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Ausblick auf die Landtagswahl : Stegner: Albig wird 2017 wieder SPD-Spitzenkandidat

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SPD-Landesvorsitzender Stegner holt eine Kleinstadt-Bürgermeisterin mit in die Parteispitze. Für die nächste Landtagswahl ist sein Wunsch-Spitzenkandidat wieder Albig.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 17:02 Uhr

Kiel | Erstmals mit zwei Frauen im engsten Führungsteam steuert die SPD in Schleswig-Holstein die nächste Landtagswahl an. Als seine künftige Stellvertreterin stellte Landesparteichef Ralf Stegner am Donnerstag die landesweit bisher eher unbekannte Schenefelder Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (47) vor. Vor dem Hintergrund von Spekulationen um die Zukunft des Regierungschefs sagte Stegner, er gehe fest davon aus, dass Ministerpräsident Torsten Albig auch zur nächsten Landtagswahl Spitzenkandidat wird. In Kiel kursieren seit längerem Spekulationen, ob Albig bis Ende der Wahlperiode im Amt bleibt und ob er 2017 wieder antritt.

„Das ist meine Erwartung, meine Hoffnung und ich bin ganz sicher, dass das so sein wird“, sagte Stegner. Dies entspricht auch der Ankündigung Albigs. Seine Zusammenarbeit mit Albig sei gut, sagte Stegner. Das gelte auch für den Zustand der Koalition mit Grünen und SSW, auch wenn im Handling einiges nicht so gelaufen sei, wie man sich das vorstelle und er sich nicht bei jeder Presseerklärung der Landesregierung auf die Schenkel klopfe. Die SPD lehne sich nicht zurück, sagte Stegner. „Wenn wir die nächste Wahl gewinnen wollen, müssen wir hart arbeiten.“ Der Landtag soll 2017 neu gewählt werden.

Die Schenefelder Bürgermeisterin Küchenhof soll auf Vorschlag Stegners den Posten besetzen, den Ex-Innenminister Andreas Breitner im Herbst vor seinem Wechsel in die Wohnungswirtschaft freigemacht hatte. Die Nord-SPD wählt Mitte März in Neumünster ihren Vorstand neu. Stegner (55) kandidiert ebenso wieder wie die bisherige stellvertretende Landesvorsitzende, die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn (59). An der Wahl der Genannten gibt es kein Zweifel, Gegenkandidaturen zeichnen sich nicht ab. Zum Parteitag kommt am 14. März auch SPD-Chef Sigmar Gabriel.

Küchenhof, die in Schenfeld (Kreis Pinneberg) seit 2006 Bürgermeisterin ist und bei ihrer Wiederwahl 2011 fast 81 Prozent bekam, soll im Vorstand die kommunale Flanke abdecken und der Metropolregion Hamburg Gewicht verleihen. Hagedorn verkörpert die Bundesebene, SPD-Bundesvize Stegner Bund und Land.

Beim Parteitag in Neumünster wird mit Flemming Meyer erstmals ein SSW-Vorsitzender ein Grußwort halten. So will die SPD ein Zeichen des Willens setzen, die aktuelle Koalition mit Grünen und SSW auch nach der nächsten Wahl fortzusetzen. Die Zusammenarbeit mit seinen Fraktionschefkollegen Eka von Kalben (Grüne) und Lars Harms (SSW) könne vertrauensvoller nicht sein, sagte Stegner. Gleiches gelte für die Spitzen der Landesparteien. Die aktuelle Konstellation gefalle ihm außer eine absoluten Mehrheit für die SPD am besten.

Für 2017 will die SPD die Wahlkämpfe für den Landtag (Frühjahr) und den Bundestag (Herbst) eng verknüpfen und auch beide Landeslisten auf einem Parteitag aufstellen. Die SPD verstehe sich in Schleswig-Holstein ganz besonders als linke Volkspartei mit sozialer Gerechtigkeit als Grundwert, sagte Stegner.

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