Schrott-Lkw legte Verkehr in Lübeck stundenlang lahm

Schrott für Afrika erreichte sein Zwischenziel, den Hamburger Hafen, nicht. Auf der A1 kurz hinter der Abfahrt Bad Schwartu verunglückte ein aus Schweden kommender Kleinlaster. Foto: hok
Schrott für Afrika erreichte sein Zwischenziel, den Hamburger Hafen, nicht. Auf der A1 kurz hinter der Abfahrt Bad Schwartu verunglückte ein aus Schweden kommender Kleinlaster. Foto: hok

Ein völlig abgefahrener Reifen an einem Kleinlaster platzte auf der Autobahn - und das hatte Folgen

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04. August 2012, 09:34 Uhr

Lübeck | Mega-Stau im Berufsverkehr gestern Vormittag in der Hansestadt. Auslöser war ein Laster, der auf der Autobahn A1 verunglückt war. Der Klein-Lkw (2,8 Tonnen) kam aus Schweden.

Gegen 7.40 Uhr platzte der hintere linke Reifen. Der Laster kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich. Der 34-jährige Fahrer konnte sich unverletzt aus dem Wrack befreien, das quer über alle Fahrspuren lag. Seine Ladung - Schrottteile, die in Hamburg als Autoersatzteile nach Afrika verschifft werden sollten, lagen über alle Fahrbahnen verteilt. Zudem war der Dieseltank beschädigt, so dass Kraftstoff von der Fahrbahn beseitigt werden musste. Die Feuerwehren aus Bad Schwartau und Sereetz streuten das ausgelaufene Öl ab. Die A 1 in Richtung Süden musste zwischen Schwartau und Lübeck bis 10 Uhr voll gesperrt werden.

Auf der A1 bildete sich ein kilometerlanger Rückstau bis Sereetz. Ein ähnliches Bild gab es auch in Stockelsdorf und Lübeck. So quälte sich auch der Schwerlastverkehr über Cleverbrück, die Stockels dorfer Ortsmitte oder Friedhofsallee, um dann mitten im Stau der Baustelle Krempelsdorfer Allee zu stehen. Nur mit ausgiebiger Geduld war die Auffahrt Lübeck Mitte zu erreichen. Wer von der Autobahn kommend die Umgehung Schwartauer Allee gewählt hatte, steckte spätestens an der Ecke zur Lohmühle fest. Nach Angaben von Michael Wardenga von der Autobahnpolizei Scharbeutz war das Fahrzeug offenbar weder zugelassen noch verkehrssicher. Es werde in letzter Zeit häufiger beobachtet, dass schrottreife Fahrzeuge von Schweden zum Hamburger Hafen fahren, um dort nach Afrika verschifft zu werden. Die Fahrer würden von Subunternehmern angeheuert. Ihnen sei der Zustand der Fahrzeuge oft nicht bekannt.

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