Statistikamt Nord : Schulden der Kommunen in SH steigen um 1,2 Milliarden Euro

Die höchsten Schulden hat Lübeck, danach folgt Kiel.

shz.de von
08. März 2018, 11:44 Uhr

Kiel | Um 1,2 Milliarden Euro oder 20 Prozent sind die „integrierten Schulden“ der Kommunen in Schleswig-Holstein innerhalb von vier Jahren auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen. Vergleichszeitraum sei 2012 zu 2016 gewesen, teilte das Statistikamt Nord am Donnerstag in Hamburg mit. Damit liege jetzt die bisher zweite entsprechende Erhebung vor.

Die „integrierten Schulden“ umfassen neben den Schulden der Kernhaushalte auch die Schulden in öffentlich bestimmten Fonds, Einrichtungen und Unternehmen (FEU) - etwa Eigenbetriebe, Zweckverbände oder öffentliche Unternehmen. Mit dieser Modellrechnung sollen alle Schulden der Kommunen erfasst und vergleichbar werden.

Gut die Hälfte (52 Prozent) der „integrierten Schulden“ in Schleswig-Holstein entfallen auf die Kernhaushalte. Weitere sieben Prozent basieren auf den Schulden der Extrahaushalte und 41 Prozent beruhen auf den Schulden der sonstigen FEU. Mit durchschnittlich 2562 Euro pro Kopf haben die Kommunen in Schleswig-Holstein die zweitniedrigsten Schulden aller Bundesländer. Knapp 3,1 Milliarden Euro Schulden haben die vier kreisfreien Städte.

Die höchsten „integrierten Schulden“ hat Lübeck mit fast 1,3 Milliarden Euro, gefolgt von der Landeshauptstadt Kiel mit 916 Millionen Euro. Weitere 4,2 Milliarden Euro sind den Angaben zufolge elf Kreisen zuzuordnen. Pinneberg steht mit 736 Millionen Euro am meisten in der Kreide, der Kreis Stormarn mit 198 Millionen Euro am wenigsten.

Lübeck hat mit 5904 Euro pro Kopf den höchsten „integrierten Schulden“, auf Rang zwei liegt Flensburg mit 5834 Euro. Den geringsten Pro-Kopf-Wert der kreisfreien Städte hat Kiel mit 3720 Euro. Auf Kreisebene lagen die „integrierten Schulden“ je Einwohner zwischen 2888 Euro in Nordfriesland und 827 Euro in Stormarn.

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