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Teures Schlupfloch beim Immobilienkauf : Umgehung der Grunderwerbsteuer über Share-Deals soll gestoppt werden

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Immobilien werden in Objektgesellschaften verpackt, um die Steuer zu umgehen. Die Finanzminister der Länder rebellieren.

Kiel | Die Finanzminister der Länder wollen einem Trick zur Umgehung der Grunderwerbsteuer einen Riegel vorschieben. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Ministerium in Kiel wollen es die Ressortchefs nicht hinnehmen, dass die Steuer zunehmend mit sogenannten Share-Deals umgangen wird. Dabei werden Immobilien in eine Objektgesellschaft verpackt und Anteile (Shares) an der Gesellschaft verkauft. Werden nicht mehr als 94,9 Prozent der Anteile übertragen, fällt keine Grunderwerbsteuer an, da formell eine Firma und nicht ein Grundstück oder Gebäude verkauft wird.

Dies sei inakzeptabel, sagte die Kieler Ministerin Monika Heinold (Grüne). Im September hatten die Ressortchefs beschlossen, mit dem Bund eine Gesetzesänderung zu erarbeiten, um die Steuervermeidung zu stoppen oder einzudämmen. Inzwischen liegt ein erstes Arbeitsergebnis mit zwei Vorschlägen vor, um eine Besteuerung des Anteilserwerbs von Objektgesellschaften zu ermöglichen. Auf ihrer jüngsten Konferenz beschlossen die Ressortchefs weitere Schritte zur Umsetzung. Geprüft würden auch Lösungen außerhalb der Grunderwerbsteuer, hieß es in Kiel. Details dazu wurden nicht bekannt.

„Es ist ungerecht, wenn junge Familien für den Erwerb von Eigentum Steuern zahlen müssen, während sich große Immobiliengesellschaften vom Acker machen“, sagte Heinold. „Wir brauchen eine verlässliche Besteuerung sämtlicher Immobilientransaktionen.“ Dieser Prozess sei schwierig. Sie dränge mit ihren Kollegen weiter auf eine Lösung.

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erstellt am 04.Dez.2016 | 09:54 Uhr

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