Aufstiegschancen verbessern : SPD fordert mehr Geld für Schleswig-Holsteins Polizisten

In Schleswig-Holstein machten im vergangenen Jahr 1035 Polizeianwärter ein Ausbildung.

In Schleswig-Holstein machten im vergangenen Jahr 1035 Polizeianwärter eine Ausbildung.

Innenpolitiker Kai Dolgner fordert von Ministerpräsident Daniel Günther konkrete Perspektiven für Polizisten.

shz.de von
15. August 2018, 08:02 Uhr

Kiel | Die SPD fordert von Schleswig-Holsteins Landesregierung mehr Geld für die Landespolizei. „Gerade jetzt könnten die Koalitionäre finanzielle Überschüsse dazu nutzen, die Arbeitsbedingungen für unsere Polizisten spürbar zu verbessern“, sagte der SPD-Innenpolitiker Kai Dolgner (SPD). Die Karriereaussichten der Beamten müssten verbessert und ihre Bezahlung erhöht werden.

Bei einem Besuch der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung in Eutin (Kreis Ostholstein) hatte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) der Polizei am Montag weitere Unterstützung der Landesregierung zugesagt.

Günther habe „weder den politischen Willen noch ein Konzept für die Verbesserung des Polizeidienstes insgesamt“, sagte Dolgner. Bereits die alte, SPD-geführte Landesregierung habe dagegen mit einer höheren Anfangsbesoldung einen ersten Schritt gemacht. „Statt eines netten Lächelns sollte Herr Günther lieber erklären, ob er denn konkret die Aufstiegschancen in den gehobenen Dienst verbessern und den längst überfälligen Einstieg von der drei- in die zweigeteilte Laufbahn ermöglichen will“, sagte Dolgner. Mit warmen Worten sei keinem Beamten im Land geholfen. Noch immer müssten „die von Herrn Günther Gelobten auf den Wiedereinstieg ins Weihnachtsgeld warten“.

Die Landesregierung hatte im Juni bei einem Sicherheitspaket mehr Stellen für die Polizei in Aussicht gestellt. Unter anderem sollen 173 Polizeistellen, die Ende 2019 wegfallen sollten, nun doch nicht gestrichen werden.

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