Kernkraftwerk in Geesthacht : Riss in einer Kühlwasserleitung eines Notstromdiesels im AKW Krümmel

Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung und der Abbau der Reaktoranlage werden vorbereitet.
Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung und der Abbau der Reaktoranlage werden vorbereitet.

Die Versorgung sei bei einem etwaigen Notfall sei aber gewährleistet, heißt es aus dem Energiewendeministerium.

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03. April 2017, 19:06 Uhr

Geesthacht/Kiel | Im dauerhaft abgeschalteten Kernkraftwerk Krümmel (Geesthacht) ist bei einer wiederkehrenden Prüfung ein Riss in einer Kühlwasserleitung eines Notstromdiesels festgestellt worden.

Damit sei die Dauerbetriebsfähigkeit des betroffenen Notstromdiesels nicht mehr gewährleistet gewesen, teilte das für die Atomaufsicht zuständige Energiewendeministerium am Montag in Kiel mit. Es betonte, die Versorgung aller erforderlichen Systeme sei auch bei einem etwaigen Notfall gewährleistet. Für diese Notfallversorgung werden in Krümmel zwei funktionsfähige Diesel benötigt, vier sind derzeit verfügbar. Das betroffene Teil wurde nach Angaben des Betreibers Vattenfall bereits ausgetauscht.

Die Rohrleitungsverbindungen zwischen den Kühlwasserrücklaufleitungen der Turbolader und dem Kühlwassersammelrohr sollen nun ausgetauscht werden. Es ist nach Angaben des Ministeriums geplant, das betroffene Segment des Rohrleitungssystems in einem metallografischen Labor untersuchen zu lassen. Das Ereignis wurde von der Betreibergesellschaft der Meldekategorie N (Normalmeldung) zugeordnet und der Atomaufsichtsbehörde fristgerecht gemeldet.

Das Kernkraftwerk Krümmel ist seit 2009 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung und der Abbau der Reaktoranlage werden vorbereitet.

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