Wechselschichtdienst : SH entlastet Polizisten und Justizbeamte

Eine Polizistin beim Schießtraining.
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Eine Polizistin beim Schießtraining.

Für Beamte, die regelmäßig Nachtdienste leisten, reduziert sich die Zahl der Wochenstunden.

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13. Februar 2018, 18:27 Uhr

Kiel | Polizisten und Justizvollzugsbeamte, die seit Jahren regelmäßig auch Nachtdienste leisten, müssen künftig weniger Wochenstunden arbeiten. Eine entsprechende Verordnung zur Änderung der Arbeitszeitverordnung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, teilte die Staatskanzlei in Kiel mit. Demnach sollen Beamte, die seit mehr als zehn Jahren im Wechselschichtdienst arbeiten, 38 statt 41 Stunden pro Woche arbeiten. Arbeiten sie in diesem Modell seit mehr als 20 Jahren, reduziert sich die Wochenarbeitszeit um weitere zwei Stunden.

Profitieren werden davon den Angaben zufolge voraussichtlich rund 1500 Polizisten sowie rund 500 Justizvollzugsbedienstete.

„Wir wollen gesundheitliche Belastungen, die sich aus dem Schichtdienst ergeben, schon jetzt ausgleichen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU). „Damit können und wollen wir nicht bis zum Ende der beruflichen Laufbahn unserer Beschäftigten warten.“ Die Neuerung wird schrittweise umgesetzt und soll am 1. Januar 2022 abgeschlossen sein.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) begrüßte das Vorhaben. „Damit hat der Ministerpräsident die Tür für Entlastungen der durch Schichtdienst am stärksten belasteten Polizistinnen und Polizisten im Streifen- und Einsatzdienst geöffnet“, sagte der Landesvorsitzende Torsten Jäger.

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