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Radeln in Dithmarschen : Rundfahrt zwischen Elbe und Kanal

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Brunsbüttel ist mit seiner Lage an Elbe und Nord-Ostsee-Kanal ein toller Startpunkt für größere und kleinere Rundtouren mit dem Fahrrad.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 11:17 Uhr

Brunsbüttel | Wir stellen ihnen eine Tour mit der Gesamtlänge von 40 Kilometern durch das südliche Dithmarschen vor, auf der es viel mehr als nur flaches Land, Wasserwege und große Frachter zu bestaunen gibt.

Die Tour in Kürze

Start und Ziel der Rundfahrt zwischen Kanal und Elbe ist der Gustav-Meyer-Platz an den Schleusen in Brunsbüttel. Und so geht es weiter: Kreystraße, Delbrückstraße, rechts in die Ostermoorer Straße abbiegen. Geradeaus weiter in die Blangenmoorer Straße, gleich nach Überqueren der Fritz-Staiger-Straße rechts über den Parkplatz an den Nord-Ostsee-Kanal, links herum und dir nächsten Kilometer auf dem Weg bleiben.

Hinter der  Fähre wird der Büttlerkanal überquert, dann links  in die Straße Zum Kudensee. Weiter im  Querweg bis  Blankenese, links einbiegen, dann rechts in die Hauptstraße, am Denkmal links in die Mühlenstraße. Deren Verlauf bis zur Friedrichshöfer Straße folgen, rechts bis zur Einmündung Hopen.

Alte Landstraße, dann links  wieder Hopen, Hoper Straße, Klaus-Groth-Straße, Am Sportplatz.  Den Sandweg an der Mühle hinunter in die Poststraße. Claus-Harms-Straße, links in die Westerstraße, rechts in die Marner Straße bis Marne. Hafenstraße links bis zum Parkplatz B5 in Diekhusen-Fahrstedt. Dort rechts in den asphaltierten Feldweg bis Diekhusenerwesterdeich, dann links. In Neufeld geradeaus an den Deich, dem Deichverlauf bis Brunsbüttel folgen. Ziel erreicht.

1. Tipp an der Strecke: Wo sich die Pötte durchs Nadelöhr quälen

Die großen Pötte üben seit jeher eine riesige Anziehungskraft – nicht nur auf Sehleute, wie die Traumschiff-Touristen genannt werden – aus. Aber dort, wo sich die großen Kreuzfahrer und Containerriesen durch die Kanalenge zwengen, wird es besonders spannend. An den Kanalschleusen in Brunsbüttel gibt es immer etwas zu erleben. Die Schleusenmeile, die auch einen interessanten Einblick in den Neubau der fünften Schleusenkammer  bietet, hält kulinarische und kulturelle Attraktionen parat. Wer möchte, kann auch an einer Schleusen-Führung teilnehmen. Tourist-Info, Gustav-Meyer-Platz 2, Telefon  04852/836624.

2. Tipp an der Strecke : Kulinarische Schatzkiste

Schon von außen wirkt die Schatulle in Kuden richtig urig. Kein Wunder, das Reetdachhaus ist schließlich fast 200 Jahre alt und strahlt gelebte Geschichte aus. Dafür sorgt auch das Ambiente: Die Besucher der Gaststätte sitzen zwischen alten Küchengeräten und anderen historischen Einrichtungsgegenständen, über dem langen Tisch in der Mitte des Raumes hängt ein original Spreewaldkahn – es ist fast ein bisschen wie in einem Museum. Um die kulinarischen Genüsse kümmern sich seit 2011 Olaf May und Michaela Pade. Das Paar sorgt für abwechslungsreiche Gerichte – mediterrane Küche wird ergänzt durch regionale Angebote. Aber auch wer für Kaffee und Kuchen in der Schatulle einkehren möchte, kann hausgemachte Torten und Dithmarscher Eierkaffee genießen. Die Schatulle, Norderende 14,  Telefon 04855/8132.

3. Tipp an der Strecke: Museum und mehr in Marne

Marne ist weit über die Grenzen Dithmarschens hinaus ein Begriff: als Heimat für das Dithmarscher Pilsener und als Hochburg des norddeutschen Karnevals. Aber Marne ist mehr. Für den 1873 gegründeten Marner Skatclub wurde 1905 ein eigenes Vereinsgebäude errichtet, in dem die Mitglieder ihre Raritätensammlung unterbrachten. 1928 entstand daraus das Skatclubmuseum. Dort finden sich heute zahlreiche kunsthistorische, heimatkundliche und kulturgeschichtliche Stücke, aber auch Funde der Vorgeschichte. Marner Skatclubmuseum, Museumsstraße 2, Telefon 04851/3518.

4. Tipp an der Strecke: Auf der Schiene radeln

Wer vom In-die-Pedale-treten gar nicht genug bekommen kann, hat in Süderdithmarschen sogar die Möglichkeit die Pause seiner Radtour aktiv zu nutzen. Zwischen St. Michaelisdonn und Marne gibt es eine Fahrraddraisine, die hilfsweise auch mit einem Segel durch Windkraft unterstützt wird: die Marschenbahn Draisine. Auf historischen Gleisen kann zwischen Mai und Oktober rund neun Kilometer durch die Marsch geradelt werden. Die Gleise gehörten zur 1875 bis 1878 erbauten "Marschbahn", die seinerzeit dazu diente, den mühsamen und zeitraubenden Transport von Zuckerrüben und Gütern zu erleichtern. Später wurde die Strecke auch für den Personenverkehr frei gegeben und bis zum Jahre 1961 genutzt.

Die heutigen Fahrraddraisinen können vier Personen befördern - während zwei in die Pedale treten, können sich die anderen beiden auf einer Bank ausruhen. Eine Strecke dauert rund eine Stunde. Bei zwei Fahrern können eigene Drahtesel mitgenommen werden, die dann vorn auf der Draisine Platz finden. Das Marschenbahn-Team hält auch weitere Tipps für Ausflüge in die Region bereit und hilft bei der Planung. Infos im Internet unter www.marschenbahn-draisine.de und Buchung telefonisch unter 04851/957686.

 

Der flache Kudensee ist der größte See im Kreis Dithmarschen und einen Besuch wert. Foto: sh:z
Der flache Kudensee ist der größte See im Kreis Dithmarschen und einen Besuch wert. Foto: sh:z
5. Tipp an der Strecke: Beim Minigolf muss das Runde ins Runde

Locker in der Hüfte, ausholen und eleganter, gefühlvoller Schwung nach vorn. Der Ball rollt über die Bahn, erklimmt die Schräge fliegt ein Stück durch die Luft und landet kurz vor dem Loch. Spannung, Sport und Spaß sind beim Minigolf garantiert – und der Minigofclub (MGC) Brunsbüttel bietet die passende Anlage dafür. Auf dem idyllisch gelegenen Minigolfplatz neben dem Freizeitbad LUV können große und kleine Minigolfer ihr Talent beweisen. Die Anlage ist während der Saison, Beginn ist am 29. März, nachmittags bis 18 Uhr geöffnet. Erwachsene zahlen 2,30, Kinder 1,20 Euro. Minigolf-Platz, Am Freizeitbad, Telefon: 04852/5306115.

6. Tipp an der Strecke: Mit den Kahnschiffern auf die Au

Entspannen, einfach nichts tun, die Seele baumeln lassen - wer nach einigen Kilometern im Sattel eine ruhige Abwechslung sucht, kommt in Süderdithmarschen um einen Törn mit den original Spreewaldkähnen nicht vorbei. Die traditionellen blau-gelben Boote der Kudener Kahnschiffergilde sind weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und locken jedes Jahr ganze Reisegruppen in den Luftkurort Burg.

Bis zu 25 Personen passen in einen Kahn, der von einem Schiffer nach althergebrachter Art gestakt wird. Zuvor gibt es auf Wunsch Kaffee und Kuchen. Während der Fahrt auf der Burger Au erleben die Fahrgäste die wunderschöne Natur im Süden Dithmarschens. Die Fahrten dauern etwa eineinhalb Stunden und können auch mit anderen Aktivitäten in der Region kombiniert werden. Die Saison geht vom 1. Mai bis 30. September.

Die Kudener Kahnschiffer Gilde wurde 1994 gegründet und begann mit einem Boot. Ihre Zielsetzung ist es, alte Wasserwege und Häfen neu zu beleben und zu erhalten. Heute sind mehrere Kähne im Einsatz. Info und Tourbuchung im Touristik-Büro Burg, 04825/1444, und bei Marlis Steinhagen, 04825/903588.

7. Tipp: Die Natur hautnah erleben – im Burger Waldmuseum

Wer Natur hautnah erleben möchte, dazu aber noch viel Wissenswertes rund um unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt erfahren möchte, ist im Burger Waldmuseum genau an der richtigen Adresse. Führungen ins Reich der Fledermäuse, Vorträge zu Kammolch und Teufelskralle – die, obwohl  selten, beide in Burg vorkommen – und ein Waldspielplatz bieten für jede Altersgruppe gute Unterhaltung.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 2 und für Kinder ein Euro. Die Außenanlagen sind kostenfrei zu besuchen. Die Saison beginnt im Frühjahr und geht bis Ende Oktober. Gruppenführungen sind nach telefonisch Absprache möglich.

Infos im Internet www.burger-waldmuseum.de und telefonisch 04825/2985.

8. Tipp: Baden neben riesen Pötten im Freibad Ulitzhörn

Ein Sprung ins kühle Nass ist immer eine gelungene Abwechslung, wenn man den ganzen Tag in die Pedale tritt. Ein ganz besonderes Badevergnügen bietet in Süderdithmarschen das Freibad Ulitzhörn in Brunsbüttel. Wer dort auf der Liegewiese in der Sonne döst, hat einen tollen Blick auf die großen Pötte, die den Nord-Ostsee-Kanal queren oder die Elbe entlang schippern. Unweit der großen Kanalschleuse gibt es Badespaß mit Wasserrutsche sowie Strandkörbe und Grillplatz. Auch Sportspaß wie Beachvolleyball, Fußball, Basketball, Tischtennis und Boule ist dort möglich. Infos im Internet unter www.brunsbüttel.de und www.ffu-online.de.

9. Tipp:  Audioguide - Stadtrundgang mit dem Kirchspielvogt

Eine  ganz individuelle  Stadtbesichtigung ist im alten Brunsbüttel möglich. Dort ermöglicht ein audio-visueller Spaziergang durch den historischen Ortskern einen lebendigen Stadtbummel. Der   handliche und leicht bedienbare "itour-Guide" ermöglicht eine ganz andere Wahrnehmung der  Sehenswürdigkeiten. Einfach das Gerät umhängen, Köpfhörer aufsetzen – und schon versetzt der  spannende Dialog zwischen Geschichtsstudentin Jette Peters und dem Kirchspielvogt aus dem  17. Jahrhundert, Matthias Boie, den Besucher ins Brunsbüttel vergangener Tage. Das Gerät für die Tour rund um das historische Marktgeviert kann vor Ort  im Heimatmuseum ausgeliehen werden.

10. Tipp: Der Kudensee - ein Flachwasserjuwel

Der Kudensee ist mit fast 39 Hektar Fläche der größte See im Kreis Dithmarschen - immer einen Abstecher wert. Seit 1935 steht der maximal 1,2 Meter tiefe Flachwassersee mit seiner Umgebung unter Naturschutz. Das Gebiet besitzt größere Röhrichtzonen, Bruchwaldreste und Weidengebüsche. Das rund drei Kilometer lange, bewachsenen Ufer dient der Rohrdommel als Brutstätte und ist Rastplatz für zahlreiche Zugvögel. 2006 wurden in dem Gewässer, das dem Kreis Dithmarschen und der Stiftung Naturschutz gehört, 14 verschiedene Fischarten gezählt.

 
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