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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag in Dithmarschen

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Ein Landkreis mit vielen Facetten und lohnenswerten Zielen.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:18 Uhr

Brunsbüttel | Stolz sind die Dithmarscher auf ihre Geschichte. Nicht Könige hatten das Sagen, sondern Bauernführer. Und die rangen 1550 sogar die berüchtigte Schwarze Garde des Dänenkönigs nieder. Die Geschichte begegnet dem aufmerksamen Besucher an vielen Orten. Landwirtschaft ist heute nur ein Standbein, Windkraft ein anderes. Immerhin wurde die erste „richtige“ Windkraftanlage, der „Growian“, im Kaiser-Wilhelm-Koog errichtet.  

Über die Kreisstadt Heide hinaus hat sich die Fachhochschule Westküste einen guten Ruf erworben. Im Süden des Kreises, in Brunsbüttel, befindet sich das größte Industriegebiet des Landes. Doch auch in der Schleusenstadt spielt Tourismus längst eine Rolle. Traditionelle Urlaubermagnete sind  Büsum und Friedrichskoog. Aber auch die Luftkurorte Albersdorf und Burg sind gern gewählte Ziele. Und der Tourismus mit einer Vielzahl attraktiver Angebote wächst beständig. Wer über Dithmarschen spricht, kommt an künstlerischen Größen nicht vorbei: Klaus Groth und Johannes  Brahms etwa lebten in Heide, Friedrich Hebbel in Wesselburen und Boy Lornsen in Brunsbüttel. Die einstige Bauernrepublik hat eben viele Facetten.

1. Tipp: Meist befahrene Wasserstraße

Als meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt ist der Nord-Ostsee-Kanal ein Besuchermagnet. Ob Frachter oder Traumschiff, vom NOK weht ein Hauch von großer, weiter Welt. Entlang der Wasserstraße lässt sich vorzüglich radwandern. Und immer wieder bieten sich Abstecher zu interessanten Zielen im Hinterland des Westküstenkreises an.

2. Tipp: Au-Tour im Spreewaldkahn

Einmalig in Schleswig-Holstein: Gestakte Kahnfahrten mit original Spreewald-Khänen bieten auf der Burger Au ein Erlebnis der besonderen Art. Unterwegs gibt es Kaffee und Kuchen. Di, Do, Sa und So um 14.30 Uhr. Anmeldung am Vortag erforderlich unter 04825/930588 oder info(at)dithmarscher-kahnfahrten.de

3. Tipp: Bedeutendes Gotteshaus

Trotz seines Namens war der Meldorfer Dom nie Bischofskirche. Dennoch ist er eines der bedeutendsten Bauwerke zwischen Hamburg und Ribe (Dänemark). Schon um 820 gab es am Markt eine Feldsteinkirche, die heutige dreischiffige Backsteinbasilika wurde zwischen 1250 und 1300 erbaut.

4. Tipp: Fangfrisch vom Krabbenkutter

In Büsum und Friedrichskoog gibt es sie noch: echte Krabbenkutter, die täglich hinaus in die Nordsee fahren. Wenn sie zurückkommen, verkaufen viele Fischer frisch gekochte Krabben im Hafen direkt vom Kutter. Pulen und genießen.

5. Tipp: Strampeln auf alten Bahngleisen

Einst verkehrte hier die Marschenbahn zwischen St. Michaelisdonn und Marne, heute rollen dort Fahrraddraisinen über die rund zehn Kilometer lange Strecke. Radeln einmal anders - von Mai bis Oktober. www.marschenbahn-draisine.de.

Heuler finden in der Seehundstation in Friedrichskoog zuflucht. Dort kann man die verwaisten Robben hautnah erleben. Foto: Ruff
Heuler finden in der Seehundstation in Friedrichskoog zuflucht. Dort kann man die verwaisten Robben hautnah erleben. Foto: Ruff
 
6. Tipp: Spezialität nicht nur für Akademiker

Das einzige Eiergrog-Seminar mit Diplom in Deutschland wird in Wesselburen angeboten. Auf Wunsch auch mit geführten Touren durch die Hebbelstadt. Terminabsprache: Bruno Bahnsen, 04833/429744, www.eiergrogseminar.de

7. Tipp: Buntes Angebot gegen Langeweile

30 verschiedene Tierarten und 25 Spiel- und Spaßmöglichkeiten vom Geschicklichkeitsparcours über die Seilbahn bis zum Autoscooter bietet der Erlebnispark „Land und Leute“ in Osterwurth bei Wesselburen. Geöffnet 1. April bis 31. Oktober von 10 bis 18 Uhr.

8. Tipp: Einblick in eine geheimnisvolle Welt

Es ist das drittgrößte Museum dieser Art in Europa: Auf 350 Quadratmetern zeigt das Freimaurermuseum in St. Michaelisdonn freimaurerisches Gebrauchsgut von Medaillen über Logenbücher bis zur Bekleidung. Zugang nach Absprache : Dietrich Henck-Neelsen, 04853/1721 oder an jedem ersten Samstag im Monat von 15.00 bis 18.00 Uhr.

9. Tipp: Behindertengerecht angelegtes Angelrevier

Hobby ohne Handicap: Wenige Meter vom Fähranleger Kudensee entfernt wurde der erste Angelplatz für Behinderte am Nord-Ostsee-Kanal eingerichtet.

10. Tipp: Waisenhaus für Seehundbabys

Ein  Rettungsanker für verwaiste Seehundbabys, die Heuler, ist die Seehundstation in Friedrichskoog. Dort werden die Säuger aufgepäppelt – und auch erforscht. Es gibt viele Infos rund um die Tiere. Und ein Aussichtsturm lockt zum Blick bis nach Cuxhaven. Geöffnet: März bis Oktober täglich 9 bis 18:00 Uhr, November bis Februar täglich 10 bis 16 Uhr

 
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