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Landtagssitzung : Themen in Kiel: Akw Brunsbüttel und Uni-Klinikum

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Im Akw Brunsbüttel lagert radioaktives Material in rostigen Fässern. Und die Sanierung des Klinikums wird teurer als geplant. Der Kieler Landtag diskutiert heute darüber, wie es mit den beiden Problemfällen weitergeht.

Kiel | Das Atomkraftwerk Brunsbüttel und das Universitätsklinikum gehören zu den Problemfällen in Schleswig-Holstein, über die der Landtag in den letzten Jahren am häufigsten diskutiert hat. Heute ist es wieder soweit. Wie kann in Brunsbüttel Atommüll aus verrosteten Fässern in sichere Behälter umgelagert werden? Dazu soll sich Energieminister Robert Habeck (Grüne) auf Antrag der CDU äußern.

Inspektionen per Kamera haben ergeben, dass von bisher 131 untersuchten Fässern mit schwach- und mittelradioaktivem Material 28 in kritischem Zustand sind. Insgesamt lagern in Brunsbüttel 631 Behälter in unterirdischen Lagern des stillgelegten Atomkraftwerks. Ein Teil davon ist nach Expertenansicht in einem desaströsen Zustand. Eigentlich sollte der Atommüll schon seit vielen Jahren im Endlager Schacht Konrad in Niedersachsen sein, doch dieses ist immer noch nicht in Betrieb.

In der Debatte über das Uni-Klinikum geht es um die Sanierung vieler Gebäude, die in schlechtem Bauzustand sind und aufgrund ihres Zuschnitts eine effizientere Patientenversorgung verhindern. Die Landesregierung bezifferte den Investitionsstau auf 1,1 Milliarden Euro. Nach Angaben des Finanzministeriums sollen in den kommenden Jahren 561,4 Millionen Euro investiert werden. Zunächst waren nur 380 Millionen Euro vorgesehen. Die Sanierungsarbeiten sollen 2016 beginnen. Ein Viertel der Kosten sollen private Investoren aufbringen, die dann für einen bestimmten Zeitraum Miete einnehmen. Drei Viertel stellt das Klinikum bereit. Verträge mit Investoren und Banken sollen am 30. September abgeschlossen werden.

Das Klinikum, das in Kiel und Lübeck rund 11.000 Menschen beschäftigt, erwirtschaftete 2013 ein Defizit von 38 Millionen Euro. Die Gesamtschulden belaufen sich auf 160 Millionen Euro.

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erstellt am 12.Sep.2014 | 07:50 Uhr

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