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Positionspapiere : SPD will Landwirtschaftspolitik stärken

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Die SPD ist die Partei für die Stadt, die ist CDU auf dem Land stark – so die Wahrnehmung. Doch die Sozialdemokraten in SH wollen auch mit ländlichen Themen punkten und haben dafür zwei Positionspapiere entwickelt.

Kiel | Die SPD-Landtagsfraktion will stärkere Akzente bei den Themen ländliche Räume und Landwirtschaft setzen. Dazu hat sie zwei Positionspapiere entwickelt, die Fraktionschef Ralf Stegner und die agrarpolitische Sprecherin Kirsten Eickhoff-Weber am Montag in Kiel vorstellten.

„Für die SPD als stärkste Regierungsfraktion und Volkspartei ist es selbstverständlich, sich auch zur Agrarpolitik und zu den ländlichen Räumen zu Wort zu melden“, sagte Eickhoff-Weber. Die Entwicklung der ländlichen Räume und die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein stünden nicht nur in Zusammenhang miteinander, wichtig sei auch ein gutes Miteinander zwischen städtischen Zentren und ländlichem Umland.

Das eine Papier beschäftigt sich mit der Frage, wie die ländlichen Regionen Herausforderungen wie den demografischen Wandel, dauerhaften Schutz natürlicher Lebensräume sowie eine nachhaltige Entwicklung von Infrastruktur und Wirtschaft meistern kann. Dabei müsse klar sein, dass es den ländlichen Raum nicht gibt, sondern die Regionen und Probleme unterschiedlich seien. Probleme müssten mit den Menschen vor Ort gelöst werden.

Das zweite Papier befasst sich mit der Landwirtschaftspolitik, die für die Landes-SPD „kein Randthema“ ist, wie es heißt. Die Sozialdemokraten wollen unter anderem die Landwirte in der Wertschöpfungskette stärken, aber auch die finanzielle Förderung stärker als bisher an besonderen Leistungen etwa im Tier- oder Naturschutz orientieren. Dabei gehe es nicht darum, ökologische und konventionelle Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen – beides müsse möglich sein, sagte Eickhoff-Weber.

Zudem hat die Fraktion eine Große Anfrage zur Ernährungswirtschaft gestellt, mit der sie eine Basis für eine neue strategische Ausrichtung für den Wirtschaftszweig schaffen möchte. Land- und Ernährungswirtschaft prägten Schleswig-Holstein und hätten einen großen Anteil an der Wirtschaftsleistung, sagte Stegner. Es gelte, sie fit für die Zukunft zu machen. Die Positionspapiere sollen Grundlage für eine breite Diskussion innerhalb und außerhalb der Partei sein.

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erstellt am 18.Aug.2014 | 14:47 Uhr

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