zur Navigation springen

Radtour an der Lübecker Bucht : Auf den Spuren der Buddenbrooks

vom

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2014 | 16:38 Uhr

Lübeck | Zugegeben: Originell ist die Idee einer Radtour von Lübeck nach Travemünde nicht, verlockend ist sie aber allemal, denn die hübsche Tochter der Hansestadt gehört zu den schönsten Seebädern in der Lübecker Bucht. "Nach Travemünde geht es immer geradeaus" - Thomas Mann machte das Seebad für "Buddenbrooks"-Sprösslinge zum Mekka der Ungebundenheit. Hier verlor die junge Tony ihr Herz an Morten Schwarzkopf, Scheibenhonig und Bratwurst mit Pfeffernusssoße. Also rauf auf die Räder und immer geradeaus. Ungefähr 20 Kilometer liegen vor uns. Wir starten am Lübecker Burgtor. Und bevor man sich auf den Weg Richtung Norden macht, ist das Burgtor einen zweiten und dritten Blick wert: Es ist neben dem Holstentor die einzige von ehemals vier Toranlagen der Stadtbefestigung, die noch erhalten ist. Hier drangen am Mittag des 6. November 1806 Napoleons Truppen in die Stadt ein und die ersten Meter unserer Radtour gehörten damals zum heftig umkämpften Gebiet.

 
Die Tour in Kürze

Vom Burgtor auf die Travemünder Allee, an der Bahnbrücke links in den Glashüttenweg, dann den Torneiweg entlang, schließlich durch die Straße An der Hülshorst. Am Ende über einen breiten Waldweg durch den Schellbruch und über den Treidelpfad zum Fischerdorf Gothmund. Weiter auf dem Pfad an der oberen Hangkante entlang oder auf dem Fischerweg bis zum Dorfende. Abbiegen in den  Gothmunder Weg und dem Wanderweg folgen. Im Wald links halten – zwischen Traveufer und Spülfeld erreicht man auf einem Schotterweg den Herrentunnel. Hier ersetzt ein kostenloser Bus-Shuttle rund um die Uhr den Fuß- und Radweg.

Am anderen Ufer angekommen, am Fußgängerüberweg Kieselgrund links abbiegen und nach etwa 350 Metern links unter der Bundesstraße 75 hindurchfahren. An der nächsten Kreuzung geht’s geradeaus, über einen Bahnübergang und nach 100 Metern halbrechts. An der folgenden Straßengabelung geradeaus und dann Richtung Pöppendorf. Dort links in die Hauptstraße abbiegen und am Ortseingang Ovendorf rechts in die Ovendorfer Straße. In Ivendorf vor dem Dorfteich links in den Frankenkrogweg fahren, anschließend links in die Ivendorfer Landstraße und dieser bis zum Teutendorfer Weg folgen. Gleise kreuzen, links in die Travemünder Landstraße einbiegen. Der Torstraße folgen, dann rechts in die Kirchenstraße. Rechts Richtung Trave, links auf die Vorderreihe, in deren Verlängerung durch den Yachthafen auf der Travepromenade zum Strand.

 

Wen die Geschichte weniger lockt, der genießt einfach den Weg hinaus aus der Stadt in die Sommerfrische, die spätestens am Schellbruch, einem bedeutenden Naturschutzgebiet am unteren Trave-Lauf zwischen den Ortsteilen Karlshof, Israelsdorf und Gothmund, beginnt. Seine Größe, 1,5 Quadratkilometer, entspricht in etwa der der Lübecker Altstadtinsel. Auf engstem Raum liegen Fluss, Lagunen, Süßwasserteiche, Bach, Gräben, zeitweilig überschwemmte Wiesenflächen und Waldtümpel beieinander und sind - zusammen mit gewaltigen Schilfflächen - ein Paradies für Vögel. 200 Arten wurden hier gezählt, 90 haben hier gebrütet. Ein Aufenthalt ist unbedingt empfehlenswert - und ein Fernglas ein nützliches Utensil.

Weiter geht es auf dem alten Treidelpfad auf Gothmund zu - und schon wieder sind wir mittendrin in der Geschichte: Treideln bezeichnet das Ziehen von Schiffen per Mannes- oder Zugtierkraft. Stromaufwärts, versteht sich. Und dann ist Gothmund in Sicht. "De vischere to deme Godmunde, tegen Symesen awer liggende" (Die Fischer zu Gothmund liegen gegenüber Siems), heißt es in einer ersten Erwähnung dieser verwunschenen Siedlung aus dem Jahr 1502. Die diente zunächst Fischern als Zwischenstation auf der langen Rückreise zu den Lübecker Häfen. Sonnenbeschienen und vogelbezwitschert scheint das Dörfchen mit seinen Reet gedeckten Häusern aus der Zeit gefallen. Die Siedlung ist gänzlich autofrei, ein Schilfgürtel trennt den natürlichen Schutzhafen von der Trave ab, hier liegen auch noch Fischerboote. Hochspannungsmasten, die am anderen Traveufer aufragen, wirken in dieser dörflichen Idylle geradezu grotesk. Hier muss man einfach absteigen und gucken.

1. Tipp: Stein auf Stein

Lübeck ist Backstein. Am prächtigsten präsentiert der sich unter den Dächern der berühmten sieben Türme - Marienkirche (und Dom (jeweils zwei Türme), Petri, Aegidien und Jakobikirche) - und natürlich am Rathaus und am Holstentor, dem berühmten Entree der Stadt.

Ganz unbescheiden aber zu Recht gilt die Marienkirche, die im 13. Jahrhundert als durchaus kämpferische Antwort auf den Dombau Heinrich des Löwen entstand, als "Höhepunkt norddeutscher Backsteingotik". Höchster Punkt der Altstadtinsel ist sie allemal und beherbergt obendrein mit 38,5 Metern im Mittelschiff das höchste Backsteingewölbe der Welt.  Ein Besuch lohnt sich, kostet allerdings  jeden, der nicht zur Andacht kommt,  zwei Euro Eintritt.

2. Tipp: ... und weiter geht’s

Sie sind in Travemünde angekommen und noch längst nicht müde? Dann auf zu einer Fahrt von der Travemündung aus über das Brodtner Steilufer nach Niendorf und zurück. Etwa 16,5 Kilometer ist diese Rundtour lang und hat außer wunderbaren Ostseeblicken hinreißende und interessante Naturspektakel zu bieten. Die Hermannshöhe – hier findet der Wanderer eine kleine Gastronomie – ermöglicht eine spektakuläre Aussicht auf die Lübecker Bucht, nördlich schließt sich das Brodtener Ufer, ein so genanntes lebendiges Riff, an, das im Frühling von unzähligen Uferschwalben-Pärchen bewohnt wird, die in Nisthöhlen ihre Jungen aufziehen. Die Warnschilder, die auf die abbröckelnde Steilküste hinweisen, sind unbedingt ernst zu nehmen, Absperrungen dürfen nicht übertreten werden!

Im Ostseeheilbad Niendorf schließlich findet sich ein kleiner Fischerhafen und mit 1000 Tieren aus mehr als 250 Arten auf einer Fläche von sieben Hektar einer der größten Vogelparks Deutschlands. Beherbergt sind hier die weltweit umfangreichste Sammlung von Eulen (150 Tieren aus 47 Arten) und europaweit die umfangreichste Sammlung von Störchen (15 Arten). Über Brodten geht es wieder zurück nach Travemünde. Wer nun doch müde ist: Die Züge nach Lübeck fahren stündlich.

3. Tipp: Paradies mitten in der Stadt

Zu den friedlichsten Orten Lübecks zählt der Schulgarten an der Wakenitz unmittelbar neben der Naturbadeanstalt Falkenwiese. Die Anlage ist ein öffentlich zugänglicher Botanischer Garten und im Frühling ein Blütenmeer aus Zwiebelpflanzen. 1913 von dem Gartenarchitekten Harry Maez realisiert, wird die Anlage jetzt 100 Jahre alt. Neben einem Senk- und einem Heidegarten, neben Alpinium, Feuchtbiotop und Bruchwald finden sich hier Nutz- und Bauerngarten sowie ein Lehrgarten für Pflanzenverwandtschaft und Vererbung.

Zwei Plastiken, das "Wasserschöpfende Mädchen" von Ernst Müller-Braunschweig und der "Panther" von Fritz Behn, sind hier ebenfalls zu sehen. Eigentlich mitten in der Stadt, ist der Schulgarten ein Paradies und hat in den Sommermonaten auch etwas für Hungrige und Durstige zu bieten, denn dann betreibt die Vorwerker Diakonie im gläsernen Gewächshaus, das in der kalten Jahreszeit empfindliche Gewächse beherbergt, ein Café.

Vom Burgtor aus ist der Schulgarten etwa 1,4 Kilometer entfernt und wie folgt zu erreichen: die Burgtorbrücke stadtauswärts den Gustav-Radbruch-Platz anfahren, rechts halten und rechts die Falkenstraße nehmen, nach etwa 900 Metern links abbiegen auf die Attendornstraße, nach weiteren 300 Metern nach links auf die Straße Wakenitzufer.

4. Tipp: Knusprig und lecker

Ostseebad ohne Fischbrötchen ist wie Strand ohne Sand. Und natürlich gibt es auch im Fischerort Travemünde an fast jeder Ecke leckere Exemplare zu kaufen.  Zum Feinsten, was es da zu beißen gibt, gehören die jeweils frisch aufgeschnittenen und nach Kundenwunsch mit Krabben, Salaten, Räucher- oder Bratfisch belegten Brötchen bei Fisch Wöbke. In 43 Jahren ist das in zweiter Generation geführte Geschäft an der Kurgartenstraße/Ecke Rose seinem Geheimtipp-Charakter entwachsen. An schönen Tagen ist der kleine Laden entsprechend voll und an sehr schönen Tagen stehen die Fischfans leider auch mal bis auf die Straße in der Schlange. Es lohnt sich aber.  www.fischwoebke.de.

5. Tipp: Mit der Fähre zum Segler

So nah und - scheinbar - doch so fern: In Travemünde liegt stolz am anderen Flussufer die Viermast-Stahlbark "Passat", einer der legendären Flying P-Liner der Reederei F. Laeisz und heute das Wahrzeichen des Ortes. 1959 wurde der Frachtsegler von der Stadt Lübeck gekauft und damit vor dem Abwracken gerettet, seit 1960 ist er Museeumsschiff, Jugendherberge, Veranstaltungsort, seit 1978 steht die "Passat" unter Denkmalschutz.

Sie liegt in dem nach ihr benannten Hafen an der Halbinsel namens Priwall und ist per Fähre zu erreichen. Für die Auto- und Personenfähre beträgt die Wartezeit je nach Saison 5 bis 15 Minuten; im Sommer ist tagsüber zusätzlich eine Personenfähre eingesetzt. Eine Überfahrt kostet für Erwachsene 1,10 Euro, für Kinder 80 Cent (pro Fahrrad ebenfalls 80 Cent). Die "Passat" ist für Besucher von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet; Erwachsene zahlen für eine Besichtigung vier, Kinder zwei Euro.

Wir verlassen das alte Gothmund auf dem Fischerweg (hier stehen die Häuser Nummer 10 bis 18 unter Denkmalschutz) und peilen eines der neuen und in jeder Hinsicht spektakulären Bauwerke an, den 866 Meter langen Herrentunnel, der seit seiner Eröffnung vor acht Jahren die sanierungsbedürftige, inzwischen abgerissene Herrenbrücke ersetzt - und, kaum dass der Jubel über den Bau verebbt war, zu einem städtischen Problemkind wurde. Zu wenige Autofahrer wollen ihn nutzen, denn er kostet Mautgebühren und die sind - zu wenige Nutzer, zu geringe Einnahmen - seit seiner Eröffnung von 90 Cent pro einmaliger Pkw-Durchfahrt auf aktuell 1,50 Euro gestiegen.

Uns Radfahrer allerdings interessiert das nicht, denn wir dürfen kostenlos passieren. Für Fußgänger und Radler ist zwischen Herreninsel und Lübeck Siems ein Bus-Shuttle installiert, der rund um die Uhr (nachts per Rufbereitschaft) verkehrt. Zwölf Sitzplätze gibt es im Bus, der übrige Platz ist für den Transport von Rädern und Rollstühlen präpariert. Weiteren Fahrrädern und Mofas bietet ein spezieller Anhänger Platz.

Die Lübecker Altstadt und ihre Gänge. Foto: Staudt.
Die Lübecker Altstadt und ihre Gänge. Foto: Staudt.

 

Pöppendorf, Ovendorf, Ivendorf - noch immer sind wir in urbaner Nähe, doch die Ortsnamen klingen eindeutig nach Frühling, Sonne, frischer Luft. Und dann steigt der Duft des Meeres in die Nasen. Die Travemünder Landstraße führt uns hinein ins Seebad an der Travemündung. An der Vorderreihe passieren wir die Alte Vogtei, ein Backsteingiebelhaus, einst Sitz des Lübecker Vogts, im 20. Jahrhundert Polizeiwache, heute Geschäftshaus. Hier muss man rein, um - schon wieder Geschichte! - im Anbau das Deckengemälde mit den zwölf Köpfen römischer Kaiser zu betrachten, das bei Sanierungsarbeiten 2006 entdeckt wurde.

Das Panorama ist phänomenal. Rechts liegt am anderen Traveufer die "Passat", auf unserer Seite steht der 31 Meter hohe alte Leuchtturm, einer der ältesten Deutschlands, im Schatten des höchsten Leuchtfeuers in Europa in 115 Metern Höhe auf dem Dach des Hotels Maritim. Seine Bedeutung als Seezeichen hat der alte Backsteinbau verloren, er ist Museum, Kulturdenkmal und allemal schöner als sein Nachfolger. Weiter geht es auf die nagelneue Promenade, der man zum Glück die alten schmiedeeisernen Geländer zum Wasser hin gelassen hat. Und nun gibt es nur eines: den Strandkorb mit Blick auf Ostsee, Schiffe, Möwen und den Horizont.

6. Tipp: High Speed Sailing

Lust auf etwas ganz Besonderes? In Travemünde bieten die Segel-Brüder Helge und Christian Sach, Welt-, Europa- Deutsche Meister, auf ihrem 10-Meter High-Tech-Katamaran M32 "Topspeed schon bei Leichtwind". Gruppen oder Einzelpersonen können sich tage- oder stundenweise auf diesem modernsten aller Katamarane als Crew-Mitglieder ausprobieren. Segelerfahrungen nützen bei diesem Abenteuer, sind aber keine Bedingung zur Teilnahme. Kontakt ist über die Rufnummern 04521 6656 oder 04521 74 287.

7. Tipp: TheaterFigurenMuseum

Buddenbrook-, Günter Grass- und Willy Brandt-Haus, Holstentor, Museumsquartier St. Annen, Behnhaus/Drägerhaus, Museum für Natur und Umwelt - Kulturtempel gibt es reichlich in Lübeck. Ein Haus der sehr besonderen Art ist das "TheaterFigurenMuseum" an der Straße Kolk 14 zu Füßen der Petrikirche. Handpuppen, Marionetten, Stab- und Fingerpuppen, Schattenspielfiguren, Gliederpuppen und mechanische Figuren aller Art, - rund 1000 Figuren aus drei Jahrhunderten von überall her aus der Welt sind in 400 Jahre alten Kaufmannshäusern untergebracht, ihnen zur Seite: Plakate, Instrumente, Requisiten, Kulissen. Kasper, Krokodil und Schutzmann sind hier ebenso zu sehen wie exotische Figuren aus Afrika und Asien. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr. Und gleich nebenan: Das Figurentheater mit Inszenierungen für kleine und große Besucher. Den Spielplan gibt es unter www.figurentheater-luebeck.de.

8. Tipp: Schiffergesellschaft

Mehr Tradition geht kaum: In der Lübecker Schiffergesellschaft, dem Restaurant, das der Schriftsteller Hans Leip als "klassischte Kneipe der Welt" bezeichnete, wird der Besucher empfangen wie die Kapitäne im 16. Jahrhundert. 1535 prangt als Jahreszahl über dem Eingang Breite Straße 2, gleich darunter ein Bild der "Adler von Lübeck", dem im Jahr ihrer Indienststellung 1567 größten Kriegsschiff der Welt. Wer eintritt, steht vor "Gelagen" - Bankreihen aus Planken, wie sie im Schiffsbau verwendet wurden. Hier saßen, geordnet nach Bruderschaften oder Zielhäfen, einst die Kapitäne.

Das Kapitänszimmer ist jeden ersten Dienstag im Monat noch immer Treffpunkt der Schifferbrüder, die sich einst "zu Hilfe und Trost der Lebenden und Toten und aller die ihren ehrlichen Unterhalt in der Schifffahrt suchen" zusammentaten. Heute gibt es hausgebeizte Heringe, Labskaus und "Kapitänsschüssel" auch für Landratten. Tel. 0451 76776.

9. Tipp: Marzipan!

Was für Geschichten! Während einer Hungersnot um 1407 sollen die Lübecker aus ihren letzten Lebensmitteln - ausgerechnet Zucker und Mandeln - eine Masse namens Marzipan hergestellt und zu Brot geformt haben. Gelegentlich erzählen Lübecker auch, dass, um Eindruck zu schinden, solche Brote auf Belagerer der Stadt geworfen worden seien. Alles Märchen! Wahr ist, dass die Süßigkeit aus dem vorderen Orient stammt und in den Lübecker Zunftrollen erstmals 1573 als "Martzapaen" erwähnt wird.

Als Marzipanstadt wird Lübeck aber erst nach 1800 berühmt; und das ist dem aus Ulm stammenden Johann Georg Niederegger zu danken, der erst als Geselle beim Meister Maret arbeitete und später seine eigene Konditorei begründete. Beide Häuser existieren nach wie vor nur einen Steinwurf weit voneinander entfernt im Schatten des Rathauses. Der eigenen Tradition verbunden, beherbergt Niederegger mit dem Marzipansalon eine Art Museum mit zwölf lebensgroßen Persönlichkeiten aus Mandelmasse im Mittelpunkt. Der Eintritt ist hier kostenlos. Die Herstellung von Marzipan wird übrigens auch in anderen Lübecker Häusern - Erasmi & Carstens, Lubeca, Marzipanland, Mest - traditionell gehütet. Lübecker Marzipan ist übrigens eine von der EU geschützte Herkunftsbezeichnung.

10. Tipp: Gänge

Eng wurde es im florierenden Lübeck des 14. Jahrhunderts, denn der wirtschaftliche Aufschwung lockte immer mehr Menschen in die Stadt. In der allerdings war der Platz begrenzt. Die Menschen wussten sich zu helfen und bebauten die Hinterhöfe mit so genannten Buden mit etwa 30 Quadratmetern Grundfläche, die lediglich über einen schmalen Gang zu erreichen waren. Bedingung war, dass ein Sarg hindurchpassen musste.

Heute sind die rund 90 erhaltenen Höfe und Gänge liebevoll restauriert und begehrte Wohnobjekte. Herrliche Namen wie Dunkelgrüner Gang, Römisches Reich oder Rosenhof finden sich da. Betreten ist erlaubt - am besten mit einem Stadtführer, der die schönsten Beispiele aus dem Effeff kennt. www.luebecker-stadtfuehrer.de.

 

Wer jetzt noch mag, fährt weiter Richtung Norden nach Niendorf. Oder zurück. Oder genießt wie Tony Buddenbrook das Meer und nimmt den Zug nach Lübeck. Vom denkmalgeschützten und gerade renovierten Strandbahnhof fährt der jede Stunde.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen