Getötete Umweltschützerin aus Honduras : Verdächtige nach Mord an Berta Cáceres gefasst

Im vergangenen Jahr war Berta Cáceres mit dem renommierten Goldman-Umweltpreis ausgezeichnet worden.
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Im vergangenen Jahr war Berta Cáceres mit dem renommierten Goldman-Umweltpreis ausgezeichnet worden.

Die Umweltschützerin kämpfte gegen Staudämme und Bergwerke in den Siedlungsgebieten der Lenca-Indianer. Im März wird sie unter mysteriösen Umständen ermordet. Jetzt wurden drei Männer verhaftet.

shz.de von
02. Mai 2016, 19:55 Uhr

Tegucigalpa | Nach dem Mord an der prominenten honduranischen Umweltschützerin Berta Cáceres sind vier Verdächtige festgenommen worden. Die Männer seien am Montag bei Razzien in verschiedenen Städten des mittelamerikanischen Landes gefasst worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Cáceres war Anfang März in ihrem Haus erschossen worden. Die Aktivistin setzte sich seit Jahren für die Rechte der Lenca-Indianer ein und kämpfte gegen Staudämme und Bergwerke in deren Siedlungsgebieten. Am Bau des umstrittenen Wasserkraftwerks Agua Zarca ist auch die deutsche Firma Voith beteiligt.

Medienberichten zufolge sind unter den Festgenommenen ein aktiver Soldat, ein Ex-Militär und ein Mitarbeiter des Unternehmens Desa, das den Staudamm Agua Zarca baut. Angehörige und Kollegen von Cáceres hatten zuvor die Firma für den Anschlag auf die Umweltschützerin verantwortlich gemacht.

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