Ostermärsche : Proteste gegen Kampfdrohnen

Gegen sie richtet sich der Protest der Ostermarschierer: Kampfdrohnen, wie sie die USA im Antiterrorkampf einsetzen. Foto: dpa
Gegen sie richtet sich der Protest der Ostermarschierer: Kampfdrohnen, wie sie die USA im Antiterrorkampf einsetzen. Foto: dpa

In Hamburg, Kiel und Wedel protestieren Friedensaktivisten in diesem Jahr gegen deutsche Rüstungsexporte, Auslandseinsätze der Bundeswehr und Kampfdrohnen.

Avatar_shz von
01. April 2013, 01:52 Uhr

Kiel/Hamburg | Bei Ostermärschen in Kiel und Wedel haben Kriegsgegner am Samstag den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan und von allen anderen Auslandseinsätzen gefordert. Waffenexporte sollten verboten werden, hieß es im Aufruf der Veranstalter. Sie kritisierten den Thyssen-Krupp-Konzern, der sich verstärkt der Produktion von Rüstungsgütern widme. Mit dem Export Kieler U-Boote - gebaut von Thyssen-Krupp Marine Systems (früher HDW) - würden die Spannungen in der Welt verschärft.

Zur Demonstration in Kiel kamen laut Polizei rund 100 Demonstranten, in Wedel hatten die Veranstalter ebenso viele angemeldet.

Hamburger marschieren am Ostermontag

In Hamburg beginnt der Ostermarsch am Ostermontag (1. April) um 11.30 Uhr in der evangelischen St. Gertrud-Kirche in Uhlenhorst mit einer Friedensandacht. Von dort geht es nach St. Georg, wo um 14 Uhr auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz ein Friedensfest beginnt. Für die Musik sorgen die Gruppe "Gutzeit" und der Rapper David.

Bundesweit sind nach Angaben der Friedenskooperative in Bonn insgesamt rund 80 Ostermärsche mit mehreren zehntausend Teilnehmern geplant. Neben der Kritik an den Einsätzen der Bundeswehr in Afghanistan, Mali und vor der Küste Somalias richtet sich der Protest der Friedensaktivisten in diesem Jahr besonders gegen die geplante Beschaffung von Kampfdrohnen durch das Verteidigungsministerium.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen