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Feuer im Atomkraftwerk : Pumpe auf Gelände des AKW Brokdorf in Brand

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Eine Feuerlöschpumpe gerät in der Nacht in Brand. Die Pumpe hat keinen Einfluss auf den Betrieb des AKW's.

Brokdorf | Auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brokdorf ist in der Nacht zum Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Eine benzinbetriebene mobile Feuerlöschpumpe sei im Freien - außerhalb des Kontrollbereichs - in Brand geraten, teilten das für die Atomaufsicht zuständige Energieministerium in Kiel und der Betreiber, der Energiekonzern Eon, in Hannover mit. „Dabei wurden wenige Liter Benzin verbrannt“, erklärte Eon. Das Feuer habe keine weiteren Schäden verursacht, Menschen seien nicht verletzt worden. Wegen der laufenden Jahresinspektion ist Brokdorf zurzeit abgeschaltet.

Die Werkfeuerwehr habe das Feuer gelöscht. „Entsprechend der Alarmordnung wurde externe Löschhilfe angefordert, weil sich der Brand außerhalb der Regelarbeitszeit ereignete. Die externe Feuerwehr wurde jedoch während der Anfahrt zum Kraftwerk wieder abbestellt und kam damit nicht zum Einsatz“, hieß es bei Eon.

Der Vorfall ereignete sich im Zuge der Inspektionsarbeiten. Mit der Pumpe sei während der Revision des Kernkraftwerks ein Becken im Notspeisegebäude geleert worden. Dieses Gebäude enthält sicherheitstechnische Einrichtungen - etwa Notstromdiesel und Wasserbecken -, um das Kernkraftwerk bei Notstandsfällen in einen sicheren Zustand zu überführen, wie das Ministerium erläuterte.

„Die Pumpe gehört nicht zu den sicherheitstechnisch wichtigen Einrichtungen des Kernkraftwerkes Brokdorf. Ihr Ausfall hat den Anlagenbetrieb nicht gefährdet“, versicherte das Ministerium. „Eine Gefährdung durch Gefahrstoffe bestand ebenfalls nicht“, ergänzte Eon.

Die Brandursache war zunächst unklar. Experten wollten noch am Dienstag die defekte Pumpe in Augenschein nehmen.

Bei der seit dem 11. Juni laufenden Jahresrevision gibt es den Angaben zufolge umfangreiche Prüfungen, Instandhaltungsarbeiten und Maßnahmen zum Erhalt und zur Erhöhung der Sicherheit der Anlage. In den Reaktordruckbehälter sollen in diesem Jahr keine neuen Brennelemente gebracht werden. Die bereits vorhandenen Brennelemente werden inspiziert.

Die rund 30 Millionen Euro teure Revision dauert etwa drei Wochen. Voraussichtlich Anfang Juli werde Brokdorf wieder ans Netz gehen, teilte das Ministerium mit.

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erstellt am 21.Jun.2016 | 12:26 Uhr

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