Dürre in SH : SPD will mit Landesfonds Bauernland retten

Der Fonds soll verhindern, dass Fremdinvestoren Profit aus der Notlage der Bauern schlagen.
Der Fonds soll verhindern, dass Fremdinvestoren Profit aus der Notlage der Bauern schlagen.

Die Idee: Bauern sollen dem Land Flächen verkaufen können, die sie später zum selben Preis zurückkaufen können.

shz.de von
01. August 2018, 13:36 Uhr

Kiel | Schleswig-Holstein soll nach einer Forderung der SPD-Fraktion einen Fonds auflegen, der in Not geratene Bauern vor dem Verkauf von Flächen an Fremdinvestoren schützt. „Die Landwirte können so bei Liquiditätsproblemen ihre Landflächen an das Land Schleswig-Holstein verkaufen und diese zu einem späteren Zeitpunkt für den gleichen Preis zurückerwerben“, sagte die Agrarpolitikerin Kirsten Eickhoff-Weber am Mittwoch. Angesichts der Dürre- und Hitzefolgen sei zu befürchten, dass Landwirte Teile ihres Landes verkaufen müssen, um Liquiditätsengpässe auszugleichen.

Hier sei das Land gefragt, sagte Eickhoff-Weber. Mit dem vorgeschlagenen Fonds könne es seine Landwirte schützen und verhindern, dass Fremdinvestoren von der Dürre profitieren. Die Länder müssten generell unter der aktuellen Lage leidende Bauern unterstützen, nicht aber nach dem Gießkannenprinzip. Erst nach der Erntebilanz Ende August sei eine realistische Einschätzung möglich.

Ziel muss es sein, die Landwirte vor existenzbedrohenden Situationen zu schützen. „Gerade Betriebe, die in den letzten Jahren neue Ställe gebaut und in Tierwohl investiert haben, brauchen Überbrückungshilfen durch das Land“, sagte die SPD-Politikerin. Diese Landwirte dürften nicht an ihrem Engagement zugrunde gehen.

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