TISPOL-Kontrollwoche in SH : Polizei kontrolliert landesweit Lkw und Busse

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35 Prozent der Verkehrsunfälle auf Autobahnen ereignen sich mit Lkw.
35 Prozent der Verkehrsunfälle auf Autobahnen ereignen sich mit Lkw.

Hauptunfallursachen sind Übermüdung, mangelnde Ladungssicherung und Geschwindigkeitsüberschreitungen.

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12. Oktober 2018, 10:06 Uhr

Kiel | Die Landespolizei Schleswig-Holstein wird in der kommenden Woche (15.10. bis 21.10.) im Rahmen einer TISPOL-Kontrollwoche einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von Lkw und Bussen legen. Die Abkürzung steht dabei für Traffic Information System Police. TISPOL wurde durch die Verkehrspolizeien Europas gegründet, um die Verkehrssicherheit und Strafverfolgung europaweit zu verbessern, Hauptziel ist die Reduzierung der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten auf Europas Straßen.

In allen Polizeidirektionen des Landes erfolgen daher in der kommenden Woche zielgerichtete Kontrollen durch speziell geschulte Einsatzkräfte.

Die Verkehrsströme des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs wachsen seit Jahren an, ebenso die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Lkw. In den vergangenen fünf Jahren betrug der Anstieg 23 Prozent. In diesem Zeitraum wurden 9,9 Prozent mehr Verkehrsteilnehmer verletzt oder gar getötet.

Übermüdete Fahrer und schlecht gewartete Lkw sind eine große Gefahr

Auf den Bundesautobahnen ereigneten sich im vergangenen Jahr 35,3 Prozent der aufgenommenen Verkehrsunfälle mit Güterkraftfahrzeugen, wobei die Bundesautobahnen nur einen 6,2-prozentigen Anteil am Gesamtverkehrsaufkommen haben.

LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer. Hauptunfallursachen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung und Übermüdung. Übermüdete Fahrer und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar. Darum sei es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen insbesondere auf Bundesautobahnen zu bewahren, teilt die Polizei mit.

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