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Landtagswahl 2017 in SH : Politologe: Vor allem CDU profitiert von höherer Wahlbeteiligung

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Mehr Wähler an den Urnen, mehr Stimmen für die CDU. Dazu hat besonders Spitzenkandidat Günther beigetragen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 10:27 Uhr

Kiel | Was passiert am Tag nach der Wahl? Alle aktuellen Informationen und Hintergründe gibt es in unserem Liveblog.

Von der gestiegenen Wahlbeteiligung in Schleswig-Holstein hat nach Überzeugung des Politikwissenschaftlers Joachim Krause zuallererst die siegreiche CDU profitiert. Mit Daniel Günther habe die CDU diesmal einen Spitzenkandidat aufgeboten, der aus der Landespolitik komme und im Wahlkampf unprätentiös und sachorientiert aufgetreten sei, sagte Krause. Günther verkörpere ein Bild, wie es sich viele CDU-Wähler wünschten.

 

Die um vier Punkte auf 64,2 Prozent gestiegene Wahlbeteiligung habe zudem der FDP und den Grünen genutzt, sagte Krause. Deren Abschneiden mit zweistelligen Ergebnissen sei bundespolitisch schon fast exzeptionell. Dies hänge mit den führenden Politikern Robert Habeck (Grüne) und Wolfgang Kubicki (FDP) zusammen, die bundesweit bekannt seien. „Kubicki ist ein Typ, den die Leute mögen, weil er unterhaltsam ist und ausspricht, was viele Leute denken.“ Auch die AfD habe von der höheren Wahlbeteiligung profitiert.

Die Quote von gut 64 Prozent ist aus Krauses Sicht ganz gut. „Ich hätte mir aber schon 70 Prozent gewünscht.“ Dass diesmal wie zuvor schon in anderen Ländern mehr Wahlberechtigte ihre Stimme abgaben, führt Krause wesentlich auf die Brexit-Entscheidung und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten zurück. Beides habe dazu geführt, dass viele traditionelle Wähler von CDU, SPD und FDP wieder an die Urnen gegangen sind.

 

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