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SH-Reise : Zehn Tipps für einen schönen Tag in Lauenburg

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Der Südosten Schleswig-Holsteins bietet Seen, Wälder und viel Technik.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 15:15 Uhr

Lauenburg | Die Elbe im Süden, die Hansestädte Hamburg im Westen und Lübeck im Norden, der Elbe-Lübeck-Kanal im Osten und mittendrin 300 Hektar Wald: Das ist der Kreis Herzogtum Lauenburg. Der Namenszusatz „Herzogtum“ ist in  Deutschland einzigartig und  ungewöhnliches Symbol für die geschichtlichen Verflechtungen der Einwohner mit der Region.

Mit seinen üppigen Waldflächen, die ein Viertel des Kreisgebiets ausmachen, und zahlreichen Seen sowie der Elbe ist das Herzogtum ein beliebtes Naherholungs- und Urlaubsgebiet, mittendrin der Naturpark Lauenburgische Seen mit seinen 40 Seen, darunter der Schaalsee und der Ratzeburger See. Die Landschaft ist abwechslungsreich, viele Tiere und Pflanzen finden hier einen idealen Lebensraum.

Im Gegensatz dazu steht jede Menge Technik: An der Elbe die Schleusenanlage samt Stauwehr bei Geesthacht, in Lauenburg die moderne Schleuse als Einfahrt in den 62 Kilometer langen Elbe-Lübeck-Kanal, auf dem Geesthang ganz im Süden Schleswig-Holsteins das in Norddeutschland einzigartige Pumpspeicherwerk zur Stromerzeugung und das international beachtete Helmholtz-Zentrum für Material- und Küstenforschung.

Kleine Dörfer und fünf Städte prägen das Kreisgebiet. Hofcafés und Landgasthöfe laden vielerorts zum Verweilen ein.

1. Tipp: Mit Volldampf über die Elbe

Vor mehr als 40 Jahren haben Schifffahrtsfreunde aus Lauenburg den Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ an der Weser vor dem Verschrotten bewahrt. Seitdem fährt das 112 Jahre alte und über 57 Meter lange Schiff auf der Elbe von Lauenburg aus unter anderem nach Hitzacker und Bleckede. Der „Kaiser“ gilt als letzter mit Kohle befeuerte Raddampfer im Originalzustand. Nach reparaturbedingter Zwangspause wird das Schiff 2013 wieder nach Fahrplan den Fluss entlang schippern. Bei einer Fahrt an Bord kann man dann in längst vergangene Zeiten eintauchen. www.raddampfer-kaiser-wilhelm.de.

2. Tipp: Insel im Landesinneren

Die Stadt Ratzeburg wurde auf einer Insel gegründet. Die Stadt liegt mitten im Wasser, ist durch Dämme mit dem Festland verbunden und wird vom Küchensee, dem Stadtsee, dem Domsee und dem Ratzeburger See umschlossen. Die Seen und der spätromanische Dom, errichtet im 12. Jahrhundert, prägen das Stadtbild. www.ratzeburg.de.

3. Tipp: Bunte Fontänen „am Diek“

Immer am dritten Sonnabend im August feiert Grünhof-Tesperhude ein spektakuläres Fes: Den „Klönsnack am Diek“, welchen die Freiwillige Feuerwehr seit nunmehr 30 Jahren ausrichtet. Los geht es um 19 Uhr am Dorfteich. Höhepunkt des Abends sind farbenfrohe Wasserspiele. www.gemeindefeuerwehr-geesthacht.de.

4. Tipp: Museumszug Karoline

Eine dänische Kuh heißt für gewöhnlich Karoline. Grund genug für die Männer der Arbeitsgemeinschaft Geesthachter Eisenbahn (AGE), ihre historische Dampflok der Baureihe „Q“ genau so zu nennen. Regelmäßig zieht sie den Museumszug von Geesthacht nach Hamburg-Bergedorf. eisenbahn.geesthacht.de.

5. Tipp: Fisch in allen Variationen

Auf einer Strecke von 200 Metern laden Gastronomen zur nur 200 Meter langen „Lauenburger Fischmeile“ in die Elbstraße ein. Dann gibt es Räucheraal, gegrillte Scampis oder Backfisch. Das kleine Straßenfest wird immer im Mai begangen.

Fischtreppen sollen den Fischen ermöglichen, trotz Hindernissen ihre Laichplätze zu erreichen. Foto: Timo Jann
Fischtreppen sollen den Fischen ermöglichen, trotz Hindernissen ihre Laichplätze zu erreichen. Foto: Timo Jann
 
6. Tipp: Piraten-Nest am Kanal

Sie marodieren und pöbeln, kämpfen mit Schwerten und spucken oder schlucken Feuer: Die Piraten der in Witzeeze am Ufer des Elbe-Lübeck-Kanals gestrandeten „Roten Brut“. Deutschlandweit trifft man die Piraten um ihren Kapitän an. Wo sie auftreten, fühlen sich die Zuschauer als Teil einer großen Meuterei auf See. Unterdessen muss der Landsitz in einer alten Witzeezer Schmiede vorerst reichen, bis ein neues Schiff erbeutet werden kann. www.piratenseele.de.

7. Tipp: Erlebnistour mit Frau Förster

Nur mit Karte und offenen Augen ab in den Wald. Das bietet Waldpädagogin Traute Tockhorn-Kruckow. Ihr Mann ist Förster im Revier, sie kennt den Wald bei Grünhof aus dem Effeff. Unterwegs warten kreative und spielerische Aufgaben. www.walderlebnis-welt.de.

8. Tipp: Palmschleuse in Lauenburg

Die Palmschleuse in Lauenburg ist Europas älteste Kammerschleuse. Sie wurde 1398 im Verlauf des Stecknitzkanals aus Holz erbaut und war eine von 15 Schleusen des ersten Wasserscheidekanals der Welt. Seit einer Restaurierung 1962 erinnert das Bauwerk an die historische Stecknitzfahrt.

9. Tipp: Fische, die Treppen steigen

140 Kilometer von der Elbmündung landeinwärts stoppt ein Stauwehr den Weg der Fische in ihre Laichgebiete. Um die Wanderung dennoch zu ermöglichen, wurden unterhalb der B404 Fischtreppen gebaut. Sie reduzieren die Strömung und helfen, das Wehr zu überwinden.

10. Tipp: Interaktive GPS-Schnitzeljagd

„Erlebnisreich“ ist nicht nur der Name des Informationszentrums der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH, sondern auch das, was man dort zu sehen und zu hören bekommt. Als absolutes Highlight empfiehlt sich für Technikfreaks eine GPS-gestützte Schnitzeljagd. www.hlms.de.

 
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