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Verteidigungsministerin auf SH-Tour : Von der Leyen: 60 Millionen Euro für Husum, 30 Millionen für Plön

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Ursula von der Leyen verspricht Millionen-Investitionen in SH. Erster Stopp war das Spezialpionierbataillon 164. Danach war die Ministerin in Plön.

Husum | Die Bundeswehr wird in den Standort Husum in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro investieren. Dies sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch des Spezialpionierbataillons 164 in Husum. Das Geld fließe vor allem in Infrastrukturmaßnahmen wie die Modernisierung von Unterkunftsgebäuden, Küchen, Verpflegungsräumen bis hin zu Lagerhallen. „Hier gibt es viel Bedarf“, sagte die Ministerin. Anschließend machte sie den Soldaten in Husum Mut. „Es ist ein starkes Signal, dass der Standort Husum Zukunft hat.“ Neben dem Spezialpionierbataillon 164 ist das Flugabwehrraktengeschwader 1 in der Storm-Stadt stationiert.

Die Ministerin kündigte zudem an, dass die Ausbildungswerkstatt in Leck erhalten bleiben soll. „Wir brauchen junge Menschen mit guten Ausbildungsfähigkeiten.“ Daher sei der ursprüngliche Plan, die Werkstatt zu schließen, gekippt worden. „Ich habe entschieden, dass die Ausbildungswerkstatt in voller Kapazität weiterlaufen wird“, sagte von der Leyen.

Der Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen Nord, Ingbert Liebing (CDU), der die Verteidigungsministerin in den hohen Norden eingeladen hatte, freute sich über die Nachrichten. „Das sind für die Region starke Nachrichten.“ Husum sei ein „starker Standort, eine starke Bastion“. Vor allem freue ihn aber die Meldung, dass die Ausbildungswerkstatt in Leck erhalten bleibt. „Dafür haben wir vier Jahre lang gekämpft.“

In Husum erkundigte sich Ministerin von der Leyen über das Aufgabenspektrum der Spezialpioniere - unter anderem am Beispiel einer Wasseraufbereitungsanlage, einer Sandsackfüllmaschine, dem Pionier-Panzer „Dachs“ und anhand aufblasbarer Unterkunftszelte.

Das Spezialpionierbataillon ist Teil der mobilen logistischen Kräfte. Kernauftrag sind die Planung, der Bau sowie das Errichten von Feldlagern. „Man muss sich das so vorstellen, dass sie in der Lage sind, eine kleine Stadt innerhalb von sechs Wochen auf die Beine zu stellen – arbeiten, essen schlafen, duschen, alles, was dazu gehört“, erklärte von der Leyen. „Und das überall auf der Welt“. 

In Katastrophenfällen unterstützen die Spezialpioniere aber auch im Inland zivile Kräfte, beispielsweise bei Hochwasser. Ab 2016 werden 250 zusätzliche Spezialisten für Feldlagerbau und Feldlagerbetrieb ihren Dienst in Husum antreten. Die Gesamtzahl der Dienstposten des Verbandes steigt somit auf etwa 1500 an.

Nach ihrem Besuch in Husum fuhr die Ministerin weiter nach Plön, wo sie die Marineunteroffiziersschule besuchte. Auch hier versprach die Ministerin Investitionen in Millionenhöhe. Bis 2020 sollen 30 Millionen fließen, um den Standort attraktiver zu machen. Hauptsächlich ist das Geld für die Unterkünfte in Plön gedacht. Nur so könne man Fachkräfte gewinnen – und nicht durch eine allgemeine Wehrpflicht, bekräftigte von der Leyen.

In der Marineunteroffiziersschule informierte sie sich über die Aufgaben und Fähigkeiten der Schule und machte sich ein Bild über den Fortgang der Modernisierung der Unterkünfte. Auch eine kurze Segeltour auf dem Plöner See machte sie mit.

Anschließend war noch ein Besuch beim Zentrum für Gesundheit und Familie des Deutschen Roten Kreuzes in Plön geplant. Hier sollte der Ministerin neue Konzepte für Familienkuren und Angebote für Soldaten mit Paarkonflikten vorgestellt werden.

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erstellt am 16.Apr.2015 | 11:44 Uhr

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