Hilfe bei Krebs : Schleswig-Holstein Spitzenreiter bei möglichen Knochenmarkspendern

In einem Kühlraum der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Life Science Lab GmbH werden Blutproben gelagert. Meist kann den Erkrankten nur noch eine Knochenmarkspende helfen. /Archiv
In einem Kühlraum der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Life Science Lab GmbH werden Blutproben gelagert. Meist kann den Erkrankten nur noch eine Knochenmarkspende helfen. /Archiv

235.000 Nordlichter registriert. Beim Tag zum Kampf gegen Blutkrebs am Montag sollen weitere Spender geworben werden.

shz.de von
25. Mai 2018, 10:00 Uhr

Kiel/Hamburg | In Schleswig-Holstein haben sich bundesweit die meisten Menschen bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Knapp 235.000 Nordlichter sind in der Spenderdatei aufgeführt, das sind rund acht Prozent aller Schleswig-Holsteiner. Bundesweit sind es mit rund 6,7 Prozent deutlich weniger, wie aus Zahlen der DKMS hervorgeht. Hamburg liegt mit knapp 110.000 registrierten Menschen (sechs Prozent aller Hamburger) knapp unter dem Bundesdurchschnitt bei der DKMS. Schlusslicht in der Statistik ist Sachsen-Anhalt mit rund 3,3 Prozent.

Die DKMS ist Deutschlands größte Datei für Knochenmarkspender. Insgesamt gibt es laut dem Zentralen Knochenmarkspenderregister Deutschland (ZKRD) 26 solcher Dateien mit einer Gesamtzahl von mehr als 7,9 Millionen Registrierten. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl um rund 500.000 mögliche Spender gestiegen. Tatsächlich Stammzellen gespendet haben im vergangenen Jahr 7000 Menschen.

Am Montag, dem internationalen Aktionstag zum Kampf gegen Blutkrebs, haben zahlreiche Organisationen in ganz Deutschland Aktionen geplant, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen. So sollen auch neue Spender geworben werden. Die DKMS will bereits am Sonntag mit einem Sonderzug in Hamburg halten, um weitere Spender zu werben. Motto der Aktion: „Jetzt bist du am Zug – Setz ein Zeichen gegen Blutkrebs“.

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