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Ministerpräsident von SH : Torsten Albig zu Besuch in Israel: Das sind seine Pläne

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Die kommenden drei Tage verbringt Schleswig-Holsteins Ministerpräsident nicht in Kiel, sondern in Jersusalem.

Kiel/Jerusalem | Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) ist am Mittwoch zu einem dreitägigen Besuch in Israel eingetroffen. Er wolle damit der Vergangenheit und der Gegenwart zugleich gerecht werden, sagte er nach seiner Ankunft in Tel Aviv. „Dies ist keine Reise in die Erinnerung, sondern des hoffnungsvollen Nach-Vorn-Schauens.“ Es gehe um Erinnerung und darum, „wie wir heute in dieser Welt zusammenleben“.

Vor seinem Abflug vom Hamburger Flughafen sagte Albig: „Ich bin unendlich dankbar, dass ich die Gelegenheit habe, das Band der Freundschaft mit Israel noch enger zu knüpfen“. Diese Freundschaft sei etwas ganz Besonderes - „für Deutschland, für Schleswig-Holstein, aber auch für mich ganz persönlich.“ Er sei gespannt auf viele Begegnungen und das Wiedersehen mit Staatspräsident Reuven Rivlin.

Rivlin hatte im Mai 2015 Kiel besucht. Er besichtigte auch die Werft ThyssenKrupp Marine Systems, die U-Boote und Korvetten für Israel baut. Der Staatspräsident wird Albig am Donnerstag empfangen.

Am selben Tag will Albig die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen, die an die Ermordung von sechs Millionen europäischer Juden durch die Nazis erinnert. In der Forschungsstätte soll auch eine Absichtserklärung für eine Kooperation Schleswig-Holsteins mit Yad Vashem unterschrieben werden. Ziel ist es, Lehrer für die Vermittlung des Holocaust zu schulen und Unterrichtsmaterialien zu entwickeln.

Albig reist nach Israel auch als stellvertretender Vorsitzender der Jerusalem Foundation Deutschland. Er wird sich in Jerusalem über Schulen und Kindergärten informieren, die sich für Toleranz und Versöhnung zwischen Juden, Muslimen und Christen einsetzen.

Die Stiftung wurde 1966 vom damaligen Bürgermeister Teddy Kollek gegründet. Sie hat inzwischen Schwesterorganisationen in vielen Ländern und nach eigenen Angaben bereits 2000 Projekte unterstützt. Die Stiftung will das friedliche Zusammenleben der Bewohner in Jerusalem über alle ethnischen und religiösen Hindernisse hinweg fördern. Außerdem besucht Albig in Ost-Jerusalem die Internationale Deutsche Schule. Das ist eine katholische Mädchenschule, die aber inzwischen etwa 85 Prozent muslimische Schülerinnen hat.

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erstellt am 06.Apr.2016 | 07:59 Uhr

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