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Neue Forschung : Wildkameras in SH: Wo Wölfe in die Foto-Falle tappen

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Nicht nur Autofahrer tappen in Schleswig-Holstein in die Foto-Falle. Das Umweltministerium stellt landesweit Kameras auf.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 19:32 Uhr

Langwedel | Mit Hilfe von 114 Wildkameras wollen Experten mehr Erkenntnisse über das Verhalten der Wölfe im Norden erhalten. Das Umweltministerium geht davon aus, dass derzeit aber keine Wölfe dauerhaft im Land sind. „Wir haben vereinzelte Nachweise von Wölfen im Land, gehen davon aus, dass sie Schleswig-Holstein durchstreifen oder nur kurz hier aufhalten“, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag.

Seit der ersten Sichtung eines Wolfs im April 2007 bei Süsel wurden weitere Tiere beziehungsweise ihre Spuren entdeckt. Es gab auch vereinzelte Angriffe von Wölfen auf Nutztiere.

Die Kameras sollen nach und nach aufgestellt werden. Am Freitag informierte sich darüber in Langwedel (Kreis Rendsburg-Eckernförde) Umwelt-Staatssekretärin Silke Schneider mit der Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Sandra Redmann, dem Vizepräsidenten des Landesjagdverbandes Axel Claussen und dem Koordinator der Wolfsbetreuer Jens Matzen.

Im Norden gibt es rund 70 Wolfsbetreuer. Sie erhoffen sich von den Kameras Daten zur Besiedlung Schleswig-Holsteins durch den Wolf. Bilder von Menschen, die von den Foto-Fallen aufgenommen werden könnten, sollen beim Auslesen der Speicherkarten gelöscht werden.

Eine Übersicht aller Kameras gibt es auf www.wildkamera-sh.de.

shz.de hat bereits eine eigene Karte erstellt, die mögliche Wolfsichtungen zusammenfasst.

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