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Klimaschutzplan : Sanierung und Ökostrom: Die Nordkirche will klimafreundlich werden

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Einen Tag nach Ende des UN-Klimagipfels debattiert auch die Nordkirche über verbindliche Regeln für den Klimaschutz. Es geht um die energetische Sanierung der eigenen vier Wände – und davon gibt es mehrere Tausend.

Travemünde | Als erste evangelische Landeskirche Deutschlands wird sich die Nordkirche auf dem Weg zur Klimaneutralität verbindliche Regeln geben: Von 2020 an soll nur noch Ökostrom verwendet werden. Das ist einer der konkreten Vorschläge des Klimaschutzplanes, der zu Beginn der Klimasynode der Nordkirche in Travemünde am Donnerstag vorgestellt worden ist. Ziel ist die klimaneutrale Kirche im Jahr 2050.

Bis dahin sollen für die energetische Sanierung von Kirchen, Pastoraten und Gemeindehäusern jedes Jahr 0,6 Prozent des Kirchensteueraufkommens - nach derzeitigem Stand rund 2,7 Millionen Euro - in einen Klimaschutzfonds fließen. Basis des Gesetzes ist ein von der Universität Flensburg erstelltes Klimaschutzkonzept. Es sieht unter anderem eine bessere Dämmung von Kirchengebäuden, sparsamere Heizungen und Ökostrom vor.

Rund 1900 Kirchen und Kapellen gibt es in der Nordkirche zwischen Sylt und der polnischen Grenze, davon etwa 1200 in Mecklenburg-Vorpommern. Dazu kommen Gemeindehäuser, Kindergärten und Pastorate. „Der Gebäudebereich macht den größten Teil der Energienutzung aus, insofern stellt er einen Schlüsselfaktor für den Erfolg der Klimaschutzanstrengungen dar“, sagte der Synodale Propst Karl-Heinrich Melzer im Vorfeld.

An diesem Freitag ist die erste Lesung des Klimagesetzes geplant. Die endgültige Verabschiedung ist für September 2015 vorgesehen. Außerdem sollen im Laufe der dreitägigen Synodensitzung besonders positive Beispiele für Klimaschutz in Kirchengemeinden vorgestellt werden.

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erstellt am 25.Sep.2014 | 15:39 Uhr

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