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Marineschule in Flensburg : Tag der Bundeswehr: Aktivisten klettern auf „Gorch Fock“

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Beim Tag der Bundeswehr will die Truppe für sich werben. In Flensburg nutzen Aktivisten die Gelegenheit für Protest.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2015 | 15:22 Uhr

Flensburg | Auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ in Flensburg haben Aktivisten gegen den Tag der Bundeswehr protestiert. Sie kletterten am Samstag in die Takelage und hängten in rund 20 Metern Höhe ein Transparent mit der Aufschrift „War starts here“ (Krieg beginnt hier) auf. Das berichtete eine Sprecherin der Demonstranten.

Außerdem hissten sie an einem Mast eine Piratenflagge, die einen Totenkopf mit zerbrochenen Gewehren zeigte. Soldaten hätten Banner und Flagge nach etwa 20 Minuten abgenommen, hieß es. „Die Bundeswehr präsentiert sich hier als moderater Arbeitgeber“, klagten die Aktivisten. „Dabei wird vollkommen verschwiegen, dass die Soldaten eigentlich zum Töten ausgebildet und eingesetzt werden.“

Zum 60-jährigen Bestehen der Bundeswehr gibt es am Samstag an 15 Standorten von Flensburg bis Bischofswiesen erstmals einen „Tag der Bundeswehr“, bei dem die Truppe ihre Leistungsfähigkeit und Vielfalt präsentieren und auch um Nachwuchs werben will. Im Norden Deutschlands sind neben Flensburg Eckernförde, Warnemünde und Wilhelmshaven dabei.

In Eckernförde lobte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) die Zusammenarbeit mit dem Militär gelobt. „Wir wissen, wie sehr wir unsere Bundeswehr brauchen“, sagte Albig am Samstag auf dem Marinestützpunkt. Das Land sei dankbar und glücklich, sich darauf verlassen zu können, dass im Zweifel jemand da sei, der weiterhelfe.

Verteidigungsministerin Ursula der Leyen (CDU) dankte der Truppe für den Einsatz in aller Welt und warb um Unterstützung. „Die Bundeswehr braucht den Rückhalt der Gesellschaft in einer Zeit, in der von ihr viel verlangt wird“, sagte die CDU-Politikerin am Samstag beim Besuch der Feldjäger in Hannover. „Frieden, Freiheit und Sicherheit sind keine Selbstverständlichkeit“, dafür setzten die Soldaten sich seit Jahren an vielfältigen Krisenherden ein. „Auf diese Truppe können wir uns felsenfest verlassen.“

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