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Volkstrauertag : Schleswig-Holstein und Hamburg gedenken der Kriegstoten

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Hamburg und Schleswig-Holstein ehren am Volkstrauertag die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft. Zentrale Gedenkveranstaltungen sind im Hamburger Michel sowie im Kieler Landtag geplant.

Kiel/Hamburg | Mit Veranstaltungen und Gottesdiensten gedenken Hamburg und Schleswig-Holstein am Sonntag der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft. Die zentralen Gedenkstunden zum Volkstrauertag finden zum einen im Kieler Landtag (11.30 Uhr) sowie im Hamburger Michel (14.00 Uhr) statt.

Der nationale Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus wird jeweils zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen. In der Bundesrepublik eingeführt wurde er auf Anregung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Jahr 1952. Seither lädt der Verband an diesem Tag zu Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen an Mahnmalen, Gedächtnisstätten und auf Friedhöfen ein.

Die Ursprünge des Volkstrauertags reichen jedoch bis in das Jahr 1922 zurück, als in Erinnerung an die Toten des Ersten Weltkriegs im Reichstag der Weimarer Republik die erste offizielle Feierstunde stattfand. Zu der Gedenkstunde im Hamburger Michel haben sich neben der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, unter anderem Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) angekündigt. Bei der gemeinsamen Veranstaltung von Landtag, Landesregierung, Landeshauptstadt und Volksbund im Kieler Landtag wird neben anderen Landtagspräsident Klaus Schlie erwartet.

Ebenfalls am Volkstrauertag erinnern die evangelische Nordkirche und das katholische Erzbistum mit einer Lichterprozession an die Hinrichtung der „Lübecker Märtyrer“. Die drei katholischen Kapläne Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink waren nach Kirchenangaben am 10. November 1943 hingerichtet worden, nachdem sie in Predigten und Gesprächen die Verbrechen des Nationalsozialismus angeprangert hatten. Die Kapläne wurden am 25. Juni 2011 seliggesprochen und Stellbrink zugleich geehrt.

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erstellt am 16.Nov.2014 | 09:44 Uhr

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