Sperrwerk generalüberholt : Schiffe können kommen – Büsumer Hafen ab Montag wieder geöffnet

<p>Bedeutender Fischereihafen: Rund 3200 Tonnen Krabben werden pro Jahr in Büsum angelandet.</p>

Bedeutender Fischereihafen: Rund 3200 Tonnen Krabben werden pro Jahr in Büsum angelandet.

Mehr als 30 Krabbenkutter mussten in den vergangenen zwei Monaten einen anderen Platz zum Festmachen suchen.

shz.de von
10. Juni 2018, 11:48 Uhr

Büsum | Fisch- und Krabbenkutter, Ausflugsschiffe und Freizeitskipper dürfen wieder in Büsum einlaufen: Der Hafen soll am Montagmittag wieder für die Schifffahrt geöffnet werden. Dann werde die Durchfahrt des Sperrwerks freigegeben, sagte der Sprecher des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN), Hendrik Brunckhorst.

Das Büsumer Sperrwerk war seit dem 16. April außer Betrieb. Rund acht Wochen dauerte es, das 35 Jahre alte Bauwerk für rund 2,5 Millionen Euro einer Generalüberholung zu unterziehen. Da die Arbeiten nur in trockengelegtem Zustand gemacht werden konnten, mussten die Schiffe die Hafenbecken verlassen.

Von Schiffen angefahren wird Büsum schon seit rund eintausend Jahren. Damals war der Ort nach Angaben des Tourismus Marketing Service noch eine Insel, und das Hafenbecken lag im Bereich der heutigen Alleestraße. Das erste „moderne“ Hafenbecken wurde 1828 gebaut – der heutige Museumshafen. Heute hat Büsum insgesamt vier Hafenbecken mit einer Wasserfläche von 500.000 Quadratmetern.

Bedeutender Fischereihafen

Rund 3200 Tonnen Krabben werden pro Jahr angelandet, 16 Büsumer Fischkutter haben dort ihren Heimathafen, dazu kommen 17 Dauergäste aus Friedrichskoog, seit deren Hafen als unrentabel geschlossen wurde. Im Winter sieht man nach Angaben der Hafenmeisterei an den Kais zusätzlich rund 30 Dauerlieger aus den Niederlanden. Nach Angaben der Hafenmeisterei legen in Büsum rund 65 Frachtschiffe pro Jahr sowie diverse Off-Shore-Fahrzeuge zur Versorgung der Windparks in der Nordsee an.

Auch für den Tourismus ist Büsums Hafen wichtig. 150.000 Passagiere jährlich werden dort bei Schiffsausflügen gezählt. Unter anderem geht es in der Saison zwei Mal täglich nach Helgoland, dazu kommen Tagesfahrten zu den Seehundbänken und touristische Fangfahrten mit kleinen Kuttern.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen