser kennen lernen. Kontakt: Tel.: 04356 - 99 65 677

9. Tipp: Am, auf und im Bistensee verweilen

Der See entstand in der Weichsel-Eiszeit, die vor 70.000 Jahren begann. Ein gut 3.000 Meter mächtiger Gletscher hinterließ bei seinem Rückzug vor rund 13.000 Jahren mit seinem Schmelzwasser ein Tal und formte mit seinen Moränen die heutigen Hüttener- und Duvenstedter Berge. Die heutige Wasserfläche des Bistensees beträgt ca. 1,54 km². Er ist durchschnittlich 7,5 m tief. Auf dem Campingplatz können Ruderboote gemietet werden. Im Geschäftshaus sind Angelkarten erhältlich auch. Gefangen werden Aale, Barsche, Brassen, Hechte und Karpfen sowie, Zander. Die Badestelle ist ein beliebter Treffpunkt für die gesamte Region und lädt Jung wie Alt zum Verweilen und vor allem Baden ein. Direkt am See liegt die Gaststätte "Seeterrasse".

10. Tipp: Flachsdarre Kirchhorst

In Groß Wittensee ist die einzige, gut erhaltene Darranlage zum Trocknen von Flachs aus dem 19. Jahrhundert in Schleswig-Holstein zu sehen.  Vor der Industrialisieren betrieben die Bauern zusätzlich Schafzucht und Flachsgewinnung für die Herstellung von Kleidungsstücken. Der Weg zur kulturhistorischen Sehenswürdigkeit ist ab Eckernförde ausgeschildert.

 
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