Reaktionen zur Handball Champions League : SG Flensburg-Handewitt schafft die „Flensation“

Die Flensburger Spieler werfen ihren Trainer Ljubomir Vranjes aus Schweden in die Luft.
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Die Flensburger Spieler werfen ihren Trainer Ljubomir Vranjes aus Schweden in die Luft.

Was für eine Sensation: Zum ersten Mal gewinnt die SG Flensburg-Handewitt die Handball Champions League. Der THW Kiel geht überraschend als Verlierer vom Platz. Nicht nur die Fans sind außer sich vor Freude – auch in den sozialen Netzwerken.

shz.de von
02. Juni 2014, 13:40 Uhr

Flensburg | Selbst die, die sich sonst kaum für Handball interessieren, freuen sich mit der SG Flensburg-Handewitt, die am Sonntag in Köln überraschend gegen den THW Kiel gewann. „Ljubos Jungs“ werden im Netz gefeiert.

So sehen Sieger aus: SG-Trainer Ljubomir Vranjes postet auf Twitter ein Bild aus der Kabine. Die Spieler können ihr Glück noch gar nicht fassen und feiern feuchtfröhlich ihren Sieg.


Glückwünsche kommen unter anderem von Ex-Handball-Nationalspieler Stefan Kretzschmar. Er twittert von einem verdienten Sieg, dem Wunder von Flensburg und greift den Begriff „Flensation“ auf.


Auch die beeindruckende Leistung von Torhüter Mattias Andersson findet große Beachtung auf Twitter.


Respekt auch für Holger Glandorf: Mit einer Körpergröße von 1,95 Meter und einem Gewicht von 90 Kilogramm zählt der Rückraumspieler eher zu den Leichtgewichten. Seine Würfe sind dennoch gefürchtet. Im Champions-League-Finale gegen den THW Kiel warf Glandorf fünf Tore.


Die SG-Fans sind einfach stolz auf ihre Jungs und zeigen das in vielen Tweets.


Mit dem Sieg in der Handball Champions League erfüllt sich der Nord-Club einen Traum. In der Heimatstadt Flensburg können Fans die Mannschaft am Montag gebührend empfangen.

So reagierten Trainer, Manager und Spieler beider Vereine nach dem Finale:

SG-Trainer Ljubomir Vranjes

„Ich bin sprachlos, ich bin so stolz auf mein Team.“

SG-Manager Dierk Schmäschke

„Das fühlt sich unglaublich gut an. Eigentlich ist ein Märchen wahr geworden. Wir haben mit Barcelona schon eine Riesen-Aufgabe gehabt und dann heute auch noch Kiel geschlagen - das ist eine unglaublich gute Leistung der Mannschaft gewesen. Die SG hat ja schon einige Titel gewonnen, aber jetzt mal einen richtig großen, da sind wir alle stolz drauf.“

Lasse Svan (SG)

„Nach zwei solch großartigen Spielen ist es schwierig, die passenden Worte zu finden. Wir wollten am Anfang zu viel und haben dadurch viele leichte Fehler gemacht, die der THW gnadenlos bestraft hat. Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie sich wieder zurückgekämpft hat. Zum Glück hatten wir diesmal etwas mehr Zeit dafür als gegen Barcelona.“

Anders Eggert (SG)

„Wir haben in den letzten Jahren viele Finals gespielt und immer verloren. Nun haben wir endlich auch unseren Titel. Und das ist nicht irgendeiner, sondern der größte, den es im Vereinshandball zu gewinnen gibt. Das fühlt sich unbeschreiblich an.“

Tobias Karlsson (SG)

„Wir haben vor dem Finale darüber gesprochen, dass wir von den letzten vier Spielen gegen den THW drei gewonnen haben. Das hat uns Mut gemacht und nach dem schwierigen Start geholfen. Wir haben immer an uns geglaubt. Das war das Wichtigste heute.“

THW-Trainer Alfred Gislason

„Ich bin extrem stolz auf mein Team für die gesamte Saison.“

Filip Jicha (THW)

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Aber irgendwann gehen auch unsere Kräfte zu Ende. Das war heute der Fall. Wir haben in der zweiten Halbzeit keine guten Lösungen mehr gegen die sehr aggressive Abwehr der Flensburger gefunden.“

Aron Palmarsson (THW)

„Ein Schlüssel zum Flensburger Sieg war sicherlich Torhüter Mattias Andersson. Er hat vor allem in der zweiten Halbzeit sensationell gehalten.“

 
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