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Bundestagswahl 2013 : Wadephul will Allianz mit Kopenhagen schmieden

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Johann Wadephul will stärker mit Hamburg und Dänemark zusammenarbeiten: „Wenn wir als Schleswig-Holsteiner in Berlin und Brüssel überhaupt noch etwas durchsetzen wollen, müssen wir es mit anderen machen", sagt der CDU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl.

Flensburg | Der Bundestags-Spitzenkandidat der CDU in Schleswig-Holstein, Johann Wadephul, hat zu verstärkten Allianzen mit den Nachbarn aufgerufen. „Wir spielen in der Hauptstadt durch die handelnden Personen nicht mehr die Rolle wie früher“, meint der CDU-Politiker sowohl mit Blick auf seine eigene Partei als auch auf die SPD. „Wenn wir als Schleswig-Holsteiner in Berlin und Brüssel überhaupt noch etwas durchsetzen wollen, müssen wir es mit anderen machen. Partner aus Kopenhagen sind dabei mindestens genau so wichtig wie aus Hamburg“, sagte Wadephul gestern während eines Redaktionsbesuchs beim sh:z.

Der Christdemokrat aus Rendsburg-Eckernförde verwies darauf, dass jütländische Spediteure genauso unter den Verkehrsengpässen in Schleswig-Holstein leiden wie einheimische. Wenn die Rader Hochbrücke ertüchtigt sei, müsse geprüft werden, wie es dazu kommen konnte, dass trotz steigenden Lkw-Verkehrs niemand die Probleme mit der Statik habe kommen sehen. „Man wird darüber reden müssen, ob es ein Behördenversagen gab.“

An den Dänen will sich Wadephul auch orientieren, wenn es um staatliche Planungsgesellschaften für Verkehrsmagistralen oder Energietrassen und ein vereinfachtes Planungsrecht geht. Er erinnerte daran, dass es ähnliche Erleichterungen für den Osten auch nach der deutschen Einheit gegeben habe. Die Situation vieler Straßen im Norden unterscheide sich nicht maßgeblich von denen zu DDR-Zeiten. Dass es der Opposition schwerfällt, im Wahlkampf mit Themen zu punkten, erklärt Wadephul damit, „dass es Deutschland relativ gesehen gut geht“. Positiv verbucht er, „dass sich die Diskussion über den Euro ins Positive gewandelt hat“.

Für die nächste Bundesregierung formuliert Wadephul den Anspruch, dass mindestens ein Schleswig-Holsteiner oder Hamburger vertreten ist. Mit ihm? „Einen Staatssekretärsposten sehe ich nicht vorrangig für mich. Ich bin mit Leib und Seele Parlamentarier.“

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erstellt am 12.Sep.2013 | 12:20 Uhr

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