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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag auf Fehmarn

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erstellt am 16.Apr.2014 | 15:18 Uhr

Burg | Die Insel sei „reiches Bauernland und voll von Seeräubern, die keinen Vorüberfahrenden schonen“, schrieb 1076 der Chronist Adam von Bremen über die Insel „Fembre“. Und er war empört, dass sie sich trotz der Seeräuberei als Christen bezeichneten.

Fast 1000 Jahre später hat sich das Eiland, das den nördlichen Teil des Kreises Ostholstein bildet, viele  Eigenheiten bewahrt. Noch immer sagen die etwa 6000 Fehmaraner, dass sie „nach Europa fahren“, wenn sie gen Festland aufbrechen.

Die Landwirtschaft ist mit besten Äckern und viel Wind gesegnet, aber Tourismus spielt die größte Rolle auf der Insel, die zu den sonnenreichsten Regionen der Republik zählt. Mit einer freiwilligen   Kommunalreform – am 1. Januar 2003 schlossen sich nach einer Bürgerbefragung alle Kommunen zur Stadt Burg auf Fehmarn zusammen – haben die Insulaner bewiesen, dass sie alles andere als rückständig sind. Verständlich ist ihre Furcht, dass ein geplanter Tunnel von Fehmarn nach Lolland aus der Insel den „Brenner des Nordens“ machen könnte. Aber die Insel wird, wie diese Seiten beweisen, ein attraktives Ferienziel bleiben.

1. Tipp: Die große Brücke auf den „6. Kontinent“

„Kleiderbügel“ heißt sie im Volksmund, seit 1963 verbindet sie „Europa mit dem 6. Kontinent“, wie die Fehmaraner sagen. Eine 963 Meter lange Straßen- und Eisenbahnbrücke quert den 1300 Meter breiten Fehmarnsund. Die Stahlbrücke mit einem 268 Meter langen Bogen steht unter Denkmalschutz.

2. Tipp: „Jachen Flünk“: alles noch original

Die 1778 erbaute Graupenmühle „Jachen Flünk“ in Lemkenhafen ist voll funktionsfähig. Die einzige in Europa noch existierende Segelwindmühle wurde erst 1953 stillgelegt, dient heute als Museum mit komplettem Inventar. Juni bis Oktober, Tel. 04372/1894.

3. Tipp: Sehen und gesehen werden

Fünf Leuchttürme weisen Seeleuten den Weg: Flügge (Baujahr 1914/15), Marienleuchte (1832), Strukkamphuk (1872), Staberhuk (1903) und Westermarkelsdorf (1881/82). Der Flügger Turm ist mit 37 Metern der höchste, und er darf als einziger bestiegen werden: 162 Stufen.

4. Tipp: Rekord-Aquarium mit Schauder-Garantie

Das Meereszentrum Fehmarn in Burg ist das größte tropische Aquarium Deutschlands. Tausende von Meerestieren aus der ganzen Welt sind im Korallengarten oder  Rifftunnel zu entdecken, und mit leichtem Schaudern lassen sich zwölf Arten Haie ganz nah beobachten. Nov. bis Feb.: 10 bis 16 Uhr, März bis Okt: 10 Uhr bis 18 Uhr.

5. Tipp: Geschichte im ältesten Haus

Baujahr 1581: Es ist das älteste Haus und das älteste Museum der Insel. In 22 Ausstellungsräumen des Peter-Wiepert-Heimatmuseums gibt es Wissenswertes über Erdgeschichte und Geologie, Inselgeschichte, Schiffsmodelle, Mitbringsel der fehmarnschen Seeleute und Fischereiutensilien. Burg, von Juni bis Oktober, Tel. 04371/6257, Internet: www.museum-fehmarn.de.

Entspannung auf der Sonneninsel. Foto: Staudt
Entspannung auf der Sonneninsel. Foto: Staudt
 
6. Tipp: Handwerk aus vergangener Zeit

Handwerk von der Insel bildet den Schwerpunkt des Freilicht-Museums Katharinenhof: Historische Werkstätten von Buchdruckerei, Schmiede, Schreinerei, Töpferei und Weberei sind vertreten, aber auch Rauchkate und Backhaus. Handwerker lassen sich über die Schulter schauen. Katharinenhof - von Ostern bis Oktober, Tel. 04371/1230, www.museum-katharinenhof.de.

7. Tipp: Abschlag mit Blick auf Wasser

Es ist nicht das kalifornische Pebble Beach, aber der Blick auf Ostsee und Burger Binnensee machen das Spiel auf dem Fehmarnschen Vier-Sterne-Golfplatz zu einem besonderen Erlebnis. 18-Loch-Platz, Driving Range und 9-Loch-Kurzlochplatz sind vorhanden. ganzjährig, Tel. 04371/6969.

8. Tipp: Mit der „U 11“ auf Tauchgang

Das U-Boot „U 11“ der Bundesmarine wurde zum Wahrzeichen Burgstaakens. In dem in Kiel gebauten Schiff kann man hautnah spüren, was U-Boot-Fahrern bis heute bei ihrem Dienst abverlangt wird: Alles ist verdammt eng. Burgstaaken, März bis Oktober täglich, im Winter nur am Wochenende, Tel. 04371/889 1055, www.ostsee-u-boot.de.

9. Tipp: Mit dem Drachen aufs Surfbrett

Der Sport fordert ein Höchstmaß an Konzentration und entlohnt mit riesigem Spaß: Kite-Surfen, eine Kombination aus Lenkdrachenfliegen und Surfen. Wind und Wasser an Fehmarns bieten viele optimale Reviere. Acht Kitesurf-Schulen gibt es auf der Insel. www.fehmarn.de.

10. Tipp: Parade der 1000 Yachten

Da gibt’s reichlich Augenfutter für Liebhaber von Segelschiffen und Yachten: 1000 Liegeplätze hat die Marina Heiligenhafen, fast alle Preisklassen sind vertreten. Einige Schritte weiter: der Kommunalhafen mit Fischkuttern.

 
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