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Kult am Kalkberg : Schlager Nacht 2017: So feiern Schlagerfans

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Tausendfach gute Laune bei der Schlagernacht des Jahres in Bad Segeberg – Hochkarätige Stars rissen stundenlang das Publikum mit.

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erstellt am 08.Mai.2017 | 17:53 Uhr

„Ich höre die Musik nicht zu Hause, aber hier schon“, sagt Nina. Die junge Frau trägt ein lilafarbenes T-Shirt, einen neongrünen Hut und eine grüne Plastiksonnenbrille. Hinten auf ihrem Shirt steht: „leider geil“, vorn ihr Name und „K a K“ für „Kult am Kalkberg“. Im gleichen Outfit wie Nina sind sechs ihrer Freunde unterwegs, sie sind aus der Schleswiger Region nach Bad Segeberg gekommen. Dort feiern sie bei der „Schlagernacht 2017“ vier Stunden lang. Die sieben Schleswiger sind erfahrene Schlagernacht-Besucher: Für die Nacht haben sie Hotelzimmer reserviert, damit sie alle Alkohol trinken können.

 

Mehr als 7500 Besucher sangen am Sonnabend in der Kalkbergarena „völlig losgelöst“ bei Peter Schilling mit, umarmten sich zu Michael Holms „Tränen lügen nicht“ und ließen mit der Kölner Band „De Höhner“ deren Heimatstadt mit der Hymne „Viva Colonia“ hochleben. Die Stimmung war gut, das Bier floss in Strömen, die meisten Texte saßen. Viel Security sorgte für einen störungsfreien Ablauf, die Atmosphäre blieb trotz des hohen Pegels an Alkohol und Stimmung freundlich.

Bunter Hut mit Lichtlein, Sonnenbrille mit blinkender Fassung oder Plastikblumenkranz um den Hals galten an diesem Abend als Minimal-Fanausstattung. Vor allem jüngere, Schlageranhänger hatten sich mit Perücken, Schlaghosen, Federboas und schrägen Mustern, teilweise sogar mit Originalen aus Familienbesitz im Stil der 1970-er Jahre ausstaffiert. Gruppen machten mit einheitlichem Outfit auf sich aufmerksam, gern in schreienden Farben, ob als Umhang, Warnweste oder T-Shirt. Gefeiert wurde überall: im Innenraum, auf den Rängen, vor den Gastro-Ständen.

Auf dem Programm standen Namen, die schon Dieter Thomas Heck in seiner Hitparade präsentiert hatte: Marianne Rosenberg, Bernhard Brink oder Mary Roos. Im Publikum saßen und standen auch viele Besucher, die damals durchaus per Postkarte bestimmt haben könnten, wer in der folgenden Ausgabe wieder antreten durfte.

Mit Kerstin Ott trat eine junge Sängerin aus Norddeutschland auf, die Band „Wirtschaftswunder“ spielte unverwüstliche Hits wie „Ich will ’nen Cowboy als Mann“ oder: „Marmor, Stein und Eisen bricht“. Maite Kelly sang mitten im Publikum, zur freudigen Überraschung der Smartphone-Besitzer in den rechten Blöcken, die sie mit ihren Kameras umringten. Den Abschluss bildete die Saragossa Band: „Agadou“, „Zabadak“ und „Rastaman“. Wirtschaftswunder, Fred Wackel, Feuerherz, die Trovatos: Bejubelt wurden sie alle; je bekannter das Lied, desto besser die Stimmung.

„Jedes Jahr geile Party“, befand Tim aus Busdorf, der zum fünften Mal dabei war. Tim trug einen roten Umhang und eine Sonnenbrille, sein Freund Marc hatte sich als Elvis kostümiert inklusive Plastik-Tolle und weißer Schlaghose. Ricky aus Lentföhrden war in zivil unterwegs, sie hatte die Busdorfer an diesem Abend kennen gelernt und schwärmte mit: „Die Musik, die Stimmung, die Leute“ zogen sie schon zum fünften Mal zur Schlagernacht: „Es ist so geil!"

Nach der Show ist vor der Show: Die Schlagernacht des Jahres 2018 ist längst in der Mache und steht schon in den Startlöchern. Stars wie VoxxClub, Michelle, Die Münchner Freiheit, Nicole und die Spider Murphy Gang haben für den 5. Mai 2018 schon zugesagt – viele andere werden noch folgen.

Der Vorverkauf beginnt ab sofort. Tickets erhalten Sie in den Ticket-Centern der sh:z Tageszeitungen, an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter shz.de/schlager. Wer sich zwischen dem 6. und 31. Mai Tickets sichert, bekommt einen Preisvorteil von 5,00 € pro Karte.

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