Weihnachtsgeld, Jubiläen, Unterhaltsbeihilfe : SPD will Attraktivität des öffentlichen Dienstes in SH steigern

Beate Raudies darf in Kiel weiter mitmischen.
Beate Raudies will das Nachwuchsproblem im öffentlichen Dienst mit finanziellen Anreizen lösen.

Die Nord-SPD fordert mehr Geld für die Landesbeschäftigten. Finanzministerin Heinold hat bereits Pläne für 2019.

shz.de von
06. November 2018, 07:28 Uhr

Kiel | Die SPD hat von der Landesregierung mehr Geld für einen attraktiveren öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein gefordert. „Denn Schleswig-Holstein hat ein Nachwuchsproblem“, sagte die SPD-Finanzpolitikerin Beate Raudies. „Wir dürfen nicht mehr länger zusehen, wie qualifizierte Fachkräfte in unsere Nachbarländer abwandern.“ Es gehe aber auch um Wertschätzung.

Einen wichtigen Schritt sieht Raudies in einer Wiedereinführung des Weihnachtsgeldes. „Die Landesregierung darf hier nicht länger auf Zeit spielen und muss den Weg für das Weihnachtsgeld endlich freimachen“, sagte sie. Schleswig-Holstein hatte das Weihnachtsgeld 2007 für die unteren Besoldungsstufen reduziert und für die Besoldungsgruppen ab A11 gestrichen.

Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) will die Besoldungsstruktur für die Landesbeschäftigten im kommenden Jahr überarbeiten. Bis Mitte des Jahres will die Regierung entscheiden, wie es in Punkto Weihnachtsgeld weitergeht. „Die SPD erweckt den Eindruck, alle Beamten gingen beim Weihnachtsgeld leer aus. Das ist falsch“, sagte sie. Wie bisher zahle das Land rund 24 Millionen Euro Weihnachtsgeld. „Von dieser Sonderzahlung profitieren Beamte bis einschließlich Besoldungsgruppe A10, Anwärter und Familien mit Kindern.“

Die SPD setzt sich daneben aber auch dafür ein, die Unterhaltsbeihilfe für Rechtsreferendare zu erhöhen und Jubiläumszuwendungen für Beamte auf das Niveau des Tarifvertrags der Länder anzuheben. Dabei müssten auch Dienstzeiten bei Kommunen und Anstalten öffentlichen Rechts zählen.

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