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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag in Husum

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Die Storm-Stadt überzeugt als Kulturstandort mit maritimen Flair.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 12:47 Uhr

Husum | Gesunde luft in einer reizvollen Landschaft mit rauem Charme – dazu jede Menge Kultur und Möglichkeiten, unverfälschte Natur zu erleben. Husum und Umgebung ist ein attraktives Urlaubsziel an der Nordsee. Der Tourismus stellt denn auch ein wesentliches wirtschaftliches Standbein in der Region um Nordfrieslands Kreisstadt dar.

Die Vielfalt des Angebots ist ein echtes Pfund: Sechs Museen bei einer Einwohnerzahl von rund 23000, mit den „Raritäten der Klaviermusik“ und den „Jungen Meistern im Schloss“ zwei Konzertreihen von internationalem Rang, ein weithin beachtetes Figurentheater-Festival und Theodor Storm als literarischer Botschafter: Nur wenige Städte ähnlicher Größenordnung haben auf dieser Ebene so viel zu bieten wie Husum. Und schon mal das „Blütenwunder des Nordens“ bewundert? Millionen von Krokussen verwandeln im März oder April den Schlosspark in einen lilafarbenen Teppich. Dieses Schauspiel währt leider nur kurz, anderen Attraktionen lassen sich die ganze Saison über genießen. Allein der beschauliche Hafen unweit des Marktplatzes! Mehr maritimes Flair geht nun wirklich nicht.

1. Tipp: Die Seele am Hafen baumeln lassen

Der Husumer Binnenhafen mit seinen alten Häusern und dem Restaurant-Schiff, das die Flut zweimal am Tag aus dem Schlick hebt, übt nicht nur auf Touristen eine magische Anziehungskraft auf. Auch Einheimische machen hier gerne Kurzurlaub für die Seele. Man flaniert, lässt sich in einem der vielen Cafés nieder - und atmet tief durch.

2. Tipp: Mit dem Kanu unterwegs

Auch wer kein eigenes Kanu hat, muss nicht auf dem Trockenen sitzen bleiben: In vielen Orten entlang der Treene gibt es Bootsverleiher. Der Fluss ist ein ideales Revier, auch für Anfänger. Böschungen zum Ein- und Aussetzen von Kanus gibt es in Hollingstedt, Norderstapel, Schwabstedt, Friedrichstadt und Fresendelf.

3. Tipp: Traumhaft: Krokusse blühen Millionenfach

Jedes Jahr im März, April verwandeln mehr als vier Millionen Krokusse den Husumer Schlosspark in ein lilafarbenes Blütenmeer - willkommener Anlass für das Krokusblütenfest mit Wahl einer Königin und verkaufsoffenem Sonntag. Aber auch ohne Blumen ist der Schlosspark einen Spaziergang wert.

4. Tipp: Frische Krabben direkt vom Kutter…

...gibt’s auf dem Fischmarkt in Husum - jeden dritten Sonntag von März bis September. Und bei den Krabbentagen im Oktober wird das größte Krabbenbrötchen der Welt angeschnitten.

6. Tipp: Ein Stückchen Schweiz in Nordfriesland

Auf knochentrockenem Flugsandboden ist auf dem Geestrücken bei Joldelund vor mehr als 100 Jahren ein Wald mit Knickanpflanzungen entstanden. In der „Joldelunder Schweiz“ wurden Rennöfen gefunden, mit denen sich Raseneisenerz gewinnen ließ. Aus diesem  Sumpferz wurden dann Waffen und Geräte geschmiedet. Führungen  auf Anfrage, Tel. 04673/873

Der Wind dominiert den Alltag, die Wirtschaft und die Kunst. Foto: Bandixen
Der Wind dominiert den Alltag, die Wirtschaft und die Kunst. Foto: Bandixen
 
6. Tipp: Das mit dem Wind geht schon mal in die Hose

Künstlerin Julia Bornefeld hängte bei der „HusumWindArt 2007“ Windhosen in den Wind. Inzwischen ist ihre Arbeit von der Husumer Ede-Sörensen-Stiftung angekauft worden und Teil des Projekts „Kunstumschlungen“.

7. Tipp: Pharisäer: Rezept gewitzter Insulaner

Die Geburtsstunde des Pharisäers - Kaffee auf Rum mit Sahnehaube - schlug im Elisabeth-Sophien-Koog auf Nordstrand. Laut Überlieferung wollten dort 1872 gewitzte Insulaner bei einer Kindstaufe mit diesem Rezept ihren Alkoholkonsum vor dem gestrengen Pastor verbergen. Pharisäerhof: Tel. 04842/353

8. Tipp: Hier fiel die Klappe für den Schimmelreiter

Vier Kilometer nördlich von Husum, in der Hattstedtermarsch, ist das „Schimmelreiter-Land“. Theodor Storm soll es für seine berühmte Novelle vor Augen gehabt haben. Wer dort Hauke Haiens Spuren sucht, kommt am Schimmelreiterkrug nicht vorbei. 1934 wurde hier die Geschichte um den Deichgrafen verfilmt. Bilder und Dokumente schmücken die Gaststube in Wobbenbüll.                 

9. Tipp: Heilige Quelle lockt Naturliebhaber an

In Bordelum, unweit der Kirche, liegt ein idyllisches Plätzchen, an dem die „Heilige Quelle“ plätschert. Um 1800 glaubte man, das kostbare Nass könne Blinde und Lahme heilen. Heute kommen Naturliebhaber gerne hierher. Doch Vorsicht: Aus der Quelle sprudelt kein Trinkwasser.

10. Tipp: Dicke Fische an der Angel

Lachsforellen, Schleie, Karpfen, Hecht, Zander, Stör, Wels und Aal dürfen auf dem Forellenhof Wester-Ohrstedt geangelt werden. Zwei jeweils rund einen Hektar große Gewässer und ein Kindersee laden zum Angelvergnügen ein. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet. Wester-Ohrstedtfeld, Tel. 04847/809240  

 
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