Frontex-Einsatz vor Samos : Schiffe der Bundespolizei aus Neustadt retten über 3400 Menschen in Schlauchboten

Die Kontroll- und Streifenboote BP 62 „Uckermark“ und BP 64 „Börde“ der Bundespolizei sind seit dem 1. März 2016 im Hafen von Vathy (Samos) stationiert.
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Die Kontroll- und Streifenboote BP 62 „Uckermark“ und BP 64 „Börde“ der Bundespolizei sind seit dem 1. März 2016 im Hafen von Vathy (Samos) stationiert.

Die Flüchtlinge in seeuntüchtigen Schlauchbooten waren ausgerüstet mit „Fake-Schwimmwesten“.

shz.de von
01. März 2018, 14:32 Uhr

Bad Bramstedt/Samos | Zwei Streifenboote der Bundespolizei haben in den vergangenen zwei Jahren im Mittelmeer über 3400 Menschen aus Seenot gerettet. Außerdem seien 27 Schleuser bei dem Versuch festgenommen worden, Migranten illegal über die Seegrenze nach Griechenland und damit in den Schengen-Raum einzuschleusen, teilte die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein) am Donnerstag mit.

Seit genau zwei Jahren überwacht die Bundespolizei See mit den Booten „Uckermark“ und „Börde“ inzwischen die griechisch-türkische Seegrenze in der griechischen Ägäis vor der Insel Samos. Es handelt sich um einen Einsatz von Frontex, der Europäischen Agentur für Grenz- und Küstenwache.

Ursprünglich war der Einsatz der beiden Schiffe, die sonst überwiegend in Neustadt (Kreis Ostholstein) stationiert sind, für drei Monate geplant. Wegen der aktuellen Migrationslage werden die Boote aber voraussichtlich bis zum 31. Januar 2019 vor Samos patrouillieren. Seit Februar sind erstmals auch Beamte der Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern an dem Einsatz beteiligt.

Die Migranten gehen laut Bundespolizei bei der Überfahrt von der nahen türkischen Küste mit seeuntüchtigen Schlauchbooten und ausgerüstet mit „Fake-Schwimmwesten“ ein lebensgefährliches Risiko ein. Alle aufgegriffenen Menschen werden den griechischen Behörden übergeben.

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