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Flüchtlingskrise in Europa : Torsten Albig: „Frankreich nimmt weniger Flüchtlinge auf als SH“

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Eine Million Flüchtlinge 2016? Die Bundesregierung muss in Flüchtlingskrise mehr Tatkraft zeigen, sagt der Ministerpräsident.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2016 | 07:06 Uhr

Nauen | Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) fordert von der Bundesregierung mehr Tatkraft zur Bewältigung der Flüchtlingskrise. Statt die Asylverfahren zu beschleunigen, würden ständig neue Vorschläge diskutiert: „Wir überholen uns immer und beantworten gar nicht gestellte Fragen“, sagte Albig am Rande der SPD-Klausur in Nauen bei Berlin.

Im Augenblick werde fast nur über Strafrecht und Abschiebung krimineller Ausländer geredet. „Wir müssen sie abschieben. Aber das hat ehrlich gesagt nichts mit dem Problem zu tun.“ Im laufenden Jahr drohten Flüchtlingszahlen in Deutschland von weit mehr als einer Million, wenn in Europa nichts passiere. „Frankreich nimmt weniger Flüchtlinge auf als Schleswig-Holstein. Das ist ein Treppenwitz“, sagte der Kieler Regierungschef.

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