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Streik am Nord-Ostsee-Kanal : Verdi wartet auf Arps offenen Brief

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Beim Streik am Nord-Ostsee-Kanal kochten die Emotionen hoch. CDU-Politiker Hans-Jörn Arp sprach sogar von „Erpressung“ - und nahm seinen Vorwurf später zurück. Der Gewerkschaft Verdi reicht das nicht.

Kiel | Die Gewerkschaft Verdi wartet noch auf den „offenen Brief“ des CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp – und zeigt sich entsprechend verschnupft. Arp hatte den Streik am Nord-Ostsee-Kanal als Erpressung bezeichnet und später angekündigt, dies öffentlich zurückzunehmen. „Wir warten gespannt, nachdem Herr Arp einen offenen Brief mittels Pressemitteilung angekündigt hat. Unabhängig davon, ob Herr Arp seine Aussage relativiert, bleiben aber offene Fragen. Herr Arp fordert die Privatisierung aller Dienstleistungen am NOK, und da wollen wir natürlich wissen, wie steht die Landes-CDU zu dieser Forderung“, teilte Karin Hesse, Leiterin des Verdi Landesbezirks Nord, mit.

Arp hatte vor zwei Wochen kritisiert, es gehe der Gewerkschaft längst nicht mehr um Tarifverträge, sondern um eine Machtdemonstration vor der Bundestagswahl. Diesen Vorwurf nahm er drei Tage später zurück - allerdings nicht in einem offenen Brief: „Ich bedaure, dass ich durch die Verwendung dieses Begriffes nicht richtig verstanden wurde. Mir ging und geht es ausschließlich um den Erhalt der Arbeitsplätze.“ Viele Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen bangten um ihre Jobs. „Sie haben mir geschildert, wie hilflos sie sich angesichts des ja auch unter Gewerkschaftern umstrittenen Streikbeschlusses vom Freitag fühlten. Diese Gefühlslage habe ich aufgenommen“, so Arp.

„Unser Interesse liegt seit Jahren darin, den NOK zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten“, betonte Hesse und forderte die CDU Schleswig-Holstein auf, die Privatisierungsforderung zurückzunehmen.

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erstellt am 17.Sep.2013 | 14:51 Uhr

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