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Winter : Schneematsch, Hagel, glatte Straßen - Unfälle in SH

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Schnee und Glätte haben am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Schleswig-Holstein behindert. Es gibt mehrere Unfälle - und es blieb nicht nur bei Blechschäden.

Der neuerliche Wintereinbruch hat am Mittwochmorgen für Behinderungen im Berufsverkehr und auch für Unfälle gesorgt. Gefrierender Schneematsch und Hagel verwandelten einige Straßen in gefährliche Eisbahnen.

Gegen 8.30 Uhr am Morgen kam es zu einem glättebedingten Unfall auf der B200 bei Flensburg, der einen größeren Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr auslöste.

Nach Informationen der Polizei war eine 20-Jährige auf der Westumgehung von Dänemark aus kommend in Richtung Flensburg unterwegs. Vermutlich wechselte sie dann auf die linke, mit Schneematsch bedeckte Fahrbahn. Dort kam sie dann mit ihrem Wagen ins Schleudern und prallte in die Leitplanke. Anschließend rutschte der Kleinwagen mit dem Heck in den Graben.

Da Unfallzeugen meldeten, dass die Frau in ihrem Wagen eingeklemmt sei, wurden neben Rettungswagen und Rettungshubschrauber auch die Feuerwehr Harrislee und die Berufsfeuerwehr alarmiert.

Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Unfall weitaus glimpflicher verlaufen war als vermutet. Die junge Frau konnte sich selbst aus dem zerstörten Wagen befreien und wurde nur leicht verletzt. Vorsorglich wurde sie mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme gebracht.

Das total beschädigte Auto musste geborgen und abgeschleppt werden. Für die Dauer der Bergungsarbeiten wurde die B200 für rund eine halbe Stunde voll gesperrt.

Gegen 9 Uhr, kam ein 35-jähriger mit seinem Ford Ranger auf der B199 (Osttangente) bei Flensburg von der Fahrbahn ab und auf der Seite zum Liegen. Verletzt wurde niemand.

Bereits am Dienstagabend gegen 18.45 Uhr kam es aufgrund von Winterglätte in Kappeln an der Kreuzung Flensburger Straße/Hindenburgstraße zum Unfall zwischen einer 50-jährigen Toyotafahrerin und einer 57-jährigen Opelfahrerin. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt mehreren tausend Euro. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Gegen 19.30 Uhr geriet ein 19-jähriger Toyotafahrer mit seinem Corolla auf der Vollstedter Straße bei Drelsdorf auf glatter Fahrbahn ins Schleudern und kollidierte mit einem entgegenkommenden VW Caddy. Dabei wurden beide Fahrer so stark eingeklemmt, dass sie von Rettungskräften der Feuerwehr aus den Fahrzeugen befreit werden mussten. Der 19-Jährige wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die 40-jährige Fahrerin des Caddy erlitt leichte Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Totalschaden in Höhe von über 15.000 Euro. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten war die Unfallstelle voll gesperrt.

Auch in anderen Regionen Schleswig-Holsteins und Hamburg kam es zu Glätteunfällen. In Kiel und im Kreis Plön gab es insgesamt neun Verkehrsunfälle.

Am Verkehrsknotenpunkt B76 herrschte stundenlang Verkehrschaos - Grund war ein Glätteunfall mit einem Lkw. Der Laster stand quer auf der Leitplanke. Weite Teile des Berufsverkehrs wurden lahmgelegt. Auf der A210/215 und der B76 staute es sich kilometerweit.

Sorgte für Verkehrschaos in Kiel: Dieser Lkw stand auf der B76 quer auf der Leitplanke.
Sorgte für Verkehrschaos in Kiel: Dieser Lkw stand auf der B76 quer auf der Leitplanke. Foto: Daniel Friedrich
 

Im Süden und Westen des Landes wurden nach Angaben der Polizei mehrere Menschen leicht verletzt. Die A1 zwischen Fehmarn und Lübeck war am Morgen wegen eines Lastwagenunfalls in beide Richtungen voll gesperrt. In den meisten Fällen blieb es trotz der Glätte bei Blechschäden, zu schweren Verkehrsunfällen kam es nicht.

Die Polizei im Kreis Rensburg-Eckernförde verzeichnete nur wenige Unfälle. Bereits am Mittwochabend gegen 19 Uhr stürzte ein 16-Jähriger mit seinem Motorroller auf der schneebedeckten K2 bei Bünsdorf und wurde leicht verletzt. Der nächste Unfall ereignete sich um 20 Uhr auf der Landesstraße zwischen Owschlag und der A7, als eine 38-Jährige mit ihrem Mercedes auf glatter Fahrbahn ins Schleudern geriet. Das Fahrzeug blieb nach einem Überschlag auf einem Feld neben der Straße liegen. Die Frau wurde vom Rettungsdienst in ein Schleswiger Krankenhaus gebracht.

Glätte und Alkoholgenuss führten zu einem Unfall auf der B77 zwischen Westerrönfeld und Jevenstedt. Gegen 0.20 Uhr überschlug sich dort ein 47-jähriger Mann mit seinem Pkw. Ein Alkoholtest der Polizei ergab beim Fahrer 1,4 Promille. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Auf der Bäderstraße zwischen Sprenge und Surendorf überschlug sich gegen 1.30 Uhr ein Pkw, der Fahrer blieb unverletzt. Und in Bordesholm (Eiderstede) verletzte sich gegen 5 Uhr eine Fahrerin leicht, als sie mit ihrem Auto gegen einen Baum prallte.

Auch aus dem Kreis Ostholstein meldete die Polizei Glätteunfälle. Kurz vor 4.30 Uhr kam in der Gemeinde Großenbrode ein Sattelzug von der B207 ab und prallte anschließend in eine Schutzplanke. Der 50-Jährige Fahrer aus Spanien blieb unverletzt. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von etwa 7000 Euro.

Der Lkw kam bei glatter Straße ins Rutschen.
Der Lkw kam bei glatter Straße ins Rutschen. Foto: Polizeipresse
 

Gegen 5 Uhr war ein Lkw-Fahrer auf der A1 in Richtung Norden unterwegs, als er in Höhe Gremersdorf plötzlich von der Fahrbahn abkam. Das Führerhaus stand danach in der Böschung, der Trailer quer auf der Fahrbahn. Verletzt wurde der 37-jährige Fahrer aus Rumänien bei dem Unfall nicht. Der Gesamtsachschaden wird hier auf über 40.000 Euro geschätzt. Die Autobahn war zur Unfallaufnahme und Bergung des Sattelzugs bis etwa 8.30 Uhr komplett gesperrt.

In der Zeit von 5 bis 8 Uhr geschahen noch vier weitere Unfälle auf der A1 (zwei in Höhe der Anschlussstelle Heiligenhafen, zwei zwischen den Anschlussstellen Lensahn und Neustadt), bei denen die Fahrer offensichtlich ihre Geschwindigkeit nicht den Wetterverhältnissen angepasst hatten.  

In Hamburg registrierte die Polizei keine Unfälle durch Glatteis.

Weitere aktuelle Verkehrsmeldungen finden Sie unter shz.de/verkehr.

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erstellt am 04.Mär.2015 | 15:50 Uhr

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