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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag in Rendsburg

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Luxusliner hautnah und ein Spaziergang entlang der Königstafel.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:16 Uhr

Rendsburg | Die Region liegt mitten im Land und wird vom Nord-Ostsee-Kanal in Nord und Süd geteilt: Der Kanal, die Eider und zahlreiche idyllische Seen machen das Gebiet in und um Rendsburg zu einem beliebten Urlaubsziel. So paradox es klingen mag – hier ist der Besucher den riesigen Schiffen aus aller Welt näher als an den meisten Küstenorten. Schließlich ist der Kanal die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt – und im Sommer ziehen die Ozeanriesen vorbei, die einen Hauch von großer, weiter Welt verbreiten. Bei Radtouren oder Spaziergängen am Kanal sind sie ständige Begleiter und zum Greifen nah.

Aber es lohnen sich auch Ausflüge ins Umland und die beiden Zentren der Rendsburger Innenstadt. Neben der mehr als 800 Jahre alten Altstadt empfiehlt sich ein Besuch im Stadtteil Neuwerk. Rund um den Paradeplatz sind die Straßen sternförmig angeordnet – und nach der Sitzordnung an der Tafel des dänischen Monarchen benannt: Im Zentrum der König, daneben Königin, Prinzen, Prinzessin, Grafen– und die Elefantenstraße nach den Träger des Elefantenordens. Rendsburg und Umgebung sind mehr als eine Reise wert.

1. Tipp: Das imposante Wahrzeichen der Region

2013 wurde die Stahlkonstruktion 100 Jahre alt: Die Rendsburger Eisenbahnhochbrücke, von den Einheimischen liebevoll „Eiserne Lady“ genannt, ist das Wahrzeichen der Region. Außerdem ist sie Ziel des Kanal-Cups, zu dem sich in  jedem Jahr die besten Ruderachter der Welt treffen. Wer mit dem Zug von Hamburg nach Flensburg fährt, überquert auf ihr den Nord-Ostsee-Kanal. 

2. Tipp: „Grüne Lunge“ der Stadt Rendsburg

Ein Spaziergang an der Untereider ist nicht nur erholsam für Körper und Geist, sondern auch lehrreich: Zehn Tafeln vermitteln Wissen über die natürlichen Besonderheiten dieses Naherholungsgebiets. Die Eider, der längste Fluss des Landes, ist in den 1970er Jahren durch eine Straßenkreuzung unterbrochen und in Ober- und Untereider geteilt worden. Dennoch bietet sich das idyllische Ufer der Untereider für einen ausgedehnten Spaziergang an.

3. Tipp: Wo Schiffe durch die Wiesen fahren

Viele Touristen glauben beim ersten Mal an eine Erscheinung: Sie fahren mit dem Auto durch das flache Land - und plötzlich scheint ein riesiges Schiff durch die Wiesen zu steuern. Der Nord-Ostsee-Kanal ist allgegenwärtig. Und darum darf man sich auch nicht über außergewöhnliche Verkehrsregeln wundern: So ist zwischen Rendsburg und Breiholz  Fernlicht verboten - die Kapitäne der Schiffe könnten geblendet werden.

4. Tipp: Über den Kanal, unter dem Kanal

Die Schwebefähre unter der Hochbrücke ist ein technisches Unikum und wohl bald Unesco-Welterbe. In den Sommerferien wird das gute Stück meist repariert. Dann kann man auf den Fußgängertunnel ausweichen, zu dem am Conventgarten eine Rolltreppe steil in die Tiefe führt.

5. Tipp: Schöner Ausblick mit Bismarck

Der knapp 100 Meter hohe Aschberg ist ein beliebtes Ausflugsziel in den Hüttener Bergen. Von dort hat man einen schönen Rundblick auf die Landschaft, bei guter Sicht bis nach Kiel und Schleswig. Am höchsten Punkt steht eine sieben Meter hohe Statue des ehemaligen deutschen Reichskanzlers Otto von Bismarck, der Schwert und Kaiserkrone in den Händen hält.

Am Rendsburger Rathaus. Foto: Andreas Breitner
Am Rendsburger Rathaus. Foto: Andreas Breitner
 
6. Tipp: Schönster Stadt-Platz

Der historische Altstädter Markt ist eines der Schmuckstücke der Stadt. Es lohnt sich ein Besuch des Alten Rathauses, dessen Ursprünge auf das Jahr 1566 zurückgehen. Es verfügt über ein Glockenspiel, das alle zwei Stunden bekannte Volksweisen erklingen lässt.

7. Tipp: Vogelbeobachtung im Moor

Der Blick von der Aussichtsplattform am Loher Weg in Fockbek auf das 379 Hektar große Naturschutzgebiet Fockbeker Moor lohnt sich. Hier brüten rund 60 Vogelarten. Das Moor beherbergt Wollgras, Sonnentau und Moosbeere, gibt 25 Torf- und Lebermoosen eine Heimstatt. www.nabu-sh.de.

8. Tipp: Besuch bei Fjäll-Rind und Vorwerk-Huhn

Rinder, Pferde, Esel, Schafe, Ziegen, Schweine, Geflügel: 1200 Tiere aus 82 Rassen versammelt die „Arche Warder“ auf einem 40 Hektar großen Gelände. Damit gilt der Zoo an der Autobahn 7 in der Nähe des Ortes Warder als Europas größter Park für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. www.arche-warder.de.

9. Tipp: Rund um Owschlag

Als eine touristische „Perle“ gilt Owschlag, die größte Gemeinde des Amtes Hütten. Mit dem idyllischen Owschlager See samt Badestelle und dem Heideteich, den reizvollen Rad- und Wanderwegen rund um die Seen bis in die Moore bietet der Ort zahlreiche Ausflugsziele.

10. Tipp: Bäuerliche Wohnkultur

Bäuerliche Wohnkultur der Region aus dem 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert präsentiert „Dat Ole Hus“ in Aukrug in mehreren Gebäuden. Bekannt ist der Museumskroog für seine Waffeln mit heißen Kirschen. Geöffnet Samstag und Sonntag 14 bis 18 Uhr.

 
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