Verlängerung : Regierung will Flüchtlingsunterkunft in Boostedt bis 2024 halten

Ein typisches Bild in Boostedt: Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft schlendern entlang der Neumünsterstraße.
Ein typisches Bild in Boostedt: Die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft schlendern entlang der Neumünsterstraße.

Die SPD kritisiert: Boostedt wurde vorvollendete Tatsachen gestellt.

shz.de von
25. Mai 2018, 18:04 Uhr

Kiel/Boostedt | Die Landesregierung in Kiel plant keine unbefristete Nutzung der Erstaufnahmeeinrichtung. Gewünscht sei aber eine Verlängerung bis einschließlich 2024, erklärte das Innenministerium am Freitag. Diese Verlängerung sei im jetzigen Mietvertrag mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben bereits vorgesehen.

Das Ministerium reagierte auf Vorwürfe der SPD-Landtagsabgeordneten Kirsten Eickhoff-Weber. Sie sprach von einer beantragten Entfristung und Erweiterung der Erstaufnahmeeinrichtung, die der Gemeinde mit einem Schreiben der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) vom 8. Mai mitgeteilt worden sei.

Das Ministerium erklärte, es stimme die erforderlichen Schritte für eine über das Jahr 2019 hinausgehende Nutzung gemeinsam mit der GMSH intern mit der Gemeinde Boostedt ab. Eine Verlängerung der Nutzung sei notwendig, weil nur so der derzeitige und absehbar nicht sinkende Unterbringungsbedarf von landesweit 1800 bis 1900 Menschen gedeckt und das Funktionieren der behördlichen Abläufe garantiert werden könnten. Die Gemeinde wisse, dass das Land die Rantzau-Kaserne über 2019 hinaus für Flüchtlinge nutzen wolle, sagte Staatssekretär Torsten Geerdts. Die SPD-Politikerin Eickhoff-Weber meinte dagegen, Boostedt sei vor vollendete Tatsachen gestellt worden.

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