Statistik : Zahl der Flüchtlinge fast verdoppelt

Innenminister Andreas Breitner (SPD). Foto: dpa
Innenminister Andreas Breitner (SPD). Foto: dpa

Innenminister Andreas Breitner rechnet damit, dass künftig mehr Asylbewerber nach SH kommen. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 1516 Flüchtlinge aufgegriffen.

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11. Juli 2013, 12:35 Uhr

Kiel | Beim Zuzug von Asylbewerbern spitzt sich die Lage in Schleswig-Holstein nach Darstellung von Innenminister Andreas Breitner weiter zu. Von Januar bis einschließlich Juni seien insgesamt 1516 Flüchtlinge neu aufgenommen worden und damit 96 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf seiner Facebook-Seite. Die meisten Menschen kamen demnach aus Russland (512), Afghanistan (229) und Iran (201). Mit einer Entspannung der Situation sei in naher Zukunft nicht zu rechnen.
"Wir müssen uns auf einen anhaltend starken Zuzug von Asylbewerbern einstellen", äußerte Breitner. Die Erfahrung zeige, dass im zweiten Halbjahr mehr Menschen kommen als in den ersten sechs Monaten. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erwarte, dass im weiteren Verlauf des Jahres monatlich zwischen 8000 und 10.000 Menschen in Deutschland um Asyl nachsuchen werden.
Daraus könnten sich für Schleswig-Holstein insgesamt rund 3350 neue Asylsuchende in diesem Jahr ergeben. Der Haushalt sieht laut Breitner 27 Millionen Euro für die Kommunen zur Unterbringung und Verpflegung von Asylbewerbern vor. "Das wird jedoch nicht reichen." Für nächstes Jahr stünden im Haushaltsentwurf der Regierung rund 36 Millionen Euro.

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