Umweltministerium : Schutz hat sich bewährt: Immer mehr Grünland in SH

Heu-Ernte im Kreis Plön. /Archiv

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Die Landesregierung will das befristete Gesetz zum Schutz das Dauergrünland verlängern.

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20. März 2018, 07:03 Uhr

Kiel | Die Dauergrünland-Fläche wächst in Schleswig-Holstein weiter leicht an. Nach Angaben des Umweltministeriums kamen im vergangenen Jahr knapp 3000 Hektar neu dazu. Insgesamt waren 2017 damit 331.000 Hektar Dauergründland.

„Das ist deshalb so bedeutsam, weil Dauergrünland einen besonders hohen Stellenwert für den Schutz von Natur, Biodiversität, Gewässern, Böden und Klima hat“, sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne). „Wird es umgebrochen, gehen wertvolle Funktionen verloren.“

Nach Ansicht des Ministeriums hat sich das Gesetz zum Erhalt von Dauergrünland bewährt. Das geht aus einem Evaluierungsbericht hervor, der dem Landtag zugeleitet wurde. Betrug die Fläche 1990 noch 485.000 Hektar, ging sie bis 2010 auf rund 313.000 Hektar zurück. Parallel wuchs die Ackerfläche: von 580.000 im Jahr 1990 auf 674.000 Hektar im Jahr 2010. Im vergangenen Jahr gab es im Norden 651.000 Hektar Ackerfläche. „Der Schutz hat sich bewährt“, sagte Habeck.

Bis Ende des Jahres will die Landesregierung das auf fünf Jahre befristete Gesetz neu fassen und hat bereits einen ersten Entwurf im Kabinett beschlossen. Vor einer Anhörung will das Land noch die Auswirkung neuer EU-rechtlicher Regelungen abwarten. So wird die derzeit gültige Definition von Dauergrünland geändert, so dass sie künftig vom geltenden Landesgesetz zum Schutz von Dauergrünland abweicht. Die Anhörung soll in der zweiten Mai-Hälfte starten. Das Thema beschäftigt am Mittwoch auch den Landtag.

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