Fehmarn : SPD fordert besseren Anschluss für Fährhafen Puttgarden

Die Fährlinie der Reederei Scandlines von Fehmarn nach Dänemark soll gegenüber dem geplanten Fehmarn-Belt-Tunnel „keine baulich verursachten Wettbewerbsnachteile“ haben.

Die Fährlinie der Reederei Scandlines von Fehmarn nach Dänemark soll gegenüber dem geplanten Fehmarn-Belt-Tunnel „keine baulich verursachten Wettbewerbsnachteile“ haben.

Die Anbindungen sollten dem Antrag zufolge gleichberechtigte Bedingungen für Fährhafen und Belt-Tunnel schaffen.

shz.de von
01. September 2018, 11:10 Uhr

Parallel zum Bau der Hinterlandanbindung für die feste Fehmarnbeltquerung hat die SPD einen besseren Verkehrsanschluss für den Fährhafen Puttgarden gefordert. „Wir verlangen von der Landesregierung, eine gleichberechtigte Anbindung zu schaffen“, sagte der SPD-Verkehrspolitiker Kai Vogel. Für die Fährlinie der Reederei Scandlines von Fehmarn nach Dänemark darf es laut SPD-Antrag für den Landtag „keine baulich verursachten Wettbewerbsnachteile“ geben. Diese würden langfristig zu Arbeitsplatzverlusten führen.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sagte der dpa, es liefen bereits seit Monaten konstruktive Gespräche, die aus Sicht von Scandlines zu Verbesserungen geführt hätten. „Ich gehe von einer guten Lösung aus, die den berechtigten Interessen der Reederei gerecht wird.“

Buchholz warnte davor, den Dänemark zugesicherten Termin für den Planfeststellungsbeschluss Ende 2018 durch „waghalsige Manöver in Gefahr zu bringen“. Eine wie auch immer geartete vertragliche Vereinbarung könnte sich nachteilig in einem Gerichtsverfahren auswirken, eine gütliche Lösung könne problemlos später erzielt werden.

Dänemark trägt die Kosten in Milliardenhöhe für den Bau des 19 Kilometer langen Tunnels zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rødbyhavn in Dänemark allein. Deutschland muss nur für die Hinterlandanbindung auf der eigenen Seite zahlen. Die Befürworter erhoffen sich von dem Großvorhaben kräftige wirtschaftliche Impulse. Die Gegner befürchten Schäden für die Natur und Nachteile für den Tourismus in Ostholstein gerade während der mehrjährigen Bauzeit.

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