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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag in Eckernförde

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Wie aus einer maritimen Lage ein kleines Juwel entsteht.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:16 Uhr

Eckernförde | Oft wird geschwärmt, wenn von Eckernförde die Rede ist. Warum gefällt diese kleine Stadt so vielen Menschen?

Na klar, sie liegt am Meer – und wie. Fast scheint es, als würde die Ostsee die Stadt in den Arm nehmen. Eckernförde besteht aus einer langen Küstenlinie mit einem feinen Sandstrand, der von der Altenhofer Steilküste und der Strömung verlässlich mit Nachschub versorgt wird. Die Altstadt, die zuletzt während der großen Sturmflut 1872 verwüstet wurde, ist auf einem Nehrungshaken erbaut. Strand, Hafen und die lebendige Innenstadt liegen nur einen Steinwurf voneinander entfernt – so wie in kaum einer anderen Stadt. Die Lage allein ist’s nicht, man hat auch viel draus gemacht. Durch sorgsame Stadtentwicklung und eine außerordentlich rege Bautätigkeit werden die Vorzüge noch stärker zur Geltung gebracht.

Groß geworden ist Eckernförde durch den Seehandel, den Fischfang und die vielen Fischräuchereien. Heute ist die Marine mit ihren U-Booten und rund 3000 Dienstposten der größte Arbeitgeber. Wirtschaftliche Bedeutung haben die Firmen Behn (Kleiner Feigling), Sauer & Sohn (Pistolen) und Punker (Ventilatorräder). Weitere Standbeine sind der Einzelhandel und der Tourismus.

1. Tipp: Eckernförde, die Stadt am Meer

Ganz klar, in Eckernförde führt der erste Weg ans Wasser. Und das ist gar nicht schwer: Eckernförde wird umflossen. Zum Baden und Spazierengehen geht’s an den vier Kilometer langen, gebührenfreien Kurstrand, wer große Traditionssegler und Fischkutter sehen oder zu einem Angeltörn aufbrechen möchte, wird am Hafen fündig, wo auch ein Butterschiffmuseum eröffnet werden soll. An Strand und Hafen kann man segeln und surfen lernen und  Segelboote chartern. Und am Windebyer Noor warten grüne Wanderwege und an der Ostseeküste reizvolle Steilufer wie zum Beispiel in Altenhof und Hemmelmark.

2. Tipp: Big Five: die großen Stadtfeste

Eckernförde lockt jedes Jahr viele Tausend Besucher an: Aal-Regatta (Pfingsten), Welcome-Race zur Eröffnung der Kieler Woche im Juni, Sprottentage im Juli und das Internationale Naturfilmfestival Green Screen im September. Das beliebte Festival am Eckernförder Südstrand, bei dem schon Stars wie Joe Cocker, Rod Stewart, die Fantastischen Vier und Stanfour aufraten, fällt 2013 aus.

3. Tipp: Hot Spot: Schweiß, Salz, Schnee

So etwas gibt es in ganz Deutschland nicht: Eckernfördes brandneue Sauna „Hot Spot“ im Meerwasserwellenbad glänzt mit vier großen Saunen, zum Teil mit Ostseeblick und Strandzugang, und der einzigartigen Kombination aus Salzgrotte und Schneekabine. Schwitzen, ruhen, Klimareise an die Nordsee, Schnee-Abreibung und hinterher ein Bad im Meerwasserwellenbad oder im Meer - alles ist möglich. Ein Masseur lockert die Muskulatur und im Bistro gibt’s Salate und Cocktails. Sauna Hot Spot im Meerwasserwellenbad, Preußerstraße, Tel.: 04351/905400, www.meerwasser-wellenbad.de. 

4. Tipp: Pflege für das Wappentier

Eckernförde tut etwas für sein Wappentier: Neben dem Umwelt-Info-Zentrum (Tipp 24) am Noorwanderweg hat die Eichhörnchen-Schutzstation ihre Freigehege aufgebaut. Dort werden Findeltiere bis zur Auswilderung gepflegt. Gehandicapte Tiere, die in der Natur keine Überlebenschance hätten, kriegen dort ihre „Gnaden-Nüsse“. www.eichhoernchen-eck.de

5. Tipp: Zeitreise ins historische Landleben

Auf eine Zeitreise können sich Besucher in der Mühle „Anna“ und der „Alten Sägerei“ in Rieseby machen. Dort lädt eine liebevoll und detailgetreu ausgestattete Holländer-Galeriemühle mit Heimatmuseum und Ausstellung historischer Handwerke ein. Sonnabends, sonntags 14 bis 17 Uhr, www.muehle-anna.de.

Sieseby ist geprägt von Reetdachhäusern im Fachwerk-Stil. Foto: M. Staudt
Sieseby ist geprägt von Reetdachhäusern im Fachwerk-Stil. Foto: M. Staudt
6. Tipp: Süßes Vergnügen in der Bonbonkocherei

Ein süßes Vergnügen ist der Besuch der Bonbonkocherei, eine Attraktion für Touristen und Einheimische. Die Besucher erleben hautnah mit, wie aus heißer Rohmasse leckere Bonbon werden - ein Genuss für alle Sinne. Frau-Clara-Straße 22, Tel. 04351/ 889986, www.bonbonkocherei.de.

7. Tipp: Offener Marinestützpunkt

Wer das Glück hat, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, kann die modernsten U-Boote der Welt besichtigen, zumindest von außen. Die Marine lädt in den Sommerferien zu einzelnen Tagen des offenen Stützpunktes ein - mit Bootsshuttle.

8. Tipp: Kletterspaß zwischen Baumkronen

Über 80 Elemente bis zu 20 Meter über dem Waldboden, bietet der Natur-Hochseilgarten in Altenhof. Kletterfreunde ab acht Jahren und einer Mindestgröße von 1,10 Meter können sich  durch die Wipfel hangeln. Sogar Rollstuhlfahrer können sich auf ausgewählten Abschnitten versuchen. April bis Mai Di bis So ab 10 Uhr, Juni bis August tägl. ab 9 Uhr, September bis Oktober Di bis So ab 10 Uhr. www.hochseilgarten-eckernfoerde.de.

9. Tipp: Mit dem Husky Team über Stock und Stein

Wer die sibirischen Huskys hautnah erleben möchte, ist beim Husky Team um Britta Dunker bestens aufgehoben. Mit dem Hundegespann geht es durch die Hüttener Berge. Tel.  04356/99 65 677, www.husky-team.de.

10. Tipp: Flächendenkmal Sieseby an der Schlei

Den Charme von Reetdachhäusern im Fachwerkstil können Besucher im Schleidörfchen Sieseby erleben. Eigentümer der Häuser ist die herzogliche Familie Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Reizvoller Wanderweg entlang der Schlei bis Gut Bienebek.

 

 

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