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Landtagswahl in SH 2017 : Wahllokale geöffnet - Höhere Wahlbeteiligung als 2012

vom

Tag der Entscheidung im Norden. Lange sah es nach einem Sieg für die Küstenkoalition unter SPD-Ministerpräsident Torsten Albig aus, doch nun wird ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2017 | 09:18 Uhr

Kiel | Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als vor fünf Jahren. Bis 14 Uhr gaben 42,51 der gut 2,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter am Sonntagnachmittag mitteilte. 2012 hatte die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 37,7 gelegen, 2009 waren es 48,6 Prozent.

Bei der Wahl muss die seit 2012 regierende Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband SSW um ihre Wiederwahl bangen. Die letzten Umfragen sahen die CDU knapp vor der SPD und keine Mehrheit für die bisherige Küstenkoalition.

Bereits bis 11 Uhr hatten 21,55 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Auch zu diesem frühen Zeitpunkt lag die Beteiligung bereits höher als 2012 (17,7 Prozent). In diesem Jahr dürfen im Norden erstmals auch 16-Jährige den Landtag in Kiel wählen.

So schätzt das Statistikamt die Wahlbeteiligung ein:

 

Auch in den sozialen Medien wurde dazu aufgerufen, wählen zu gehen.

 

Bei der Wahl muss die seit 2012 regierende Koalition aus SPD, Grünen und Südschleswig schem Wählerverband SSW um ihre Wiederwahl bangen. Die letzten Umfragen sahen die CDU knapp vor der SPD und keine Mehrheit für die bisherige Küstenkoalition.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat sich am Sonntagmittag in Kiel bei der Stimmabgabe optimistisch gezeigt. Albig kam in Begleitung seiner Lebensgefährtin Bärbel Boy in das Wahllokal in der Kieler Gelehrtenschule. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen, weil alle Umfragen bei den letzten Landtagswahlen immer falsch waren - und zwar frappierend falsch“, sagte Albig mit Blick auf die Umfragen, bei denen die CDU zuletzt vorne lag. Dem Ausgang der Wahl schaue er deshalb mit „großer Gelassenheit, mit Fröhlichkeit, mit Demut“ entgegen.

Torsten Albig (SPD) in Begleitung seiner Lebensgefährtin Bärbel Boy im Wahllokal in der Kieler Gelehrtenschule.

Torsten Albig (SPD) in Begleitung seiner Lebensgefährtin Bärbel Boy im Wahllokal in der Kieler Gelehrtenschule.

Foto: dpa
 

Albig hofft auf einen Wahlsieg der SPD, um die seit 2012 regierende Koalition mit den Grünen und dem SSW fortsetzen zu können. Für die SPD erwartet Albig nach früheren Aussagen 35 Prozent und einen deutlichen Vorsprung vor der CDU.

Zu denen, die bereits am Vormittag abstimmten, gehörte auch CDU-Spitzenkandidat Daniel Günther. Günther kam mit Ehefrau Anke in Eckernförde ins Wahllokal. Er sagte danach im Sender RSH, er sei absolut optimistisch, aber ein bisschen Anspannung sei immer dabei.

Daniel Günther und Ehefrau Anke im Wahllokal in Eckernförde.

Daniel Günther und Ehefrau Anke im Wahllokal in Eckernförde.

Foto: dpa

Der Wahlkreis 8, in dem er antritt, ist hart umkämpft. Bei der Landtagswahl 2012 hatte Günther seine SPD-Konkurrentin, Fraktionsvize Serpil Midyatli, nur knapp geschlagen.

Auch FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki tritt in dem Wahlkreis an. Auch er zeigte sich bei der Stimmabgabe zuversichtlich. Die Liberalen wollen bei der Wahl am Sonntag mit einem zweistelligen Ergebnis vor den Grünen drittstärkste Partei werden.

Auch die Grünen-Spitzenkandidatin Monika Heinold veröffentlichte ein Foto aus dem Wahllokal.

Pirat Patrick Breyer twitterte ein Foto an der Wahlurne.

Die Wahllokale sind seit 8 Uhr geöffnet, rund 2,3 Millionen Wahlberechtigte können ihre Stimme abgeben. Insgesamt 13 Parteien treten mit einer Landesliste an. Die AfD mit dem Spitzenkandidaten Jörg Nobis hat erstmals Chancen, in den schleswig-holsteinischen Landtag einzuziehen.

 

Die Linke, die bereits von 2009 bis 2012 im Landtag vertreten war, kann den Umfragen zufolge knapp auf den Wiedereinzug hoffen. Die rund 2600 Wahllokale schließen um 18 Uhr. Unmittelbar danach werden erste Prognosen und Hochrechnungen erwartet.

Bei der Wahl 2012 erzielte die CDU 30,8 Prozent, die SPD 30,4 Prozent, die FDP 8,2 Prozent und die Grünen 13,2 Prozent. Die Linke erhielt 2,3 Prozent und der SSW 4,2 Prozent. Die Piraten, die Umfragen zufolge nicht wieder im Landtag vertreten sein werden, zogen 2012 mit 8,2 Prozent ins Landeshaus ein. 60,2 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

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