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Herzogtum Lauenburg : Politiker verurteilen Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft

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Ein Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Escheburg sorgt in Schleswig-Holstein für Entsetzen. In dem Asylbewerberheim sollten sechs Iraker unterkommen.

Kiel | Führende Politiker haben den Brandanschlag auf ein noch unbewohntes Asylbewerberheim in Escheburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) scharf verurteilt. An die Täter gerichtet sagte Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) am Dienstag: „Wir werden euch jagen, wir werden euch kriegen, wir werden euch verurteilen. Ihr macht uns keine Angst.“

Das Land dürfe sich von Rassisten und Menschen mit mörderischer Gesinnung nicht vorgeben lassen, wie human es ist. „Und Schleswig-Holstein ist human, die allermeisten Menschen möchten schützen, möchten helfen.“

Ein Brandsatz hatte am Montagmittag in dem leerstehenden Gebäude ein Feuer ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft stuft die Tat als fremdenfeindliche Straftat ein. Weitere Angaben zur Tat oder den Tätern konnte ein Sprecher zunächst nicht machen.

In dem Asylbewerberheim sollten Iraker unterkommen. „Die Männer werden jetzt vorläufig in Gudow in der Gemeinschaftsunterkunft des Kreises Herzogtum Lauenburg untergebracht“, sagte Kreissprecher Karsten Steffen am Dienstag in Ratzeburg.

Albig betonte, das Gebäude in Escheburg sei gerade erst hergerichtet worden. „Das ist wirklich bitter und verabscheuungswürdig.“ Auch Innenminister Stefan Studt (SPD) verurteilte den Anschlag. „Wer Flüchtlingsunterkünfte angreift, offenbart seine menschenverachtende Grundeinstellung“, sagte Studt. Es dürfe keinen Unterschied zwischen Gewalt gegen Sachen und Gewalt gegen Menschen geben. Die Polizei werde mit Hochdruck ermitteln.

Studt dankte der freiwilligen Feuerwehr für ihren schnellen und professionellen Einsatz, der größeren Sachschaden verhindert habe. Der Innenminister appellierte an die Bevölkerung, gegenüber Flüchtlingen ein Zeichen des Willkommens und der Hilfe zu setzen.„Jetzt erst recht - so muss die Devise lauten“, sagte Studt. Schleswig-Holstein bleibe ein Land der guten Nachbarn.

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erstellt am 10.Feb.2015 | 12:47 Uhr

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