Eckernförde und Kiel : Polizei gelingt Schlag gegen Schleuserbande in SH

100 Beamte waren in Kiel und Eckernförde im Einsatz. Bei Wohnungsdurchsuchungen gab es eine Festnahme.

shz.de von
28. Januar 2015, 16:36 Uhr

Kiel/Eckernförde | Bei einem Großeinsatz ist der Bundespolizei ein Schlag gegen die Schleuser-Kriminalität in Schleswig-Holstein gelungen. Zwei Wohnungen in Kiel und eine Wohnung in Eckernförde seien am Mittwoch durchsucht worden. Ein Syrer (45) sei verhaftet sowie zwei Pistolen, Munition und Bargeld sichergestellt worden, teilte die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt mit. Insgesamt 100 Beamte seien im Einsatz gewesen.

Außer dem in Eckernförde verhafteten Syrer seien weitere Menschen in den Wohnungen angetroffen worden. Ihnen wird demnach aber keine Straftat vorgeworfen.

Wegen des vermuteten Besitzes von Schusswaffen erfolgte der Zugriff durch Spezialkräfte. Den Tätern wird vorgeworfen, seit Januar 2014 in etwa 20 Fällen Ausländer über die Türkei, Griechenland und Österreich in das Bundesgebiet geschleust zu haben. Dabei geht es auch um Urkundenfälschung und den Missbrauch von Ausweispapieren. Nach den Erfahrungen der Behörden verlangen Schleuser mehrere Tausend Euro pro Schleusung. Der tatverdächtige Syrer kam ins Gefängnis in Neumünster.

Blaulichtmonitor



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