Landtagswahl 2012 : Trotz Protesten - Wahlkreis-Reform steht

Der stark umstrittene Neuzuschnitt der Wahlkreise in Schleswig-Holstein ist beschlossene Sache und gilt erstmals für die Landtagswahl 2012.

Avatar_shz von
28. Mai 2011, 11:05 Uhr

Kiel | Der Wahlkreisausschuss stimmte gestern mit Stimmen von CDU, FDP, SSW und der Landeswahlleiterin endgültig dafür. Damit scheiterte der Versuch, das Ruder in letzter Minute noch rumzureißen.
Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Ostholstein, Lauenburg und Lübeck verlieren nun je einen Wahlkreis; die Gesamtzahl sinkt von 40 auf 35. Damit hat die SPD-Hochburg nur noch zwei Wahlkreise, der dünn besiedelte und CDU-dominierte Raum Dithmarschen/Steinburg vier. Allerdings gehen vier der fünf wegfallenden Wahlkreise zulasten der CDU. Die Wahlkreisneuschneidung tritt sofort in Kraft.
Am Morgen noch hatte die Landeswahlleiterin in der Hoffnung auf einen breiteren Konsens einen weiteren Vorschlag im Ausschuss vorgelegt. Demnach sollte Lübeck drei Wahlkreise behalten und Schleswig-Flensburg einen verlieren. Das stieß aber auf Widerstand; der Ausschuss entschied sich für die Variante von CDU und FDP.
Der SPD-Fraktionschef Stegner kritisierte das Ergebnis als nicht sachgerecht und nicht nachvollziehbar. "Ostholstein wird zerfleddert, Lübeck amputiert." Die Abweichung bei der Wahlkreisgröße werde ausgereizt.
(dpa, shz)

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen